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Epica – The Divine Conspiracy

Aller guten Dinge sind drei – und so veröffentlichen EPICA mit dem regulären dritten Studioalbum auch nicht nur ihr bis dato ambitioniertestes, sondern auch ihr – soviel sei vorweggenommen – bestes Werk.

Im Line-Up der Band hat es schon zum Ende der letztjährigen USA/Kanada-Tour eine Änderung gegeben: Schlagwerker Jeroen Simons hat die Band im Oktober 2006 verlassen und wurde – zumindest auf Konserve – durch Ariën van Weesenbeek (GOD DETHRONED) ersetzt. Da immer noch kein fester Ersatz gefunden ist, hilft zur Zeit Koen Herfst (BAGGA BOWNZ) aus, der seinerzeit schon bei AFTER FOREVER als Aushilfe tätig war.

Hatten EPICA in der Vergangenheit ab und an damit zu kämpfen, als NIGHTWISH-Clone abgestempelt zu werden oder sogar in einem Topf mit EVANESCENCE zu landen, dürfte sich dies mit „The Divine Conspiracy“ endgültig erledigt haben.

„The Divine Conspiracy“ ist die logische Fortsetzung des Weges, den die Band auf „Phantom Agony“ begonnen und mit „Consign To Oblivion“ fortgesetzt hat und kommt bei den ersten Durchläufen alles andere als leicht verdaulich daher.

Nicht nur, daß EPICA die Packung Weichspüler im Supermarktregal gelassen und stattdessen lieber einen Härtegrad zugelegt haben, das Album besticht insgesamt durch seine komplexen Arrangements und die alles andere als spärlichen Orchester- und Choreinsätze. Über all dem dominiert die inzwischen deutlich facettenreichere Stimme von Frontfrau Simone Simons, im Hintergrund an vielen Stellen durch „böse“ Grunts & Screams von Mark Jansen (bei „Death Of A Dream“ auch von Sander Gommans) akzentuiert.

Als Beispiel (und gleichzeitig Anspieltip) sei „Chasing the Dragon“ genannt, das als wunderschöne Ballade beginnt und sich atmosphärisch immer mehr bis zum Höhepunkt verdichtet; wer’s etwas ruhiger angehen lassen will, dem sei die Singleauskopplung „Never Enough“ oder das wunderschöne „Sancta Terra“ ans Herz gelegt.

Symphonic-Metal in seiner besten Form!

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