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Programmierung

LDAP-Suche schlägt bei Namen mit Umlauten fehl

Solange ein Benuztername keinen Umlaut besitzt, kann man den Datensatz Daten mit dem Perl-Modul Net::LDAP recht einfach aus dem Active Directory auslesen:

use Net::LDAP;
$loginUser = Win32::LoginName();

$ldap = Net::LDAP->new($ldapServer) or die "$0";
$ldap->bind($ldapUser, $ldapPass});
$ldap_base = 'OU=Users';
$ldap_results = $ldap->search(base => $ldapBase, filter => "sAMAccountName=$loginUser");

if ($ldap_results->count) {
    # was ganz tolles mit dem Datensatz anstellen
}

Sofern aber ein Umlaut in dem Login-Namen steckt, so schlägt die Suche nach „benjamin.tröt“ fehl, obwohl ein entsprechender sAMAccountName im Active Directory vorhanden ist.

Eine einfache Lösung bietet der Beitrag „Windows logon behavior if your user name contains characters that have accents or other diacritical marks„, welcher – auf das Login bezogen – folgende Ausweichmöglichkeit skizziert:

If your user name in the Active Directory directory service contains one or more characters that have accents or other diacritical marks, you may find that you do not have to use the diacritical mark as you type your user name to log on to Windows. You can log on by using the simple form of the character or characters. For example, if your user name in Active Directory is jésush, you can type jesush in the User name box in the Log On to Windows dialog box to log on to Windows.

Interessanterweise funktioniert dies auch bei LDAP-Anfragen im Active Directory, so daß eine Suche nach dem sAMAccountName „benjamin.trot“ zum gewünschten Datensatz führt.

Stellt sich die Frage, was passiert, wenn tatsächlich ein Benjamin Trot neben seinem Kollegen Tröt Platz nimmt …

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Programmierung

Firefox ignoriert charset=UTF-8

Ein Perl-Skript stellt sein UI als Website mit Hilfe des Moduls HTTP::Server::Simple zur Verfügung. Eigentlich sollte ein

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8" />

im Header-Bereich ausreichen, um anzuzeigen, daß die Daten in UTF-8 kodiert sind. Firefox weigerte sich hartnäckig und benutze immer den Default „windows-1252“ zur Darstellung, was alle Umlaute bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte.

Erst durch Mitsenden der Zeichenkodierung im Header

print $cgi->header(
	-nph => 1,
	-status => '200 OK',
	-type => 'text/html',
	-charset => 'UTF-8'
);

ließ sich Firefox überreden, die Seite auch tatsächlich als UTF-8 darzustellen.

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Programmierung

Sass ohne Ruby

War Ruby Sass bis Anfang 2019 noch das Mittel der Wahl, wenn es um die Syntactically Awesome StyleSheets ging, gilt seit einigen Monaten:

Ruby Sass was the original implementation of Sass, but it reached its end of life as of 26 March 2019. It’s no longer supported, and Ruby Sass users should migrate to another implementation.

Die offizielle Referenz-Implementierung ist seither als Dart Sass erhältlich, sofern es aber lediglich um die Wandlung von scss-Files in css-Stylesheets geht, scheint LibSass in Kombination mit SassC ebenfalls eine gute Alternative.

SassC ist in den offiziellen Debian-Paketquellen enthalten, so daß ein einfaches

$ sudo apt install sassc

reicht, um die beiden Pakete „libsass1“ sowei  „sassc“ herunterzuladen und zu installieren.

Was SassC in der Grundausstattung fehlt, ist die „–watch“-Option von Ruby Sass, diese kann allerdings mit einer einfachen „while“-Schleife und den „inotify-tools“ auf der Kommandozeile oder in einem Shell-Skript nachgebildet werden:

$ while inotifywait -e close_write style.scss; do sassc --style compact style.scss style.css ; done

Das in den „inotify-tools“ enthaltene „inotifywait“

efficiently waits for changes to files using Linux’s inotify interface. It is suitable for waiting for changes to files from shell scripts.

wartet mit dem Parameter „-e close_write“, bis die überwachte Datei „style.scss“ nach dem Öffnen im Schreibmodus wieder geschlossen wurde und übergibt in der „while“-Schleife dann an „sassc“, welches die soeben geänderte Datei verarbeitet.

 

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Programmierung

Experimental keys on scalar is now forbidden

Nach einem Wechsel der Interpreter- oder Compilerversion stolpert die neue Version ab und an über Dinge, die bisher problemlos verarbeitet wurden. Im aktuellen Fall mag Perl 5.28 eine Zeile nicht mehr, die von Perl 5.14 noch problemlos verarbeitet wurde:

Die fragliche Zeile

foreach $type ( keys $phonebook{ $entry } ) {

wird nur noch mit einem

Experimental keys on scalar is now forbidden at scriptname.pl line 123.
Type of arg 1 to keys must be hash or array (not hash element) at scriptname.pl line 123, near "} ) "
Execution of fritzphone.pl aborted due to compilation errors.

und das, obwohl es sich bei „%phonebook“ um einen Hash handelt. Die Lösung des Problems ist glücklicherweise recht einfach und schnell erledigt

foreach $type ( keys %{ $phonebook{ $entry } } ) {

in dem der von „keys“ auszuwertende Eintrag mit „%{ … }“ als Hash gekennzeichnet wird

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Programmierung

phpMyAdmin Fehler „Parameter must be an array or an object that implements Countable“

Nachdem das Update des Entwicklungsrechners von Debian 9 (Stretch) auf Debian 10 (Buster) reibungslos durchgelaufen ist, hakt es bei phpMyAdmin sobald eine Tabelle angeklickt wird:

Warning in ./libraries/sql.lib.php#613
count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable

Eine einfache Lösung findet sich bei Stack Overflow: in der Datei „/usr/share/phpmyadmin/libraries/sql.lib.php“ eine der schließenden Klammern von Zeile 614 in Zeile 613 vor das „== 1“ versetzen, so daß die Zeilen 613 und 614 wie folgt aussehen:

|| (count($analyzed_sql_results['select_expr']) == 1)
&& ($analyzed_sql_results['select_expr'][0] == '*'))

Nach einem Neustart des Webservers ist der Fehler verschwunden.