Kategorie: IMHO

Entscheidungsfindung in der Politik

Was oftmals bei der ganzen (teilweise berechtigten) Kritik an den Entscheidungsträgern im Rahmen der Corona-Pandemie vergessen wird: Entscheidungen in einer neuartigen und unbekannten Lage zu treffen ist nicht einfach und gibt es nur selten ein „richtig“ oder „falsch“ sondern meist nur ein „Hinterher wissen wir, ob die Entscheidung gut war – oder eben nicht!“. Trotzdem ist es wichtig, Entscheidungen vorbereiten und zu treffen, denn nichts zu tun ist oft die schlechteste Alternative.

Vollkommen unverständlich ist mir deshalb die Geschwindigkeit, in der sich Entscheidungsfindungsprozesse teilweise nicht bewegen. Ein mehr als erschreckendes Beispiel findet sich auf der „offiziellen Corona-Seite“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz. Dort wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit folgender Aussage zitiert:

Die Zahl der Corona-Erkrankten in unseren Krankenhäusern steigt weiter an. Das ist für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gesundheitswesen eine große Herausforderung. Gleichzeitig beobachten wir, dass es in Krankenhäusern zu Ansteckungen kommt. Das müssen wir verhindern. Deswegen werde ich die Geschäftsführungen der Krankenhäuser zu Gesprächen einladen. Mein Ziel ist, Strategien zu entwickeln, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. [Quelle]

Der Gedanke ist gut und richtig, das Problem ist der Zeitpunkt:

Leider ist dies kein Zitat aus dem März oder April 2020, als ein Plan über Sommer hätte entwickelt und umgesetzt werden können, um für den Herbst gerüstet zu sein.

Der Beitrag trägt das Datum „25.11.2020 | Bund-Länder-Beratungen über Corona-Strategie“ – mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen.


Preisgestaltung bei Amazon

Sofern ich ein Buch eines englischsprachigen Autors lese, kaufe ich lieber das Original statt der deutschen Übersetzung. Nicht nur, daß man damit eben die Originalversion in Händen hält (und nicht die Interpretation eines Übersetzers), i.d.R. lässt sich Dank fehlender Buchpreisbindung im englischsprachigen Markt auch einiges an Geld sparen.

Auf der Suche nach „Daemon“ von Daniel Suarez bin ich über die Preisgestaltung bei Amazon gestolpert:

Die Suche nach „Daniel Suarez Daemon“ in den „fremdsprachigen eBooks“ liefert als erstes Ergebnis den erwarteten Treffer:

„Daemon (English Edition)“ als Kindle Ausgabe zum Preis von 6,49€, wie auch die Detailansicht bestätigt:

Wechselt man als nächstes zum gebundenen Buch (der manchmal  geringe Aufpreis ist ab und an dann doch ein Kaufargument für Papier), so erscheint eine Kindle Ausgabe zum Preis von 5,59€

Anderer Verlag (Herausgeber von Variante 1 ist Quercus, Herausgeber von Variante 2 ist Dutton), anderer Preis – so weit so gut … leider zeigt Amazon in der Ergebnisliste offensichtlich nicht die günstigste Variante als erstes an.

Zufall oder Absicht? Keine Ahnung. Amazon ist ein Wirtschaftsunternehmen und somit ist Gewinnerzielung logischerweise auch die Antriebsfeder des betrieblichen Handelns. Trotzdem schaden solche „Entdeckungen“ einem positiven Einkaufserlebnis.


Lesenswert XXVII


GLS und die blaue Tonne IV

Auch in 2020 bleibt sich GLS treu und legt die Pakete dort ab, wo sie auch 2019 schon abgelegt wurden:

Wobei es diesmal die „Papiertonne“ ist und nicht die „blaue Tonne“.


Portokosten

Gerne hätte ich das im September erscheinende Album „Weltschmerz“ sowie eine weitere CD direkt bei FISH im Online-Store bestellt, aber beim Blick auf die zu erwartenden Portokosten habe ich den Kauf dann doch lieber abgebrochen:

£23.54 (also umgerechnet 26,04€) für den Versand von zwei Alben auf Compact Disc ist mir auf jeden Fall zu viel … Schade!