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Phantom Blue – Built To Perform

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie scheint mir der Begriff „All-Girl-Band“ doch recht vorbelastet zu sein, bekommt man doch meist unter diesem Namen ein paar höchstgradig gestylte Blondies vorgesetzt, vorne mit viel Plastik im tiefen Ausschnitt und auf der Rückfront mit einer möglichst knappen „Bespannung“ aus Lack oder Leder  ausgestattet. Soweit gäbe es ja eigentlich noch nichts zu meckern, wenn diese Mädels dann nur nicht versuchen  würden, irgendwelche Instrumente zu spielen oder gar in den höchsten Tönen in irgendein Mikro zu piepsen.

Glücklicherweise gibt es aber auch zu jeder Regel mindestens eine Ausnahme, die in unserem Falle auf den Namen PHANTOM BLUE hört. Das soll nun allerdings nicht heißen, daß es sich bei den Mädels von PHANTOM BLUE um Wesen handelt, deren  bloßer Anblick reicht, jeden in die Fluch zu schlagen. Ganz im Gegenteil.

Aber PHANTOM BLUE haben noch einen wahnsinnigen Vorteil gegenüber großen Teilen ihrer „weiblichen“ Konkurrenz: Sie können Musik machen. Lange genug haben sie sich ja auch für ihr neues Album Zeit gelassen. Ihr Debut, das für meinen Geschmack doch einen Tick zu sehr in die Richtung Pop-Rock driftete, ist immerhin schon vier Jahre alt. Doch wie heißt’s so schön: „Das Warten hat sich gelohnt!“. PHANTOM BLUE liefern mit „Built To Perform“ eine Scheibe ab, die zumindest ich in dieser Härte nicht erwartet hätte. Guter Gesang, dominierende Gitarren, kurzum eine gelungene Rock-Metal-Mischung.

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