Kategorie: Technik

Festplatten-Cloning selbstgemacht

· · 0 Kommentare

Nachdem ich lange Zeit mit einer c't-Heft-CD-Version von Acronis TrueImage gearbeitet hatte, endeten nach Austausch der PATA durch eine SATA-Platte alle Rücksicherungen mit einem Synchonisierungsfehler. Dieser schien zwar die Funktionsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen, es blieb aber ein ungutes Gefühl.

Eine Suche nach Alternativen brachte vor allem die Erkenntnis, daß der Markt relativ klein ist und eine Investition von rund 50 Euro das Minimum darstellt.

Wenn ich aber schon Geld ausgebe, dann soll auch gleich eine schon lange gewünschte Vorgehensweise umgesetzt werden: die Images werden nicht auf dem lokalen Rechner abgelegt sondern direkt über Netzwerk auf das in der Ecke stehende NAS FNS-1000 kopiert - eine Anforderung, die meist weg von der "günstigen" Home- zur teureren Professional-Variante und somit zu einer Ausgabe führt, die für die 1-2 Rücksicherungen / Jahr eindeutig zu hoch ist.

Eine weitere Recherche nach kostenlosen Alternativen blieb weitestgehend erfolglos - die meisten Programme wie z.B. partimage bieten NTFS-Support nur auf experimenteller Basis - womit wir wieder beim unguten Gefühl wären.

So wurde die Idee geboren, unter Verwendung bereits vorhandener Mittel die Sicherung selbst durchzuführen. Als Basis für das Sicherungssystem sollte die sowieso noch neben dem PC liegende Ubuntu-Live-CD her halten, als Werkzeug bietet sich - wie so oft unter Linux - dd an.

Daß dd das auf der Partition vorhandene Dateisystem vollkommen schnuppe ist, hat gleichzeitig Vor- aber auch Nachteile. Der klare Vorteil ist, daß es auf jeden Fall funktioniert - egal, welche Neuerungen Microsoft z.B. mit Vista einführt. Der Nachteil liegt allerdings auch auf der Hand - es werden alle Sektoren der Partition kopiert, unabhängig davon, ob tatsächlich Nutzdaten drin liegen oder nicht - ein Umstand, der das Image unnötig aufbläht und den Vorgang länger dauern lässt, als unbedingt nötig.

Eine kurze Suche förderte dann allerdings die ntfsprogs zu Tage - Teil einer Suite, die glücklicherweise als "stable" deklariert ist und bei Ubuntu direkt zum Lieferumfang gehört.

Also denn: die Ubuntu CD eingelegt und gebootet und unter "Applications / Accessories" ein Terminal geöffnet.

Die normale Arbeitsweise unter Ubuntu ist, sich als normaler Benutzer anzumelden und eventuell anfallende adminstrative Aufgaben mittels sudo als root zu erledigen - für die tägliche Arbeit extrem sinnvoll, für den hier geplanten Zweck allerdings eher lästig. Also erstmal das root-Account "reaktiveren" und als root anmelden:

ubuntu@ubuntu:~$ sudo passwd root
Enter new UNIX password:
Retype new UNIX password:
passwd: password updated successfully
ubuntu@ubuntu:~$ su
Password:

Als nächstes wird ein Verzeichnis erstellt, über das die Freigabe des NAS gemountet wird. Standardmäßig hat Ubuntu allerdings das smbfs nicht mit an Bord, so daß hier zuerst nachinstalliert werden muß:

root@ubuntu:/home/ubuntu# apt-get install smbfs
Reading package lists... Done
Building dependency tree
Reading state information... Done
The following NEW packages will be installed:
  smbfs
0 upgraded, 1 newly installed, 0 to remove and 0 not upgraded.
Need to get 426kB of archives.
After unpacking 995kB of additional disk space will be used.
Get:1 http://archive.ubuntu.com feisty/main smbfs 3.0.24-2ubuntu1 [426kB]
Fetched 426kB in 3s (113kB/s)
Selecting previously deselected package smbfs.
(Reading database ... 91545 files and directories currently installed.)
Unpacking smbfs (from .../smbfs_3.0.24-2ubuntu1_i386.deb) ...
Setting up smbfs (3.0.24-2ubuntu1) ...
root@ubuntu:/home/ubuntu# cd /mnt
root@ubuntu:/mnt# mkdir bkp
root@ubuntu:/mnt# mount -t smbfs \
  -o username=myuser,password=mypassword //server/disk /mnt/bkp

