Subversion – Play To Win
Wer kennt nicht folgendes Problem: man hört einen Song und irgendwie kommt einem die Grundstruktur bekannt vor, worauf man dann beginnt im großen, allmächtigen Plattenstapel zu graben und zu graben und zu graben. Tja, und dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder “Und wenn er nicht gestorben ist, dann gräbt er noch heute!” oder aber man wird fündig. Glücklichweise gehörte ich zu Letzteren und konnte erleichtert bei einer Scheibe stoppen, an die Ihr Euch alle noch erinnert: S.O.D.’s “Speak English Or Die”.
Bei “Play To Win” handelt es sich allerdings nicht um die Neuauflage dieses genialsten Machwerks im Hardcore-Bereich, woran wohl hauptsächlich der niedrige spm-Quotient (= songs per minute) schuld sein dürfte, der bei SUBVERSION in etwa bei 0,2 spm liegt. Man erinnere sich, S.0.D. brachten es locker auf 1 spm. Das dies einige nicht zu verachtende Vorteile in sich birgt, wird dem Hörer spätestens beim ersten Song klar: man hat nun endlich Z E I T für Dinge wie langsame Passagen und Soli, die sich auch wie solche anhören.
Fazit: “Play To Win” – garantiert ein guter Titel für dieses Demotape, das für 12.- DM bei DEMOLITION erhältlich ist.
“The Functional Autonomy Of Motives” ist das nunmehr dritte Demotape, mit dem uns MORTAL TERROR aus Hann Münden (wo in aller Welt ist denn das???) beglücken. Das ganze beginnt mit einer Art Psycho-Intro, an dem nur Bass und Gesang beteiligt sind, wobei wir hier gleich an dem Punkt angelangt wären, der für mich den Schwachpunkt der Band darstellt: der Gesang (!?!). Hier von solchem zu reden, ist vielleicht schon etwas zweifelhaft, da wohl noch niemand den Sänger darüber aufgeklärt hat, daß die Stimme dann am besten klingt, wenn sich das Mikro beim Singen außerhalb des Mund-Rachenraumes befindet.
“Where’s The Fire”, so der zweite Song auf LIGHTNYNG’s “The Principles Of Pride” und so in etwa auch meine Gedanken beim Anhören des Tapes, denn so richtig zündete es bei mir nicht. Die Musik der Band gehört wohl in die Melodic Speed Ecke und ist als solche auch nicht schlecht. Das, was hier fehlt, sind neue Ideen, denn irgendwo kommt einem alles schon recht bekannt vor.
Bei JIG SAW’s neuestem Tape handelt es sich um ein Livedemo, das bei einem Konzert der Band am 13. Juni 1991 im M.A.X. in Kiel mitgeschnitten wurde.
Recht geilen Metal bieten uns BISHOP STEEL (intelligenter Name, echt!) auf ihrem “Killing Asylum” Demo. Die Band scheint zumindest in ihrer Heimat Kansas im großen weiten Amiland schon recht bekannt zu sein. Das Tape, das sich über ca. 25 Minuten erstreckt und bezeichnenderweise in “This Side” und “The Other Side” aufgeteilt ist, enthält vier Songs, deren Länge zwischen 1:23 und 7:10 differiert. Hierbei handelt es sich um das etwas schnellere “On And On”, das recht langsame “Lonely Days” (für mich persönlich der Höhepunkt des Tapes), den Titeltrack “Killing Asylum” und last but not least das Akkustik-Outro “Sacred Starr”.