Kategorien
DVDs

Deep Purple – California Jam 1974

DEEP PURPLEs „California Jam“ appearance, filmed on April 06, 1974 has been available on DVD since 2005. ear music now offers a new cut of the video as 2016 DVD and Blu-ray release.

While the DVD, issued in a standard DVD case, features the new version and a digitized Super 8 crew recording, the Blu-ray also offers the original video edit as bonus and is published in a nice Digipak. Prior to editing, the material had been processed to improve its quality which results in a brighter and sharper image compared to the unprocessed original cut.

Sadly, Stephan Liehr (who did the additional editing) did not only choose different and maybe better angles for some scenes, but played around with side-by-side pictures and faded overlays. Especially during sequences like Ritchie Blackmore’s guitar solo in „Mistreated“, where the front camera has been faded over the back camera the whole time, the new edit is just annoying and less enjoyable than the original cut which changes the camera from time to time.

As the audio and video quality didn’t improve drastically and the new edit doesn’t add more than some playing around with video editing software, there’s no need to buy the DVD or Blu-ray if you already own „California Jam“ on DVD.

Kategorien
CDs DVDs

Epica – Retrospect

epica-retrospect„Retrospect“ ist bereits EPICAs zweiter Anlauf eine Live-DVD unters Volk zu bringen. Der erste Versuch, am 04.05.06 im Paradiso in Amsterdam unter dem Motto „The Road To Paradiso“ mitgeschnitten, war gerade fertiggestellt als Transmission Records Insolvenz anmelden mussten und die anstehende Veröffentlichung in letzter Minute gekippt wurde.

Am 23. März 2013 nahm die Band den 10-jährige Bandgeburtstag als Anlass, einen neuen Versuch zu starten.

Nach dem Motto „nicht kleckern sondern klotzen“ wurde ein komplettes Orchester mitsamt Chor auf die Bühne des Klokgebows in Eindhoven verfrachtet welche die sechs Musiker plus Gäste tatkräftig unterstützten. Die Feier war grandios – in mehr als drei Stunden boten EPICA einen Querschnitt durch die Bandgeschichte samt Jubiläumssong „Retrospect“, dazu gab es neben Floor Jansen, die bei zwei Songs zu hören war,  bei Quietus auch die drei inzwischen anderweitig tätigen Originalmitglieder Ad Sluijter, Yves Huts und Jeroen Simons auf der Bühne. Umrahmt von orchestralem In- und Outro („Introspect“ bzw. „Outrospect“) und einem EPICA-Orchestermedley im Mittelteil, begleitet von einer gigantischen Lightshow, artistischen Darbietungen während „Chasing The Dragon“ und einer beachtlichen Zahl an Pyros wurde eine angemessene Geburtstagsparty gefeiert und es gab wohl kaum einen Besucher, der die Halle nicht begeistert verließ.

Im Gegensatz zum Live-Event kann die Konserve nur bedingt begeistern: als Hauptproblem der Bildaufnahmen entpuppt sich das für Kameras schlicht überdimensionierte Licht, das zwar vor Ort beeindruckte, für den Bildschirm zu Hause aber schlicht zu viel des Guten ist. Besonders in den Nahaufnahmen gibt es viel zu oft ein Wirrwarr aus flackernden Balken und schemenhaften Musikern zu sehen, die eher das Gefühl vermitteln, vor einem Stroboskop als vor der Glotze zu sitzen. Dies ist extrem schade, denn während der gemäßigteren Passagen und Orchesterparts ist auch für den heimischen Betrachter zu erahnen, wie gut die Lightshow eigentlich war.

Auch bei den mitgelieferten CDs gibt es Anlass zur Kritik. Zwar ist positiv anzumerken, daß die Show ohne auffällige Schnitte und Overdubs auskommt, Mix und Mastering wurden aber leider – wie heute zu oft üblich – für den portablen Konsum statt für die heimische Stereoanlage optimiert. Schade, denn gerade bei dem erweiterten Rahmen mit Orchester und Chor hätte ein Schuß mehr Dynamik statt Kompression die Atmosphäre deutlich besser transportiert.

