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Dio – Master Of The Moon

Daß sich das Besetzungskarussell im Hause DIO dreht ist fast schon so normal wie daß es im Winter früher mal regelmäßig geschneit hat. Und so hat sich auch zum aktuellen Album mal wieder einiges im Vergleich zum Vorgänger getan – Saitenhexer Doug Aldrich verdient sein Geld lieber als „Hired Gun“ bei WHITESNAKE und Jimmy Bain ist in Richtung „Selbstverwirklichung“ abgereist.

Also musste sich DIO um Ersatz bemühen und hat als Bassist den ehemaligen WHITESNAKE-Musiker (hatten wir die Band nicht gerade?) Rudy Sarzo eingestellt. Der neue Mann an den sechs Saiten ist hingegen schon seit der Sommertour 2003 dabei und auch erst das dritte Mal Mitglied der Band: Craig Goldie.

Soweit also zur personellen Vorgeschichte, um so spannender war die Frage, wie denn das neue Album klingen würde – vor allem nachdem „Killing The Dragon“ ja doch sehr deutlich am schwachen Songwriting krankte.

Hier scheint die Rückkehr von Craig Goldie die Richtige Medizin zum richtigen Zeitpunkt gewesen zu sein – „Master Of The Moon“ birgt beeindruckende Songs, wie sie in den letzten Jahren wohl nur auf „Magica“ zu finden waren. Die Platte ist allerdings im Vergleich deutlich düsterer ausgefallen und erinnert vom Gesamtsound wohl am meisten an BLACK SABBATHs „Dehumanizer“, ist jedoch noch schleppender und Riff-orientierter. Schon der Opener „One More For The Road“ zeigt deutlich, wo’s hingeht und bringt genau die klassische DIO-Atmosphäre, die Songs wie „The Last In Line“ oder „Stand Up And Shout“ zu unvergessenen Klassikern machte.

Mein persönliches Highlight ist allerdings der Titeltrack „Master Of The Moon“, in dem Craig Goldies Gitarrenspiel, der brachiale Sound und die glasklare Produktion so richtig gut zur Geltung kommen.

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