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Album-Highlights 2014

Meine Album-Highlights des Jahres 2014 in alphabetischer Reihenfolge:

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Arch Enemy: War Eternal

Extremer Gesang muß nicht wirklich sein, aber „War Eternal“ klingt trotz schreiender Sängerin melodisch und macht Spaß.

Epica: The Quantum Enigma

Mit „The Quantum Enigma“ perfektionieren EPICA weiter Details, vergessen dabei aber die Melodien nicht. Songs wie „Sense Without Sanity – The Impervious Code -“ oder das mit einem an Rick Wakeman erinnernden Keyboard-Part beginnende „Natural Corruption“ sind auf den ersten Durchlauf vielleicht nicht EPICA-typisch, machen aber Lust auf mehr.

Udo Jürgens: Mitten im Leben

Ein Song wie „Der gläserne Mensch“ bringt hoffentlich auch einige Mitglieder der Generation Facebook zum Nachdenken.

Opeth: Pale Communion

Die Reise in die Vergangenheit geht überzeugend weiter.

Threshold: For The Journey

Wenn ein Album einen Song wie „The Box“ enthält, ist der Rest schon fast egal – im Falle von „For The Journey“ aber ebenfalls hörenswert!

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.

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Udo Jürgens

Wenn ich mich zurück erinnere, wann ich zum ersten Mal bewusst eine Zusammengehörigkeit von Musik zu einer bestimmten Sendung wahrgenommen habe, dann muß dies im Laufe des Jahres 1980 gewesen sein, als das ZDF die französische Fernsehserie „Es war einmal … der MENSCH“ ausstrahlte. Als Titelsong der deutschen Synchronisation wurde das Lied „Tausend Jahre sind ein Tag“ von Udo Jürgens verwendet, das mit seinem hypnotischen Anfang und seinem Text perfekt auf die folgenden rund 25 Minuten Reise durch die Geschichte der Menschheit einstimmte.

Nur wenig später war es die Zeichentrickserie Tom & Jerry, die meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Zwar konnte ich der vielfach ausgezeichneten Serie auf Grund des immer wieder gleichen Handlungsverlaufs (wie kann sich eine Katze eigentlich so blöd anstellen und warum gewinnt immer die Maus?) nicht wirklich viel abgewinnen, aber die Titelmelodie passte wieder perfekt zum Intro: „Vielen Dank für die Blumen„, wieder von Udo Jürgens.

Auch in den folgenden Jahren, in denen ich langsam aber sicher rockige und metallische Gefilde für mich entdeckte, ließen mich Songs von Udo Jürgens immer wieder aufhorchen. Egal, ob „Ein ehrenwertes Haus„, „Café Größenwahn“ oder die faszinierend bissige Beschreibung der heilen Volksmusik-Welt „Humtata und Tätärä“ auf der eher zufällig gekauften „Gestern, Heute, Morgen -Live ’97“ – nach und nach wanderte die eine oder andere Udo Jürgens-CD ins Regal, auf der auch noch andere Perlen wie zum Beispiel „5 Minuten vor 12“ auf ihre Entdeckung warteten.

Natürlich gibt es auch noch die unvermeidlichen Stücke wie „Aber bitte mit Sahne„, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Griechischer Wein„, bei dem die meisten Schunkler die gar nicht so versteckte Message mindestens so gekonnt ignorieren wie viele Amerikaner bei Bruce Springsteens „Born in the U.S.A.„.

Udo Jürgens ist am 21. Dezember 2014 verstorben.
Vielen Dank für all die Melodien!