Nachdem ein Vorsichtiger Blick nach /mnt/bkp gezeigt hat, daß der mount geklappt hat und das Verzeichnis verfügbar ist, kann das eigentliche Backup beginnen.

root@ubuntu:/mnt# ntfsclone -s -o - /dev/sda1 | \
  split -b 2000m -d - /mnt/bkp/backup.img.
ntfsclone v1.13.1 (libntfs 9:0:0)
NTFS volume version: 3.1
Cluster size       : 4096 bytes
Current volume size: 41677459456 bytes (41678 MB)
Current device size: 41677461504 bytes (41678 MB)
Scanning volume ...
100.00 percent completed
Accounting clusters ...
Space in use       : 9185 MB (22.0%)
Saving NTFS to image ...
100.00 percent completed
Syncing ...
root@ubuntu:/mnt#

ntfsclone liest die belegten Sektoren von der ersten Partition der Festplatte und reicht sie direkt an split weiter, das sie in handliche Päckchen von 2000 Megabyte (sind das jetzt eigentlich 2 Gigabyte oder hätte ich hier 2048m angeben müssen?) aufteilt und schlußendlich ins Backupverzeichnis schreibt.


Extended Partitions unter Vista

· · 0 Kommentare

Schon zu seligen DOS-Zeiten war meine Platte gevierteilt: 1x System, 1x Temp, 1x Daten und 1x Games. Das System war hierbei in einer primären Partition untergebracht, die restlichen als logische Laufwerke in einer erweiterten Partition angelegt.

Nachdem die Datenträgerverwaltung von Vista glücklicherweise noch immer mittels Rechtsklick auf 'Computer' und 'Verwalten' zu finden ist, geht's ans Einrichten: die ersten 3 Partitionen kann man - wie auch immer man klickt - nur als primäre Partitionen anlegen, die 4. wird dafür automatisch als logisches Laufwerk in eine erweiterte Partition gepackt. Vista macht das so und damit basta - auch wenn die Hilfe, die ins Microsoft Technet (zur Server 2003 Doku) linkt, was von Auswahl des anzulegenden Typs schreibt.

Eine kurze Suche im Netz bringt das ernüchternde Ergebnis, das dieses Verhalten wohl gewollt ist - und den ersten Kontakt mit dem Werkzeug diskpart.

Microsoft DiskPart Version, 6.0.6000
Copyright (C) 1999-2007 Microsoft Corporation.
Auf Computer: SYDNEY

DISKPART> select disk 0

Datenträger 0 ist jetzt der gewählte Datenträger.

DISKPART> create partition extended

Die angegebene Partition wurde erfolgreich erstellt.

DISKPART> exit

Na bitte - nach dem Öffnen der Datenträgerverwaltung strahlt eine erweiterte Partition in leuchtendem Grün, in der nun mittels Rechtsklick logischen Laufwerke erstellt werden können.


Diskettenlaufwerk unter falschem Buchstaben

· · 0 Kommentare

Nicht nur die Festplattenverwaltung von Vista führt zum Nachdenken, auch die Tatsache, daß das Diskettenlaufwerk, das schon seit Urzeiten (zur Erinnerung: Mensch und Gewohnheitstier) als Laufwerk "A:" im System vorhanden war, unter Vista plötzlich "B:" heißt.

Ein ernster Blick über die Computerverwaltung bringt leider keine sinnvollen Erkenntnisse - und somit bleibt nur die Suche nach alternativen Heilmethoden:

In der Registry gibt es den Schlüssel "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices" - ein Hinweis darauf, daß unter Unix mittels "mount" eine Lösungsversuch möglich wäre - und siehe da, auch unter Windows gibt es was ähnliches, nur heißt es hier "mountvol.exe".

