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Betriebssysteme

ISO-Images unter Windows mounten

Unter Linux gibt es die Funktion serienmäßig, unter Windows leider nicht: ein ISO-Image, das auf der Platte (oder wo auch immer liegt) direkt als Laufwerk einzubinden.

Neben vielen kostenlosen und kostenpflichtigen Lösungen gibt es auch eine von Microsoft: das „Microsoft Virtual CD-ROM Control Panel“, das nicht supportet und gut versteck im Downloadcenter sein Schattendasein fristet.

Aufmerksam wird man spätestens dann auf das kleine aber feine Progrämmchen, wenn man sich z.B. durch einen Knowledge-Base-Artikel arbeitet, in dem genau auf das Virtual CD-ROM Control Panel referenziert wird.

Der Download ist mit rund 60kb richtig fix erledigt und nach dem Durchklicken der Installationsanleitung in der mitgelieferten „Readme.txt“ kann’s auch schon losgehen.

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Betriebssysteme Programmierung

SUN JRE unter Debian

Wenn man unter Debian das Paket „sun-java6-jre“ installiert hat, meldet sich anschließend nach einem „java –version“ immer noch

java version "1.5.0"
gij (GNU libgcj) version 4.3.2

Copyright (C) 2007 Free Software Foundation, Inc.
This is free software; see the source for copying conditions.  There is NO
warranty; not even for MERCHANTABILITY or FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE.

statt dem eigentlich erwarteten JRE. Damit das funktioniert, hilft ein

update-alternatives --config java

mit dessen Hilfe man die Möglichkeit hat, die gewünschte Java-Installation zu wählen. Anschließend spuckt „java -version“ das gewünschte

java version "1.6.0_07"
Java(TM) SE Runtime Environment (build 1.6.0_07-b06)
Java HotSpot(TM) Server VM (build 10.0-b23, mixed mode)

aus.

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Betriebssysteme

Soundprobleme auf dem Asus L8400C mit einem ESS Technology ES1988 Allegro-1

Nachdem jahrelang eigentlich alles wunderbar funktioniert hat, streikt nach einer Neuinstallation von Debian der Sound auf meinem Asus L8400C. Zwar findet ‚alsaconf‘ die richtige Karte und trägt das richtige Modul ein, anschließend erscheint aber ein ernüchterndes

Loading driver...
Setting default volumes...
amixer: Mixer attach default error: No such file or directory
Saving the mixer setup used for this in /var/lib/alsa/asound.state.
/usr/sbin/alsactl: save_state:1497: No soundcards found...

auf dem Bildschirm, so daß man das anschließende

Now ALSA is ready to use.
For adjustment of volumes, use your favorite mixer.

Have a lot of fun!

nicht so wirklich ernst nehmen sollte. Ein Blick in die Ausgabe von ‚dmesg‘ bringt glücklicherweise einen Fingerzeig in die richtige Richtung, nämlich daß mit der Firmware für das Sounddevice irgendetwas faul ist:

[  542.091061] firmware: requesting ess/maestro3_assp_kernel.fw
[  542.172605] ACPI: PCI interrupt for device 0000:00:06.0 disabled
[  542.172605] Maestro3: probe of 0000:00:06.0 failed with error -2

Da es auf den Debian-Servern keine neuere als die installierte Version des Firmware-Paketes gibt, ist Herunterladen des aktuellen alsa-firmware-Pakets von den Seiten des Alsa-Projects sowie der anschließende, altbekannte Dreisatz

./configure
make
sudo make install

gefragt, nach dem ‚alsaconf‘ zwar immer noch über eine nicht gefundene Soundkarte meckert (liegt wohl an der Debian-Verzeichnisstruktur), ein Blick auf ‚dmesg‘ aber nur noch

[ 2809.890462] firmware: requesting ess/maestro3_assp_kernel.fw
[ 2809.960641] firmware: requesting ess/maestro3_assp_minisrc.fw

ausspuckt und der anschließende Hörtest ebenfalls positiv ausfällt.

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Betriebssysteme

Metapakete ‚gnome‘ und ‚gnome-desktop-environment‘

Versucht man nach der Installation ein paar der Gome-Pakete (wie z.B. Evolution) loszuwerden, verunsichert apt mit dem freundlchen Hinweis, daß man mit diesem Schritt auch gleich die Pakete „gnome“ sowie „gnome-desktop-environment“ entsorgt:

Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
  evolution evolution-exchange evolution-plugins gnome
  gnome-desktop-environment

Was auf den ersten Blick gefährlich aussieht, ist auf den zweiten Blick glücklicherweise harmlos, handelt es sich bei den beiden Paketen doch um sogenannte Metapakete, was auch erklärt, warum diese bei der Deinstallation eines ihrer Teile gehen müssen.

Gefährlich wird es erst nach der Deinstallation, denn dann meint apt jedesmal, etwas autoremove wäre angebracht:

