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Avantasia – The Scarecrow

Das AVANTASIA-Projekt von EDGUY-Frontman Tobias Sammet konnte mich mit den beiden „Metal Opera Pt. I und II“ nicht so recht überzeugen. Handwerklich über jeden Zweifel erhaben war es letztendlich das letzte Töpfchen Schmalz, das für meinen Geschmack eindeutig zu viel war.

Aufmerksam auf den nun vorliegenden dritten Output des Projekts wurde ich erst, als mir beim Überblättern eines der zahlreichen Interviews rund um den Releasetermin der Name Alice Cooper förmlich ins Auge sprang. Alice Cooper und Schmalz? Passt irgendwie nicht, also: CD organisieren und reinhören.

Gesagt, getan und „The Scarecrow“ hat sich seitem auch zu einem Dauerbrenner in meinem Player entwickelt. Das Album grenzt sich sowohl von den beiden bisherigen AVANTASIA-Alben als auch von den EDGUY-Scheiben deutlich ab und bietet eine gelungene Mixtur aus coolen Rockern und Metal-Songs, die mit jeder Menge Gaststars angereichert wurden – so sind neben der Stammtruppe Tobias Sammet, Sascha Paeth und Eric Singer u.a. Roy Khan, Jorn Lande, Michael Kiske, Bob Catley, Henjo Richter, Kai Hansen, Amanda Somerville, Oliver Hartmann, Rudolf Schenker und eben auch Alice Cooper zu hören.

Letzterer liefert mit „The Toy Master“ auch gleich einen der Glanzpunkte des Albums ab, ist dieser dem Meister doch förmlich auf den Leib geschneidert und könnte so auch problemlos auf einer Cooper-Scheibe stehen. Die Melodieführung der von Amanda Sommerville intonierten Ballade „What Kind Of Love“ hingegen klingt zu beliebig und austauschbar und entpuppt sich als eindeutiger Schwachpunkt des Albums.

„The Scarecrow“ gibt es auch als limitierte Auflage im Doppelpack mit einer Video-DVD, die als kostengünstige Dreingabe sicherlich ganz nett, von „Value for money“ aber ein ganzes Stück weit entfernt ist.

PS: Im Vorfeld zum Release von „The Scarecrow“ wurden zwei CD-Singles namens „Lost in Space“ veröffentlicht, die neben besagtem Song jede Menge Non-Album-Tracks inklusive ein paar cooler Coverversionen enthalten.

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