C:\Windows\system32>mountvol b: /l
    \\?\Volume{ca86470a-be5e-11db-844e-806e6f6e6963}\

C:\Windows\system32>mountvol b: /d

C:\Windows\system32>mountvol a: \\?\Volume{ca86470a-be5e-11db-844e-806e6f6e6963}\

Anschließend ist das Diskettenlaufwerk wieder als "A:" zu finden, ein Zustand, der erfreulicherweise auch die bisherigen Reboots überlebt hat.


eTrust Antivirus-Reste entsorgen

· · 0 Kommentare

Nachdem eTrust-Antivirus von Computer Associates im letzten c't-Test so richtig mies abgeschnitten hat, fiel meinerseits die Entscheidung, eTrust (in meinem Fall die 7.0 - gab's mal mit der PC Professionell) von der Platte zu verbannen und ein paar Euro in ein hoffentlich zuverlässigeres Konkurrenzprodukt zu investieren.

Unter "Start / Systemsteuerung / Software", eTrust deinstalliert und anschließend den Rechner wie gewünscht neu gestartet. Ein routinemäßiger Blick ins "Programme"-Verzeichnis brachte allerdings ein Verzeichnis namens "C:\Programme\CA\SharedComponents\CA_LIC" zum Vorschein, in dem immer noch jede Menge Dateien schlummerten.

Ein mutiger Löschversuch mittels Rechtsklick und "Löschen" scheiterte daran, daß sich eine Datei namens "lic98.dll" noch im Zugriff befand und somit leider auch nicht gelöscht werden konnte.

Weiterlesen


Deep Purple - Live In Japan: Selbstzerstörung inklusive?!?

· · 0 Kommentare

Wie lange halten CDs?

Auf die Frage gibt es wohl (noch) keine Abschließende Antwort - klar ist allerdings: nicht für immer und ewig. Vor rund zwei Jahren fiel mir auf, daß die CDs2 und 3 meiner DEEP PURPLE "Live In Japan" ihre Oberfläche veränderten, während CD1 weiterhin aussah wie immer. Die CDs schienen blind zu werden und sahen irgendwie "ölig" aus.

Ein erneuter Blick vor ein paar Tagen brachte die Erkenntnis, daß sich die Oberfläche erneut verändert hatte: der ölige Schleier war verschwunden, stattdessen gab's Eiskristalloptik.

Ein Posting im Forum des deutschen DEEP PURPLE Fanclubs "The Aviator" tat ein übriges und so schickte ich die CDs zur EMI nach Köln.

Abgeschickt von Truppi am 04 Juli, 2001 um 00:25:42

In den letzten zwei Monaten haben mich zwei Leute darauf angesprochen, dass sich die Schutzschicht der 3CD von Deep Purple Live In Japan ( EMI 827726-2 )auflößt und die CDs somit reif für den Mülleimer sind. Meine CD fängt jetzt auch an sich zu verabschieden. Insbesondere sind immer die CD2 und CD3 davon betroffen. Ich könnte wetten, dass sich im Regal der Aviatoren noch mehr defekte Live In Japan -CDs befinden, denn wer kontrolliert schon täglich seine CDs ? Sollte das der Fall sein, sollte man vielleicht mal über eine Sammelklage an die Firma EMI nachdenken, denn mein Geld aus dem Fenster werfen kann ich auch so. Versprechen, dass CDs ewig halten und dann nur Einweg-CDs herstellen.

Wem geht´s genauso ? Die Schutzschicht der CDs zieht sich von außen nach innen zusammen, guckt mal nach wie es Eurer CD geht.

Ach ja, was macht Eure "Schüttorf And Other Stories" von Glenn Hughes ?

Sonderlich überrascht schien man in Köln jedenfalls nicht unbedingt zu sein, denn das fehlerhafte Disc-Set wurde seitens der EMI gegen ein fehlerfreies ausgetauscht.