Fanatiker im Supermarkt

Der Frühling scheint nicht nur alle Turteltäubchen wieder vor die Haustür zu locken, auch die über Winter schlafenden Missionare sind zur Zeit wieder gehäuft unterwegs.

Am Samstag Vormittag sind hier zwei Amerikanerinnen aufgeschlagen, die mich mit einem Flyer davon überzeugen wollten, doch zukünftig mit Ihnen zusammen Jesus zu worship-pen. Sie haben aber freundlich zur Kenntnis genommen, daß ich daran kein Interesse habe und sind zur nächsten Haustür.

Heute Mittag wurde unser Junior im Eingangsbereich des lokalen Supermarkts von einer Frau „Typ Omi“ angesprochen, ob sie ihn kurz was fragen dürfte. Der Fragenkatalog ging mit „Habt ihr Religionsunterricht?“ los und über „Wer macht das denn?“ bis zu „Ist das denn ein Lehrer oder ein Priester?“, bevor ich mich dann als Erziehungsberechtigter eingeklinkt habe.

Als Antwort auf die Frage nach dem „Warum?“ folgte als erstes die wenig erhellende Antwort „Weil ich das wissen muß!“ um auf eine weitere Frage nach dem Grund anzufangen zu referieren, daß ja zukünftig standesamtliche und kirchliche Hochzeiten zusammengelegt werden sollen und wer nicht katholisch ist und keinen Glauben hat …

… an dem Punkt habe ich das Zuhören abgebrochen.

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