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Blackmore's Night – Shadow Of The Moon

Was können ein paar Frauen nur aus einem gestandenen Mann machen? Kaum hat Ritchie Blackmore die Rainbow-Background-Vocalistin nicht nur mit auf die Bühne sondern auch in andere Bereiche seines Lebens gelassen – und ihre Mutter zu seiner Managerin ernannt – erscheint ein Album das man wohl getrost als ungewöhnlichstes in der Geschichte des Ritchard Harold Blackmore bezeichnen kann.

Fette Riffs sucht man vergeblich und um die spärlichen Einsätze der E- Gitarre zu finden, braucht man wahrlich eine Lupe (oder Axel Rudi Pell, der irgendwo stolz verkündetet, daß ganze 3 Soli auf „Shadow Of The Moon“ zu finden seien) und dann ist das Ding auch noch voll mit Frauengesang.

Aber keine Angst – The Man in Black ist nicht etwa senil geworden oder hat sein letztes Restchen Verstand verloren – er hat sich auf „Shadow Of The Moon“ nur einen langehegten Traum verwirklicht und ein feines Renaissancealbum eingespielt. So spielt er denn auch mehr auf einer Akkustikklampfe oder zupft die Mandoline, die Verlobte singt mit einer überraschend angenehmen Stimme und mit Ian Anderson konnte man auch noch einen prominenten
Gastbläser gewinnen.

Aber für ein paar kleine Schmunzler ist trotzdem gesorgt: die Coverzeichnung und Photos sind einfach zu ulkig und die Tatsache, warum man unbedingt „Wish You Were Here“ der inzwischen glücklicherweise in der Versenkung verschwundenen Techno-Hüpfer REDNEX covern mußte, wird wohl für immer das Geheimnis der beiden bleiben.

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