Musik

Hörenswert #1: Bear McCreary - Ava

25. Januar 2021 · Hörenswert · andreas · 3 Kommentare

Für den Film Ava (in Deutschland unter dem Namen “Codename: Ava” erschienen) hat Bear McCreary einen Soundtrack erschaffen, dessen Bass-getriebenes Hauptthema auch aus der Feder von John Carpenter stammen könnte.

Detaillierte Infos zum Soundtrack, der leider nur als digitaler Download erhältlich ist, finden sich im Blog von Bear McCreary.


Neue Kategorie: Hörenswert

24. Januar 2021 · Hörenswert · andreas · Kein Kommentar

Seit heute gibt es hier im Blog eine neue Kategorie “Hörenswert”. Dahinter steckt die Idee, mit wenigen Worten auf einen (natürlich nur aus meiner Sicht) hörenswerten Song oder ein hörenswertes Album hinzuweisen, ohne daraus gleich einen “richtigen” Blog-Beitrag zu machen.

Geplant ist, jede Woche einen neuen Beitrag zu verfassen und einzustellen - mal sehen, wie gut und wie lange das klappt …

Ich habe mich bewusst gegen eine direkte Einbettung der Videos entschieden, denn hierbei werden schon beim Lesen des Beitrags diverse Verbindungen zu Drittservern aufgebaut und die IP-Adresse des Lesers übertragen, ohne daß dieser eine Entscheidungsmöglichkeit hat. Ansätze, welche das Vorschaubild auf dem eigenen Server zwischenspeichern, bewegen sich aus meiner Sicht in einer (urheber)rechtlichen Grauzone und sind somit auch keine Lösung.

Wie am Vorschaubild zu erkennen, führen die Links i.d.R. zu YouTube, sollte noch eine andere Plattform hinzukommen, wird ein passendes Vorschaubild erzeugt.

Genug der Ausführungen - viel Spaß beim Hören!


Album-Highlights 2020

31. Dezember 2020 · Audio · andreas · Kein Kommentar

Meine Album-Highlights des Jahres 2020 in alphabetischer Reihenfolge:

Albumcover

Delain - Apocalypse & Chill

Mit vielen starken Songs gespickt passt der Albumtitel zum Veröffentlichungsjahr - hier geht’s zum Review.

EAV - 1000 Jahre EAV Live: Der Abschied

Machmal merkt man erst, was man hätte hören können, wenn es zu spät ist. Die Erste Allgemeine Verunsicherung hat 2019 auf ihrer Abschiedstour auch einen Zwischenstop in Ramstein eingelegt … und ich war nicht dabei.

Guilt Machine - On This Perfect Day

Erst durch den Zugabenteil von “Electric Castle and other Tales” wurde ich auf “Twisted Coil” und Guilt Machine aufmerksam. Meiner bescheidenen Meinung nach ist Arjen Lucassen noch immer am besten, wenn er sich kurz fasst.

Nick Mason’s Saucerful Of Secrets - Live At The Roundhouse

Das Konzert 2018 in Luxemburg gehört zu meinen beeindruckendsten Live-Erlebnissen der letzten Jahre: eine unglaubliche Zeitreise zurück in die Zeit als Syd Barrett noch ein Teil von Pink Floyd war.

Nightwish - Human. :||: Nature.

Auch wenn ich der Meinung bin, Nightwish sollten Floor Jansen etwas mehr “von der Leine” lassen, ist “Human. :||: Nature.” ein sehr feines Album geworden.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.

Rick Wakeman - The Red Planet

11. November 2020 · Audio · andreas · Kein Kommentar

Rick Wakeman - The Red Planet (Cover)Nachdem Rick Wakeman in den letzten Jahren bereits mit den erweiterten Neuauflagen von “Journey to the Centre of the Earth” sowie “The Myths and Legends of King Arthur and The Knights of the Round Table” einen Schritt vom New Age zurück zum Prog-Rock und seinen eigenen Frühwerken gemacht hat, folgt mit “The Red Planet” sein (lt. Wikipedia) 94. Soloalbum.

Die Aufmachung des Albums ist herrlich retro und das Gatefold-Popup-Cover der Erstauflage kann problemlos mit Veröffentlichungen aus der “guten alten Zeit” mithalten. Dazu passen auch die inneren Werte im Booklet, welche eine Übersicht über die einzelnen Mars-Missionen, Satelliten und Landungsfahrzeuge enthalten. Alles in allem eine gute Einstimmung auf das Album und das damit verbundene Thema:

Inspired by Mars and the secrets it holds for us. Dedicated to all who would like to go to Mars and especially to those who are convinced that they have already been there.