Die folgenden Pakete wurden automatisch installiert und werden nicht länger benötigt:
  bluez-gnome evolution-common libsdl1.2debian libgnomekbd2
  libsdl1.2debian-alsa libepc-ui-1.0-1 evolution-webcal ekiga python-gst0.10
  libmtp7 gcalctool libpth20 gnome-nettool gnome-media metacity libepc-1.0-1
  gnome-desktop-data libgtk-vnc-1.0-0 nautilus libgksu1.2-0 python-notify
  aspell pkg-config genisoimage gnome-settings-daemon libvorbisfile3
  libgda3-common python-gnome2-extras gucharmap zenity libgksuui1.0-1 cheese
  liburi-perl libspectre1 gnome-network-admin libsvga1 libgnome-media0
  app-install-data gnome-power-manager libexchange-storage1.2-3 unzip
  gnome-cards-data totem-plugins gnome-screensaver rhythmbox
  libgtksourceview1.0-0 python-gdata alacarte gedit gnome-menus liblircclient0
  python-gtksourceview2 gtk2-engines-pixbuf system-config-printer dvd+rw-tools
  gnome-control-center libhtml-parser-perl libapm1 libpisock9 libcamel1.2-11
  libpt-1.10.10-plugins-alsa gnome-themes libtrackerclient0 metacity-common
  seahorse libggzmod4 libxml-twig-perl mysql-common libtotem-plparser10
  totem-common vinagre swfdec-gnome libedata-cal1.2-6 libpt-1.10.10
  gnome-media-common nautilus-data libgpod3 libxml-parser-perl libgalago3
  system-tools-backends libgweather1 gtkhtml3.14 guile-1.8-libs
  libmysqlclient15off python-gtkmozembed python-gtkhtml2 libgnomekbd-common
  p7zip gedit-common gnome-utils gnome-themes-extras libdmx1 libgnome-pilot2
  gdm-themes libmusicbrainz4c2a libnet-dbus-perl fast-user-switch-applet arj
  gnome-about gnome-volume-manager nautilus-cd-burner libexempi3 gtk2-engines
  libgnomeprint2.2-data libgtksourceview2.0-common libkpathsea4 libgnomekbdui2
  eog gdm libgtksourceview2.0-0 libslab0 capplets-data gnome-backgrounds
  python-eggtrayicon libegroupwise1.2-13 python-sexy python-xdg gnome-spell
  libggz2 libgweather-common libecal1.2-7 wodim libgdata1.2-1
  libgtksourceview-common vino gnome-system-monitor libao2 evince
  libbluetooth2 gnome-games-data libgdata-google1.2-1 gnome-app-install
  gnome-user-guide libebook1.2-9 libopal-2.2 libedataserverui1.2-8
  totem-gstreamer libgnome-window-settings1 libmetacity0 libedata-book1.2-2
  evolution-data-server cdrdao libgnomevfs2-bin libedataserver1.2-9 zip
  python-gdbm gnome-core gnome-netstatus-applet dmz-cursor-theme
  python-4suite-xml libxklavier12 liboobs-1-4 libgucharmap6 gnome-applets
  libgda3-3 svgalibg1 libpt-1.10.10-plugins-v4l libgpgme11 python-gmenu
  libggzcore9 libgmyth0 gconf-editor gnome-system-tools libhtml-tree-perl
  gnome-panel libwww-perl gnuchess gstreamer0.10-gnomevfs deskbar-applet
  libnautilus-burn4 python-gnome2-desktop evolution-data-server-common
  gnome-applets-data libgnomeprint2.2-0 libhtml-tagset-perl desktop-file-utils
  libavahi-ui0 transmission-common gnome-session libgtkglext1
  gstreamer0.10-tools libgnomeprintui2.2-0 totem-mozilla libgdl-1-0
  libgtkhtml3.14-19 libgnomeprintui2.2-common file-roller serpentine
  libopenobex1 libspeexdsp1 transmission-gtk gnome-panel-data sound-juicer
  libgnomecups1.0-1 libpisync1 libgdl-1-common gnome-vfs-obexftp

und schlägt gleich noch vor

Verwenden Sie »apt-get autoremove«, um sie zu entfernen.

Wer sich auf den hilfreichen Hinweis verlässt, steht anschließend tatsächlich ohne Destktop da, denn u.a. ist in der obigen Liste auch das Paket „gnome-core“ zu finden, ohne das wieder Tipparbeit am Terminal angesagt ist.

Sicherlich kann man einfach darauf verzichten, apt-get autoremove auszuführen – sicherer ist aber ein

aptitude keep-all

das die aktuell installierten Pakete alle in die Rubrik „will ich behalten“ einsortiert.

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Betriebssysteme

Debian-basierte Systeme aktualisieren mit apt-cron

Ähnlich zu den automatischen Updates unter Windows gibt es auch unter Debian-basierten Systemen die Aktualisierungsverwaltung, die mittels Icon in der Taskleiste darauf aufmerksam macht, daß Updates für das System verfügbar sind.

Bei Rechnern, die aber hauptsächlich „in der Ecke“ stehen und ohne menschliche Interaktion auskommen sollen, hat dies den Nachteil, daß Updates nur sehr unregelmäßig durchgeführt werden, wenn sich mal wieder jemand aus anderen Gründen am System anmeldet.

Da die Aktualisierungsverwaltung im Westentlichen auch nichts anderes macht, als auf „apt-get“ zuzugreifen, könnte ein möglicher Lösungsansatz in einer Automatisierung dieses Vorganges mittels „cron“ bestehen – während dessen Realisierung man hoffentlich über das Paket „cron-apt“ stolpert, das exakt für diese Aufgabe geschaffen wurde.

Nach der Installation mittels

apt-get install cron-apt

stehen die entsprechenden Konfigurationsdateien im Verzeichnis „/etc/cron-apt“ zur Verfügung, wobei in einem ersten Schritt nur die Parameter der Datei „config“ an die eigenen Wünsche angepasst werden müssen.

Standardmäßig lädt cron-apt die Pakete nur vom Server herunter und verschickt – je nach Konfiguration – eine entsprechende Mail an den zuständigen Administrator. Soll cron-apt die Pakete auch gleich installieren, so ist die Datei „/etc/cron-apt/action.d/3-download“ durch Entfernen des Parameters „-d“ anzupassen.

Wer vor dem Produktiveinsatz gerne einen Testlauf unter menschlicher Aufsicht durchführen möchte, kann dies mittels „cron-apt -s“ tun.