Uriah Heep – Living The Dream

Mit „Living The Dream“ präsentieren URIAH HEEP im 48. Jahr der Bandgeschichte (auch wenn nur noch Mick Box von der ursprünglichen Besetzung mit an Bord ist) ihr 25. Studioalbum und während im Laufe der Jahe das ein oder andere Mal lediglich Durchschnittskost („Equator“ anyone? ) geboten wurde, lassen es die fünf Herren diesmal so richtig krachen.

Wer auch immer die Idee hatte, Phil Lanzon auf „Living The Dream“ von der Kette zu lassen, lag damit goldrichtig. Sein Hammond-Spiel verleiht dem Großteil der Nummern den entscheidenden Drive und lässt die Band so frisch und unverbraucht klingen, daß sich ein „Aha“-Effekt ähnlich wie seinerzeit beim Erscheinen von „Sea Of Light“ einstellt.

Dazu trägt auch die über weite Strecken gesteigerte Songlänge bei, welche zwar an einigen wenigen Stellen einen Umweg zu viel benötigt, um auf den Punkt zu kommen, auf der anderen Seite aber Songs wie dem grandiosen „Rocks In The Road“ genau die Zeit gibt, sich langsam zu entfalten und einen Spannungsbogen aufzubauen.

Natürlich wurden mit „AaAaAaAaAAAaaa“-Gesängen und WahWah-Gitarren auch wieder die URIAH HEEP-typischen Trademarks eingebaut, so daß der Fan auch bekommt, was er erwartet. Dazu brilliert neben Phil Lanzon auch der nicht mehr ganz so neue Sänger Bernie Shaw, der beweist, daß er zumindest im Studio noch gut bei Stimme ist.

Es bleibt zu hoffen, daß einige (viele!) der neuen Nummern auch den Weg in die Setlist der kommenden Tour finden und nicht wie bei manch anderer Band nur ein oder zwei Songs als Alibi-Elemente zwischen den Klassikern, die man leider schon seit Jahren auswenig kennt, versteckt werden.

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