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Iron Maiden – Death On The Road

Livealben sind in den letzten Jahren groß in Mode! Während es vor Urzeiten pro Band ein Livealbum je Dekade gab, erscheint heute in der Regel nach jeder Tour auch gleich der passende Mitschnitt – nach Möglichkeit auch gleich als CD und DVD im Doppelpack. IRON MAIDEN legen noch eins drauf und veröffentlichen „Death on the Road“ für die ganz hartgesottenen Fans auch als Doppel-LP, die „The Trooper“-Maxi gibt’s natürlich auch noch nebenbei.

Während der „Brave New World“-Reunionstour auf „Rock in Rio“ mehr oder minder gebührend gehuldigt wurde, bietet „Death on the Road“ (wie man sich fast schon denken kann) einen Mitschnitt der „Dance Of Death“-Tour, aufgenommen im November 2003 in der Dortmunder Westfalenhalle.

Neben einem stimmgewaltigen Publikum und einen glänzend aufgelegten Bruce Dickinson überrascht vor allem die Tatsache, dass viele der Songs, die auf „Death on the Road“ noch nicht so recht zünden wollten, dies auf Live-Konserve durchaus tun: egal, ob „Wildest Dreams“, „Rainmaker“ oder „No More Lies“, die Liveversionen bringen genau das „plus X“, das auf der Studioscheibe noch schmerzlich vermisst wurde. Bedingt durch die Tatsache, dass mit sechs Songs immerhin mehr als die Hälfte des aktuellen Albums gespielt wurde, bleibt für die meisten anderen Alben nicht mehr allzu viel Setlist übrig: „Brave New World“ vom gleichnamigen Reunionsalbum und „Lord Of The Flies“ sind die einzigen neueren Songs, während der Rest eher unter dem Schlagwort „Vor-Blaze-Standards“ einzuordnen ist. Auch „Can I Play With Madness“ wurde wieder in die Setlist mit aufgenommen, diesmal allerdings mit einem deutlich besser klingenden Anfangschorus als noch auf „A Real Live One“ – trotzdem schade, hat die „Seventh Son Of A Seventh Son“ doch mit „Infinite Dreams“ oder „The Prophecy“ deutlich stärkere Nummern am Start.

Auf der Minus-Seite gibt’s zwei Punkte zu verbuchen: für das Cover musste schon wieder ein Computer-Eddie herhalten, der leider den Riggs-Zeichnungen trotz guter Idee nicht ansatzweise das Wasser reichen kann.

Die CD sowie das zugehörige Cover zieren mal wieder ein „Copy Controlled“-Aufdruck – schade, dass man bei der EMI anscheinend immer noch der Ansicht ist, die zahlende Kundschaft bestrafen zu müssen!

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