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W.A.S.P. – Dominator

Nach der gescheiterten Wiedervereinigung mit Chris Holmes und dem leider nicht in letzter Konsequenz überzeugenden „Neon God“ hatten viele W.A.S.P., die Band um Blackie Lawless, schon abgeschrieben – ein Fehler, wie „Dominator“ eindrucksvoll beweist.

Schon der Opener „Mercy“ macht mit seinem Eröffnungsriff klar, daß hier eine Rückbesinnung auf alte Tugenden stattgefunden hat, eine Feststellung, die „Long, Long Way To Go“ noch unterstreicht. Mit der Halbballade „Take Me Up“ folgt der erste Höhepunkt: W.A.S.P. at their best! „The Burning Man“ verschafft eine kurze Verschnaufpause, bevor mit der zweiten Halbballade „Heaven’s Hung in Black“ der absolute Höhepunkt des Albums folgt. Die folgenden „Heaven’s Blessed“, „Teacher“ und „Deal With The Devil“ brauchen sich vor dem Rest des Materials ebenfalls nicht zu verstecken und runden das Meisterwerk ab.

Noch ein Wort zum Cover, das auf den ersten Blick eher den Eindruck einer billigen Death-Metal-Scheibe erweckt, dessen Sinn, Zweck und Komposition sich aber spätestens beim Lesen der Liner-Notes erschließt: dem Plan von George W. Bush und seiner Regierung, sich als „Dominator“ zu betätigen.

Auf „Still Not Black Enough“ war der Satz „I love my country, but I’m scared to death of its Government” zu finden, ein Satz, über den Blackie Lawless heute sagt „Nothing I have ever written is more true!.“ Und auch musikalisch schließt sich hier der Kreis, denn „Dominator“ ist sicherlich das beste W.A.S.P.-Abum seit eben dieser Scheibe, die immerhin schon zwölf Jahre auf dem Buckel hat.

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