Kategorie: Hardware

Denon PMA-50 und Linux

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Der Denon PMA-50 ist ein cooler kleiner Verstärker, der neben zahlreichen analogen und digitalen Eingängen auch eine USB-B-Buchse mitbringt, mit deren Hilfe er als USB-DAC agieren kann - eigentlich ideal für den Betrieb an einem Raspberry Pi.

Durch die USB-B-Verbindung mit einem PC oder Mac können audiophile Musikliebhaber die neuesten hochauflösenden Formate zur Wiedergabe von PCM- und DSD-Dateien nutzen. Dabei werden hochauflösende PCM-Tracks mit bis zu 24 Bit/192 kHz sowie 2,8-MHz- und 5,6-MHz-DSD-Tracks unterstützt. [Quelle]

Wie erwartet bezieht sich "PC" nur auf Windows und es gibt keinerlei Information, ob ein Betrieb unter Linux möglich ist. Also hilft nur Ausprobieren - im konkreten Fall mit einem Raspberry Pi und dem aktuellen Raspbian.

Direkt beim Einstecken erkennt der Kernel den Verstärker

Jun 25 10:32:31 raspberrypi kernel: [  880.636565] usb 1-1.3: new high-speed USB device number 4 using dwc_otg
Jun 25 10:32:32 raspberrypi kernel: [  880.768195] usb 1-1.3: New USB device found, idVendor=154e, idProduct=1003, bcdDevice= 1.00
Jun 25 10:32:32 raspberrypi kernel: [  880.768263] usb 1-1.3: New USB device strings: Mfr=1, Product=2, SerialNumber=0
Jun 25 10:32:32 raspberrypi kernel: [  880.768298] usb 1-1.3: Product: PMA-50
Jun 25 10:32:32 raspberrypi kernel: [  880.768322] usb 1-1.3: Manufacturer: D & M Holdings Inc.
Jun 25 10:32:32 raspberrypi kernel: [  880.807205] hid-generic 0003:154E:1003.0001: hiddev96,hidraw0: USB HID v1.10 Device [D & M Holdings Inc. PMA-50] on usb-20980000.usb-1.3/input2

und auch Pulseaudio ist zufrieden:

* index: 1
	name: 
	driver: 
	flags: HARDWARE HW_MUTE_CTRL HW_VOLUME_CTRL DECIBEL_VOLUME LATENCY 
	state: IDLE
	suspend cause: (none)
	priority: 9049
	volume: front-left: 30419 /  46% / -20.00 dB,   front-right: 30419 /  46% / -20.00 dB
	        balance 0.00
	base volume: 65536 / 100% / 0.00 dB
	volume steps: 65537
	muted: no
	current latency: 68.38 ms
	max request: 20 KiB
	max rewind: 20 KiB
	monitor source: 1
	sample spec: s32le 2ch 44100Hz
	channel map: front-left,front-right
	             Stereo
	used by: 0
	linked by: 2
	fixed latency: 59.95 ms
	card: 1 
	module: 20
	properties:
		alsa.resolution_bits = "32"
		device.api = "alsa"
		device.class = "sound"
		alsa.class = "generic"
		alsa.subclass = "generic-mix"
		alsa.name = "USB Audio"
		alsa.id = "USB Audio"
		alsa.subdevice = "0"
		alsa.subdevice_name = "subdevice #0"
		alsa.device = "0"
		alsa.card = "2"
		alsa.card_name = "PMA-50"
		alsa.long_card_name = "D & M Holdings Inc. PMA-50 at usb-20980000.usb-1.3, high speed"
		alsa.driver_name = "snd_usb_audio"
		device.bus_path = "platform-20980000.usb-usb-0:1.3:1.0"
		sysfs.path = "/devices/platform/soc/20980000.usb/usb1/1-1/1-1.3/1-1.3:1.0/sound/card2"
		udev.id = "usb-D___M_Holdings_Inc._PMA-50-00"
		device.bus = "usb"
		device.vendor.id = "154e"
		device.vendor.name = "D&M Holdings, Inc. (Denon/Marantz)"
		device.product.id = "1003"
		device.product.name = "PMA-50"
		device.serial = "D___M_Holdings_Inc._PMA-50"
		device.string = "front:2"
		device.buffering.buffer_size = "21152"
		device.buffering.fragment_size = "5288"
		device.access_mode = "mmap"
		device.profile.name = "analog-stereo"
		device.profile.description = "Analog Stereo"
		device.description = "PMA-50 Analog Stereo"
		module-udev-detect.discovered = "1"
		device.icon_name = "audio-card-usb"
	ports:
		analog-output: Analog Output (priority 9900, latency offset 0 usec, available: unknown)
			properties:
				
	active port: 

Funtkioniert!


