Kategorie: Misc

Geschnittener Fish

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hitgigantenBest-Of und Chartsendungen sind so eine Sache, vor allem, wenn sie nach nicht näher definierten Kriterien zusammengestellt werden. Eine der schlimmsten des Genres ist sicherlich die Sendung "Die Hit Giganten", in deren aktueller Ausgabe "Rockballaden" "unvergessene Balladen aus der Welt des Rocks live und mit tollen Einspielern präsentiert" werden.

So weit, so gut. Leider sind die Auftritte meist Playback und die Einspieler werden mit Kommentaren mehr oder minder wichtiger Promis verschönert, während zwischen den musikalischen Teilen eine weitere Reihe mehr oder minder wichtiger Promis ihre Kommentare in einer Talkrunde ablassen.

Doch zurück zum eigentlichen Thema: noch heute, rund eine Woche nach der Sendung ist auf der SAT.1-Seite folgendes zu lesen:

Es treten live im Studio auf: City - "Am Fenster" John Miles - "Music" Ken Hensley (Uriah Heep) - "Free Me" Fish - "Vigil" Ritchie Blackmore (Deep Purple)- "Child In Time" Scorpions - "Wind Of Change" Toto - "Rosanna", "Bottom Of My Soul"

die dann auch alle zu sehen waren. Alle? Nein, nicht alle - FISH (den ehemaligen Sänger von MARILLION) gab's nur für rund 4,5 Sekunden im Abspann zu sehen, vom Auftritt aber leider nix.

Ist der Auftritt also vielleich ins Wasser gefallen? Keine Ahnung! Unter der Rubrik "Bilder & Videos - Hier findest du die schönsten Bilder aus der Show" kann man sich jedenfalls auch zwei Bilder mit FISH am Mikro anschauen, genauso wie einen stehend Gitarre spielenden John Miles, den es in der Aufzeichnung auch nur sitzend am Klavier gab.

Tolle Sache das ist - aber beim dritten Lesen der Überschrift fiel es mir auf: es steht ja nur "Es treten live im Studio auf" und nix davon, daß das auch gesendet wird ...


Highschool at it's worst ...

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napolaEs passiert nicht oft, dass ich schon im Kino den Besuch eines Filmes bereue – aber ab und an kann man es leider doch nicht verhindern. „Napola“ ist so ein Fall …

Da sind zum einen die ganzen Klischees, die munter und ohne Rücksicht auf die Zuschauer aufgewärmt werden: was den Vätern an Verständnis für den Nachwuchs fehlt, haben die guten Mütter dafür gleich doppelt; natürlich gibt’s einen Oberstufler, der nichts besseres zu tun hat, als die unteren Jahrgänge nach allen Regeln der Kunst zu schickanieren; es gibt den Literaten, dessen Eltern lieber einen harten Jungen statt einem Dichter und Denker hätten; es gibt den Ausbilder, der an einer Überdosis Full Metal Jacket krankt; es gibt den Boxlehrer, der mit seinem Schützling gerne das erreichen würde, was er wohl nicht erreich hat; … ; und es gibt mal wieder Justus von Dohnanyi, nach dessen Auftauchen man sich wenigstens nicht mehr zu fragen braucht, wer eigentlich der Oberbösewicht sein soll.

Zum Anderen ist da die absolute Vorhersehbarkeit der Handlung, die leider schon von vornherein darauf verzichtet, so was wie Spannung oder Überraschung auch nur im Ansatz aufkommen zu lassen, ganz im Gegenteil – in der Regel weiß der Zuschauer schon vorher, was als nächstes passieren wird: beim ersten Boxkampf ist klar: der Gegner wird irgendwo wieder auftauchen; beim Handgranatenweitwurf kommt die Frage „ob“ erst gar nicht auf, sie reduziert sich eher auf ein „wer“ (was eigentlich auch klar ist) und „wie“; der nächtliche Ausflug wird einigen die Augen öffnen; …; und auch beim Anblick der Gruppe am Eisloch denkt man nur noch „Tschüss Albrecht“.

Auch filmisch ist bei „Napola“ nicht viel Interessantes zu sehen, zu sehr orientiert sich das Team an irgendwelchen Hollywood-Klischees, statt eine eigene Bildsprache zu sprechen. Das meiste davon lässt sich glücklicherweise problemlos ignorieren, aber bei zwei der drei Sterbeszenen fühlt man sich unweigerlich an die schlechtesten Momente von „Windtalkers“ erinnert.

Der historische Aspekt des Films, die bisher noch nicht allzu oft thematisierten „Nationalsozialistischen Erziehungsanstalten“ sind dabei fast beliebig austauschbare Deko, vor dem die Handlung spielt – und nicht der eigentliche Schwerpunkt, wie die Werbung suggerieren will.

Wenn ich einen schlechten Highschool-Film sehen will, dann leihe ich mir lieber einen der ollen Kamellen mit Corey Haim aus, statt mich im Kino über schlecht nachgemachtes Hollywood zu ärgern.


Jetzt schlägt's XIII

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xiiiÜberall hochgelobt, hat mich das Teil ziemlich enttäuscht. Die Graphik ist zwar stimmig und klasse (wenn auch etwas detailarm), aber die Minuspunkte überwiegen:

  • Speichersystem: Schade, daß man nicht einfach speichern kann, wenn man möchte. Das Telefon klingelt oder man muß los und kann sich schon drauf freuen, die soeben gespielten Minuten nochmal spielen zu "dürfen". Ich bin mal gespannt, wann eine Textverarbeitung kommt, bei der man auch nur nach jeder fertigen Seite speichern darf ...
  • Gegner: eindeutig zu wenige Arten, die sich zu oft wiederholten. Ich konnte irgendwann "Alert" rufende Glatzköpfe nicht mehr sehen.
  • Ausrüstung: es mag dem Spieledesigner ja hilfreich sein, wenn er genau weiß, mit welcher Ausrüstung der Spieler am Levelanfang steht - aber ich fand einen Ausrüstungsreset als durchgängiges Spielprinzip extrem bescheiden. Bei einigen Levelwechsel wird dieser Punkt durch die Storyline noch logisch kaschiert, meist ist es "halt einfach so".
    Beispiel gefällig? Man wird mit einem Hubschrauber aufgesammelt und hat jede Menge tolle Ausrüstung. Ein paar Kilometer weiter / Minuten später wird man mit anderer - und deutlich schlechterer Ausrüstung wieder abgesetzt. In dem konkreten Fall waren meine sorgsam aufgesparten Pfeile nach dem Aussteigen aus dem Heli plötzlich nicht mehr zu haben und dafür eine noch nie gesehene doppelläufige Schrotflinte.
  • Schlecht ausgetetstete Stellen: keine Ahnung, wie oft mich die Cops in der Irrenanstalt auf der Treppe zusammengeschlagen haben - bis ich endlich durch Trial und Error richtig stand. In der Regel ist man dem vorderen nämlich zu schnell und dem hinteren zu langsam.

Alles in allem - seit langem mal wieder ein Spiel, dessen Demo mich zum Kauf animiert hat und das ich dann doch nicht durchgespielt sondern lieber wieder verkauft habe.