Letztendlich bleibt eine Platte, die als Live-Dokument trotz Kritikpunkten sehens- und hörenswert ist, gleichzeitig aber hinter den Möglichkeiten zurückbleibt und nicht vollends überzeugen kann. Ein Los, das „Retrospect“ mit vielen anderen mitgefilmten Geburtstagsfeiern verbindet.

Kategorien
DVDs

Deep Purple – Copenhangen 1972 DVD

dp-copenhagen1972dvdTwo months after earMUSIC re-released the Copenhagen show on CD, a DVD re-release of the same show is in the pipeline.

The DVD offers the same music content as the CD release, including the three live tracks („Strange Kind Of Woman“ / „Smoke On The Water“ / „Space Truckin'“) from Hofstra University 1973 and is basically a re-issue of the „Live in Concert 1972/73“ DVD.

The Copenhagen show was filmed by Danmark Radio, Denmark’s national radio and television station in black and white and offers a good picture quality, missing a few details which is fine regarding the age of the recording. It shows a young and energetic DEEP PURPLE that could be visually compaired to the DEEP PURPLE performing on „Doing their thing“, with a long haired Ian Gillan in an incredible sweater (Would be great to see THAT in colour!). During the bands perormance it’s clearly visible that the camera crew wasn’t sure what to expect, showing the „wrong“ musicians during several solo spots.

The Hofstra clips are filmed in colour and show an optically changed and grown up band – especially Ian Gillan looks very different with cut hair and beard. The highlight of these bonus tracks is „Smoke On The Water“, the only known video recording of this song performed by the original MK II lineup.

The DVD leaves out the „Live in Concert 1972/73“ bonus „Burn“ (which would be somehow misplaced on a MK II recording), but adds „Deep Purple & The Music Revolution“, a stunning 11-minute gem as additional bonus: a very serious documentation about pop culture, taken from an unknown source (likely Swiss TV) featuring the young Claude Nobs and some band members of DEEP PURPLE not willing to discuss thoughts like if their music is consumated like Coca Cola. Overall – as Ian Gillan summarizes – „Music is fun“.

Kategorien
DVDs

Pink Floyd – The Wall performed Live at Earls Court

pf-twplaecRechtzeitig um noch auf den Roger Waters „The Wall Live“-Zug aufzuspringen, veröffentlicht Starline Media Entertainment eine Live-DVD des PINK FLOYD-Auftrittes am 9.August 1980 im Earls Court in London.

In Vorbereitung des geplanten „The Wall“ Kinofilms hatte die Band seinerzeit mehrere Konzerte der Tour mitschneiden lassen, um Ausschnitte davon im Film zu verwenden – eine Idee, die nach ausführlicher Sichtung des Materials wieder verworfen wurde, da die Aufnahmen über weite Strecken zu dunkel geraten waren und den FLOYD’schen Qualitätsansprüchen nicht genügten.

Trotzdem sind im Laufe der Zeit zumindest zwei Shows als geschnittene Konzertaufnahmen in die Öffentlichkeit gelangt: neben den Aufnahmen aus dem Nassau Coliseum, New York vom Februar 1980 auch die hier veröffentlichte Aufnahme aus London.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der vorliegenden DVD  um keine offizielle PINK FLOYD-Veröffentlichung, sondern es wurde einfach einer der existierenden Bootlegs auf DVD gepresst und unter offiziellem Banner in den Handel gebracht.

Die Umsetzung lässt sich am einfachsten als „quick & dirty“ beschreiben, selbst auf einfachste (und von jeder Heim-Brenn-Software gebotene) Funktionen wie das Setzen von Kapitelmarken für die einzelnen Titel oder gar Abspanntafeln zur Auflistung der vertretenen Musiker wurde gänzlich verzichtet. Stattdessen gibt es Retro-Video-Feeling pur mit einem unsauberen Cut an Anfang und Ende, wie man es eigentlich nur von eigenen Überspielversuchen mit Heim-Videorekordern aus den 80’ern kennt – selbstverständlich inklusive Farbverfälschungen, Spurproblemen und was noch so alles im Laufe der Jahre aus der eigenen Erinnerung verdrängt wurde. Selbst ein mehrsekündiges Blaublild mit eingeblentetem „PLAY“ blieb gegen Ende des Videos erhalten, obwohl es auch hier nur eine Sache von Minuten gewesen (und bei der miserablen Qualität auch niemanden aufgefallen) wäre, ein paar andere Frames an die Stelle einzukopieren.