Übersetzungsprobleme bei DELL

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Der DELL-Wissensdatenbankartikel "Anleitung zum Zurücksetzen des internen Dell Remote Access Controller (iDRAC) auf einem PowerEdge-Server" ist ein schönes Beispiel, warum ich von

Dieser Artikel wurde möglicherweise automatisch übersetzt.

im Normalfall so gar nichts halte und die Artikel lieber im Original lese.

Nicht nur, daß der Anfang des zweiten Satzes von

Um den iDRAC neu zu starten, drücken Sie die Taste für mindestens 30 Sekunden. Stopp durch Drücken der Taste, wenn die Kühlungslüfter mit voller Geschwindigkeit beginnen zu drehen und die vordere LCD-Anzeige (sofern angegeben) ausgeschaltet ist.

irreführend ist, auch wundert man sich als Leser der deutschen Übersetzung, warum die Lüfter bereits nach rund 15 Sekunden deutlich lauter werden. Die Lösung liefert ein Blick in die Originalversion:

In order to reset the iDRAC, without rebooting the operating system, press and hold the System Identification button for at 16 seconds. Stop pressing the button when the cooling fans start spinning at full speed and the front LCD (if present) is turning off.

Daß aus "Stop pressing the button" in der Übersetzung "Stopp durch Drücken der Taste" wird, kann bestimmt noch mit dem vielleicht für den Übersetzungsalgorithmus nicht optimalen Satzbau erklärt werden. Aber warum werden in der Übersetzung plötzlich aus 16 Sekunden 30 Sekunden?


Spülmaschine

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Wenn die Spülmaschine schon WiFi hat, darf sie auch mal kurz aus dem Gastnetz in die weite Welt blicken. Und was passiert als erstes?

Gleichzeitig meldet die zur Verbindungsherstellung notwendige App:

Für dein Hausgerät wird ein wichtiges Sicherheits-Update durchgeführt. Die Installation erfolgt automatisch. Bitte schalte das Haushaltsgerät währenddessen nicht aus.

Mehr informationen gibt es aber nicht. Handelt es sich um die Sicherheit von Leib und Leben, dem Geschirr oder "nur" der verbauten IT? Beruhigend, daß man den Online-Kram auch mit einem Tastendruck deaktivieren und weiterhin offline spülen lassen kann ...


Langlebigkeit von CD Video-Discs

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1987 eingeführt, waren CD Video-Discs technisch gesehen eine Kombination aus Compact Disc und Laserdisc.

Neben dem CD-Format (Durchmesser 12 cm) und einem LP-ähnlichen Format (Durchmesser 30cm) gibt es auch noch ein Zwischenformat mit einem Durchmesser von 20cm, in dem z.B. "The Videosingles" von DEEP PURPLE veröffentlicht wurde.

Wie ich gerade feststellen musste, ist es im die Langlebigkeit wohl nicht allzu gut bestellt. Mein Exemplar zeigt deutliche Zerfallserscheinungen:


Bang & Olufsen Beoplay E8: guter Klang mit nervigen Konstruktionsfehlern

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Bereits seit einiger Zeit sind die Bang & Olufsen Beoplay E8 der ersten Generation für deutlich unter einem Drittel des ursprünglich veranschlagten Preises erhältlich und somit durchaus eine Überlegung wert, zumal Magazine wie z.B. Techstage den Klang loben:

Neutral eingestellt bietet sich ein sehr klares und detailliertes Klangbild auf High-End-Niveau

So gut der Klang der auch ist, so unterirdisch präsentiert sich der Rest der Technik.

Lediglich der rechte Ohrhörer ist als Master ausgelegt, der linke Ohrhörer ist ein dämlicher Slave, was sich vor allem im Bezug auf die Laufzeit als extrem nervig erweist. Die FAQ erklärt:

... If the earbuds are left outside the charging case, the left earbud will remain switched on and eventually lose its battery charge completely, while the right earbud switches off after 15 minutes.

Während sich der rechte Ohrhörer ohne Aktivität automatisch nach 15 Minuten abschaltet, bleibt der linke Ohrhörer so lange aktiv, bis er entweder zurück ins Etui gelegt wird oder sein Akku leer ist. Leider ist das noch nicht alles, denn

If the charging case does not have any battery charge, it will drain the battery of the left earbud.

falls der Akku des Etuis entladen ist, besteht keine Chance mehr, den linken Ohrhörer überhaupt abzuschalten. Im Gegenteil: beim Einsetzen des linken Ohrhörers wird diesem zusätzlich Energie vom Etui entzogen.

Wer bitte entwirft sowas?
Welche Qualitätskontrolle winkt sowas durch?

Im Vergleich hierzu fällt die große und träge Einstellungs-App mit Registrierungszwang und die instabile Funkverbindung, bei der ein einfacher Seitenblick beim Überqueren einer Straße schon zur Unterbrechung des Streamings ausreicht, fast nicht mehr ins Gewicht.