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Deep Purple – Purpendicular

Wow! Um was für einen kreativen Bremsklotz es sich bei Ritchie Blackmore wirklich gehandelt hat, wurde erst durch „Purpendicular“ richtig deutlich. Zwar ist „Purpendicular“ nicht der Sturm des Jahrhunderts geworden, es weht aber wieder eine herrlich frischen Brise.

Und diese Brise, die übrigens auf Steve Morse getauft wurde, scheint es fast mühelos geschafft zu haben, die letzten Schwaden des Blackmore’schen Sumpfnebels zu vertreiben.

Wovon ich hier rede? Von etwas, daß für die meisten im Rock-Biz wohl undenkbar war – Deep Purple ohne Ritchie Blackmore – immer noch Deep Purple, aber entstaubt und mit einer Frische, Unbekümmertheit und Spontaneität zu Werke gehend, die ich mir von mancher Demoband hier in dieser Ausgabe nur gewünscht hätte. Jon Lord drückt die Tasten, als sei der Leibhaftige hinter ihm her, Ian Gillan schreit sich die Seele aus dem Leib und auch Roger Glover und Ian Paice scheinen um Jahrzehnte verjüngt – verglichen mit den letzten Releases.

Wie hat Roger Glover in einem Interview gesagt? „Für mich ist „Purpendicular“ nur der Start“ – sollte er Recht behalten – und daran besteht spätestens seit den beiden Touren letztes Jahr kein Zweifel mehr – ist von dieser Band noch viel zu erwarten. Tausende glücklicher Gesichter können nicht irren.

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