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Brief an die Telekom Deutschland GmbH

Wir haben hier seit Wochen (eigentlich Monaten) eine zeitabhängige Störung unseres DSL-Anschlusses und leider keine Lösung in Sicht.

Der Anschluss ist ein 16.000’er „Call & Surf Comfort“ der Telekom Deutschland GmbH, der theoretisch auch wie gewünscht arbeitet. Praktisch werden die zu erwartenden Geschwindigkeiten ebenfalls erreicht, aber leider nur dann, wenn nicht gerade Feierabendzeit oder Wochenende ist. Zu diesen Zeiten bewegen wir uns mit Geschwindigkeiten durch’s Netz, die auch mit einem Analogmodem problemlos zu erreichen wären.

speedtest

Eine erste Störungsmeldung im Mai wurde ohne Rücksprache mit uns als erledigt geschlossen – ähnliches passierte mit einer weiteren Störungsmeldung Anfang September.

Erst im Rahmen einer dritten Störungsmeldung Mitte September war es möglich, einen Technikerbesuch zu vereinbaren. Bei diesen haben wir nicht nur erfahren, daß eine Überlastung am DSLAM vorliegt, auch konnte der Techniker feststellen, daß beim Senden von Pings offensichtlich Pakete verlorgen gehen.

Da sich einen Monat später noch immer nichts getan hat, ging diese Woche mal wieder ein Brief an die Telekom Deutschland GmbH raus:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bereits mehrmals habe ich in den letzten Monaten schriftlich die besonders in den Abendstunden und am Wochenende kaum vorhandene Geschwindigkeit unsers DSL 16.000-Anschlusses bemängelt.

Soweit mir bekannt ist eine Störung an dem für uns zuständigen DSLAM bereits seit März 2013 in den Systemen der Telekom vermerkt, eine Behebung der Störung wurde bereits zweimal verschoben. Im Wesentlichen scheint die Störung eine Beeinträchtigung der DSL-Geschwindigkeit zu verursachen, die sich aber wohl bei den meisten Angeschlossenen nicht so gravierend wie bei uns auswirkt.

Meine letzten beiden Meldungen wurden mit den Ticket-IDs ######### sowie ######### in ihrem System erfasst und geschlossen, ohne dass der Fehler behoben wurde.

Im Rahmen der Ticket-ID ######### war Herr X von der Field Service Südwest hier bei uns vor Ort und konnte mit Hilfe seiner Messungen bestätigen, dass an unserem Anschluss IP-Pakete verloren gehen. Dies ist ebenfalls in den Systemen der Telekom vermerkt.

Ich weise nochmals darauf hin, das unsere Geschwindigkeit nicht nur minimal beeinträchtigt ist, besonders in den Abendstunden liegt der Downstream regelmäßig bei Werten unter 1 MBit/s, d.h. unter 128 kB/s (gemessen mit speedtest.t-online.de). Der Wert liegt somit auch unterhalb unseres Upstreams, der fast konstant bei 1 MBit/s verbleibt.

Eine Tabelle, welche Messwerte zu verschiedenen Tageszeiten anzeigt, ist beigefügt. Auch kann aus der Tabelle entnommen werden, dass unser Anschluss zu Zeiten, in denen die meisten Arbeitnehmer nicht zu Hause sind, einwandfrei funktioniert. Der Downstream am 19. September um 8:18 Uhr betrug z.B. 13,47 MBit/s.

Wir bitten weiterhin um Behebung der Störung oder zumindest um eine Gutschrift eines Teils der monatlich anfallenden Gebühren da wir seit fast einem halben Jahr für einen Anschluss bezahlen, den wir nur eingeschränkt nutzen können.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Thul

Einen DSL-Anschluß zu bezahlen den man als normaler Berufstätiger leider zur Feierabendzeit nicht benutzen kann ist ärgerlich, die Ausscht, daß dies auf unbestimmte Zeit auch weiterhin so bleiben wird, mehr als frustig.

2 Antworten auf „Brief an die Telekom Deutschland GmbH“

Nichts.

Geholfen hat letztendlich der Tip, den Anschluss von Annex-B zu Annex-J zu wechseln. Seither werden wir anders geroutet und die Werte sind auch Abends wieder normal.

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