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To boot or not to boot?!?

Wer kann sich nicht noch an Omas Spruch „Früher war alles besser“ erinnern?

Mir jedenfalls ging’s so, während ich im siebten Teil von Stefans ACCEPT Doku-Soap schmökerte, in der sich fast alles um das Thema „Bootleg“ dreht.

War früher (da ist es wieder das Wort!) noch jede Menge Equipment, Know-How und auch eine fundierte Magazin-Sammlung notwendig, um einen Bootleg unters Volk zu bringen, haben inzwischen MP3, Audio-CD-Brenner und auch PCs Einzug in die Wohnzimmer der Bootlegger gehalten.

Audiofiles werden komprimiert, ungeachtet der Tatsache, daß von der teilweise sowieso schon recht dürftigen Qualität dabei ein Teil weggerechnet wird und am Anfang jedes Songs (durch das Kodierungsverfahren) eine kurze Pause entsteht, nur um noch ein paar Megabyte zusätzlich ins digitale Regal kopieren zu können.

Eine vielleicht noch „originale“ CD wird auf dem Weg durch die Stereoanlage analogisiert, nur um anschließend im Audiobrenner wieder zwecks Aufzeichnung in digitale Signale verwandelt zu werden – und dabei kommt der dazwischengehängte Equalizer zur Aufmotzung gemäß des eigenen subjektiven Hörempfindens gerade recht.

Für das Cover muß man keine Stapel von Metal Hammer, Rock Hard oder Heavy oder Was?-Ausgaben mehr durchblättern, geeignete Bilder finden und gegebenenfalls noch retuschieren – schnell ins Internet eingewählt, eine Suchmaschine befragt und schon ist ein briefmarkengroßes Bild gefunden, daß auf die richtigen Maße verzerrt vom Tintenspritzer schon halbwegs passabel ausgegeben werden wird.

Mit etwas Glück gibt es in dem PC ja auch einen CD-ROM-Brenner, so daß eine digitale 1:1 Kopie erstellt werden kann – doch auch hier ist zumindest mal ein Grundverständnis von Begriffen wie „Disc At Once“ Voraussetzung.

Eine Limitierung passiert mehr oder minder ungewollt automatisch – schließlich entstehen auf obigem Weg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur Unikate.

Anschließend wird das Werk dann entweder ins Regal gestellt oder auf dem nächsten Flohmarkt, einer Plattenbörse oder viel moderner gleich bei eBay an den Nächstdoofen verhökert.

Früher war vielleicht nicht alles, aber zumindest manches besser. In diesem Sinne wünsche ich mir einen Reboot – in der Hoffnung, daß hinterher alles besser ist.

2003 für das Underground Empire geschrieben, aber dort nie veröffentlicht.

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Ken Hensley R.I.P.

Nur wenige Wochen nach Lee Kerslake ist gestern Ken Hensley verstorben.

Neben vielen großartigen Songs aus seiner Zeit bei URIAH HEEP hat er auch einige Soloalben veröffentlicht, von denen ich inbsesondere „Proud Words On A Dusty Shelf“ und „Blood On The Highway“ nicht mehr missen möchte.

Ich habe Ken Hensley zum ersten Mal im Mai 2001 zusammen mit seinem ehemaligen URIAH HEEP-Bandkollegen John Lawton live gesehen. Ein rundum vergnüglicher Abend im Rahmen des Hensley/Lawton-„The Return“-Projekts, das leider außer einem hörenswerten Livealbum kein weiteres Material hervorgebracht hat.

R.I.P.

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Urlaubsimpression VI

Die Musikfundgrube in Erfurt hat ihrem Namen alle Ehre gemacht:

Liebe, Tod & Teufel“ als neue CD zum erträglichen Preis zu finden hatte ich bereits aufgegeben, „Nepomuk’s Rache“ gab es ebenfalls als neue CD direkt hintendran.

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Lee Kerslake R.I.P.

Leider meist auf seine Tätigkeit als Schlagzeuger reduziert, war Lee Kerslake über viele Jahre auch die zweite Stimme von URIAH HEEP, deren Fehlen ich beim Konzert in Losheim 2007 schmerzlich vermisst habe.

In besonderer Erinnerung bleibt mir der mittägliche Soundcheck im Rahmen der German Bike Week ’97, den Lee Kerslake in grau-gestreifter Pyjamahose und weinroten Pantoffeln absolvierte.

Lee Kerslake ist am 19. September 2020 verstorben.

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Martin Birch R.I.P.

Das erste Mal bewusst über den Namen Martin Birch bin ich 1986 im Booklet der damals brandaktuellen Compact Disc IRON MAIDEN „Somewhere In Time“ gestolpert. Im Laufe der nächsten Jahre habe festgestellt, daß Martin Birch an vielen Alben beteiligt war, die ich zu meinen Lieblingsalben zähle: DEEP PURPLEs „In Rock“ , RAINBOWs „Rising“ , BLACK SABBATHs „Heaven And Hell“ , WHITESNAKEs „Slide It In“ oder IRON MAIDENs „Seventh Son Of A Seventh Son“ – sie alle tragen auch seine Handschrift.

Sofern discogs.com nicht irrt, ist Roger Glovers „Elements“ das einzige Album, an dem Martin Birch nicht nur als Produzent, sondern auch gleichzeitig als Songschreiber, Musiker und Backgroundsänger mitgewirkt hat.

Am 9. August 2020 ist Martin Birch verstorben. R.I.P.