Musikalisch nähert sich “The Red Planet”, vor allem mit dem Verzicht auf jegliche Vocals, Werken wie “The Six Wives of Henry VIII”. Ähnlich wie seinerzeit die verschiedenen Frauen von Heinrich VIII. werden verschiedene Landschaften der Marsoberfläche vertont und musikalisch beschrieben. Wie gut oder schlecht dies funktioniert hängt, analog zu den breits erwähnten Ehefrauen, nicht unerheblich von der Phantasie des Hörers ab.

Als unglücklich entpuppt sich die Reihenfolge der Songs: der Opener “Ascraeus Mons” stimmt mit Kichenorgel, Gitarrensolo und typischen Wakeman-Aaaaaaaahhhhh-Chören auf ein rockiges Unterfangen ein, ein Versprechen, welches die folgenden Songs nur bedingt halten können. Hier wäre es vermutlich sinnvoller gewesen, “Ascraeus Mons” als letzte Nummer am Ende eines Spannungsbogens zu plazieren.

“The Red Planet” ist ein typisches Wakeman-Album, welches sich auf die bekannten Trademarks verlässt und keine großen Risiken wagt. Dies wird Rick Wakeman sicherlich weder neue Fans noch einen Innovationspreis einbringen, aber den vorhandenen Fans durchaus gute Unterhaltung für das investierte Geld bieten.


To boot or not to boot?!?

10. November 2020 · Verschiedenes · andreas · Kein Kommentar

Wer kann sich nicht noch an Omas Spruch “Früher war alles besser” erinnern?

Mir jedenfalls ging’s so, während ich im siebten Teil von Stefans ACCEPT Doku-Soap schmökerte, in der sich fast alles um das Thema “Bootleg” dreht.

War früher (da ist es wieder das Wort!) noch jede Menge Equipment, Know-How und auch eine fundierte Magazin-Sammlung notwendig, um einen Bootleg unters Volk zu bringen, haben inzwischen MP3, Audio-CD-Brenner und auch PCs Einzug in die Wohnzimmer der Bootlegger gehalten.

Audiofiles werden komprimiert, ungeachtet der Tatsache, daß von der teilweise sowieso schon recht dürftigen Qualität dabei ein Teil weggerechnet wird und am Anfang jedes Songs (durch das Kodierungsverfahren) eine kurze Pause entsteht, nur um noch ein paar Megabyte zusätzlich ins digitale Regal kopieren zu können.

Eine vielleicht noch “originale” CD wird auf dem Weg durch die Stereoanlage analogisiert, nur um anschließend im Audiobrenner wieder zwecks Aufzeichnung in digitale Signale verwandelt zu werden – und dabei kommt der dazwischengehängte Equalizer zur Aufmotzung gemäß des eigenen subjektiven Hörempfindens gerade recht.

Für das Cover muß man keine Stapel von Metal Hammer, Rock Hard oder Heavy oder Was?-Ausgaben mehr durchblättern, geeignete Bilder finden und gegebenenfalls noch retuschieren – schnell ins Internet eingewählt, eine Suchmaschine befragt und schon ist ein briefmarkengroßes Bild gefunden, daß auf die richtigen Maße verzerrt vom Tintenspritzer schon halbwegs passabel ausgegeben werden wird.

Mit etwas Glück gibt es in dem PC ja auch einen CD-ROM-Brenner, so daß eine digitale 1:1 Kopie erstellt werden kann – doch auch hier ist zumindest mal ein Grundverständnis von Begriffen wie “Disc At Once” Voraussetzung.

Eine Limitierung passiert mehr oder minder ungewollt automatisch – schließlich entstehen auf obigem Weg mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur Unikate.

Anschließend wird das Werk dann entweder ins Regal gestellt oder auf dem nächsten Flohmarkt, einer Plattenbörse oder viel moderner gleich bei eBay an den Nächstdoofen verhökert.

Früher war vielleicht nicht alles, aber zumindest manches besser. In diesem Sinne wünsche ich mir einen Reboot – in der Hoffnung, daß hinterher alles besser ist.

2003 für das Underground Empire geschrieben, dort aber nie veröffentlicht.