Was bei ordentlicher Bearbeitung des offensichtlich noch vorhandenen Originalmaterials tatsächlich noch zu machen wäre, kann derzeit den Roger Waters Promotionclips auf Youtube entnommen werden und so bleibt zu hoffen, daß vielleicht doch noch – irgendwann – eine qualitativ hochwertige offizielle Veröffentlichung der Konzertmitschnitte stattfindet.

Kategorien
DVDs

Blackmore’s Night – Paris Moon

bn-pmManche mögen es noch immer nicht realisiert haben, aber BLACKMORE’S NIGHT gibt es inzwischen schon fast so lange, wie es RAINBOW je gegeben hat.

Im Jahr 1997 mit dem Erstlingswerk „Shadow Of The Moon“ von vielen noch als Laune des Mannes in Schwarz für nicht ganz voll genommen, ist heute – nach insgesamt 6 Studioalben – klar, daß Ritchie Blackmore mit Candice Night wohl nicht nur eine neue Frau an seiner Seite sondern auch eine Kreativpartnerin gefunden hat.

So hat die Band nicht nur das 10-jährige Bandjubiläum sondern auch den ersten Zwischenstopp in Paris dazu genutzt, den Indoor-Auftritt im legendären Olympia für die Nachwelt festzuhalten – ein Umstand, der gegenüber der 2006 veröffentlichten Open-Air „Castles and Dreams“, bei der zumindest im Making-Of auch der ein oder andere Regenfall zu bewundern war, einen deutlich kontrollierbareren Rahmen bietet.

Rund um das dynamische Duo findet allerdings weiterhin das von Blackmore bekannte „Musiker-wechsel-Dich“-Spiel statt, so daß ein Teil der Musiker, die man noch auf der vorliegenden Konserve bewundern kann, inzwischen schon nicht mehr zur Band gehört. Auffallend ist, wie viel Spaß die Musiker miteinander auf der Bühne haben und wie wenig einem tatsächlich gescripteten Ablauf zu folgen scheint – vielmehr wird rund um die Setlist fröhlich gescherzt und improvisiert, so daß eine herzerfrischendes Performance herauskommt, von der sich stellenweise sogar das etwas steife französische Publikum anstecken lässt.

Gerade der gegenüber „Castles and Dreams“ leicht gesteigerte Teil an freiem Spiel und Improvisationen stellt neben den erstmals auf „Paris Moon“ vorhandenen Stücken sicherlich einen Kaufanreiz für all diejenigen dar, die „Castles and Dreams“ bereits schätzen gelernt haben, lässt gleichzeitig aber auch die Geige (mitsamt Geigerin Tudor Rose) vermissen, deren Streichung zu einem phasenweise etwas zu dominanten Keyboard führt.

So gut Bild und Kameraführung auch sind, beim Abmischen des Tons ist wohl irgendetwas schiefgelaufen. Der Stereo-Soundtrack ist völlig in Ordnung, aber bei den Surround-Spuren ist der Bass dermaßen dominant, daß man nicht nur Angst um seinen Subwoofer bekommt sondern garantiert auch Ärger mit den Nachbarn. Das mitgelieferte Bonusmaterial ist recht übersichlich und die beiliegende Audio-CD enthält aus Platzgründen weniger als die Hälfte der auf der DVD enthaltenen Livetracks.

Spannend wäre auch eine Antwort auf die Frage, warum CD und DVD in solch einer breiten Hülle ihren Platz suchen und finden mussten, die manchem Filmstudio für die gesammelten Aufnahmen einer ganzen Fernsehstaffel ausreichen würden. Sicherlich immer noch die bessere Lösung als die neumodischen Slimline-Hüllen, bei denen man zuerst den einen Bild-/Tonträger herausnehmen muß, um an den zweiten zu gelangen, trotzdem ist so viel Plastik um reine Luft schon irgendwie unnötig.