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Betriebssysteme

netdom statt CNAME-Alias

Unter Server 2019 gab es seltsame Probleme beim Zugriff auf Netzwerkfreigaben über einen CNAME-Alias.

Auf manchen Clients wurden Zugriffe auf Freigaben sowohl im Explorer als auch an der Kommandozeile nur erlaubt, wenn der Servername vollqualifiziert angegeben wurde und ansonsten abgelehnt:

C:\>net use f: \\fileserver.fqdn\freigabe 
The command completed successfully.

C:\>net use f: \\fileserver\freigabe 
System error 1240 has occurred.

The account is not authorized to log in from this station.

Des Rätsels Lösung war die Einrichtung des Alias nicht wie bisher auf dem DNS-Server über einen CNAME-Alias, sondern direkt auf dem betroffenen Server mit Hilfe von netdom durchzuführen:

C:\>netdom computername servername /add:fileserver.fqdn
fileserver.fqdn
wurde als alternativer Name für den Computer hinzugefügt.

Der Befehl wurde ausgeführt.

Wer die anschließende DNS-Registrierung auf dem DNS-Server beschleunigen will, kann hierfür ipconfig verwenden:

C:\>ipconfig /registerdns

Windows-IP-Konfiguration

Die Registrierung der DNS-Ressourceneinträge für alle Adapter dieses Computer wurde initialisiert. Fehler werden in der Ereignisanzeige in 15 Minuten aufgeführt.

Anschließend funktioniert die Verbindung von allen Clients problemlos:

C:\>net use f: \\fileserver\freigabe 
The command completed successfully.
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Betriebssysteme

dpkg und Status „deinstall“

Beim gelegentlichen Erstellen der Liste aller installierten Pakete mit „dpkg –get-selections“ ist mir aufgefallen, daß ein paar Pakete mit dem Status „deinstall“ angezeigt werden, z.B.

python3.7					install
python3.7-minimal				install
qemu-kvm					deinstall
qemu-system-common				deinstall
qemu-system-x86					deinstall
qt5-gtk-platformtheme:amd64			install

Diese waren zum größten Teil Überbleibsel von Experimenten mit virutellen Maschinen, in deren Verlauf ich „virt-manager“ installiert und anschließend mittels „apt purge …“ wieder vom System entfernt habe, inklusive anschließendem „apt autoremove“.

Warum sind die Pakete offensichtlich noch vorhanden und werden von einem „autoremove“ nicht entfernt? Ein Blick in die man-Page brachte leider nicht die erhoffte Erleuchtung:

deinstalliere
  Das Paket ist zur Deinstallation ausgewählt 
  (d.h. wir wollen alle Dateien außer den
  Konfigurationsdateien entfernen).

Im englischen Debian-Forum findet sich eine plausible Erklärung , zwar aus 2009, aber sie passt:

… this means that all package files have been selected for removal except the configuration files.

sowie

If there is no configuration, cache files or whatever to be removed, then the package will be completely removed and not left in ‚c‘ (deinstall) state.

Dependencies that were installed automatically are never purged by default (if not uninstalled manually, using the purge command).

Das erklärt, warum manche Pakete noch im Status „deinstall“ vorhanden waren:

Der „virt-manager“ war weg, weil mittels „apt purge …“ deinstalliert. Alle Depencencies ohne Konfigurationsdatei(en) waren ebenfalls weg, gelistet wurden noch die Reste, bei denen zwar die Pakete entfernt wurden, nicht aber die Konfigurationen.

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DVDs

Ayreon – Electric Castle and other Tales

Igor Strawinsky wird mit dem Satz „Too many pieces of music finish too long after the end“ zitiert, der mein Verhältnis zu den meisten AYREON-Werken recht treffend beschreibt. Egal, wie gut ich eine einzelne AYREON-Scheibe quer durch die ersten Takte und Tracks  finde, irgendwo im Mittelpart stellt sich bei mir ein Gefühl der Orientierungslosigkeit ein: zu sehr verschwimmen Track- und Themengrenzen und mich beschleicht das Gefühl, daß eine Reduktion auf das Wesentliche meinem persönlichen Hörerlebnis gut getan hätte.

Eine Ausnahme bleibt für mich bis heute „Into The Electric Castle“, das meine Einstiegsdroge ins AYREON-Universum war. Nicht nur, daß mich die musikalische Umsetzung der Geschichte vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen hatte, auch der grandiose Cast mit – allen voran – Fish als Highlander weiss bis heute zu begeistern. Umso bedauerlicher fand ich, daß bis die Kunde über eine Live-Aufführung es bis zu mir geschafft hatte, bereits alle Konzerte ausverkauft waren. Also blieb nur das Warten auf die Konserve, welche sich in verschiedenen Verpackungen und audio-visuellen Formaten den Weg in die heimischen Wohnzimmer bahnt.

Zur Aufführung, die an vier Abenden im 013 in Tilburg stattfand, konnte fast der komplette origiale Cast des Studioalbums organisiert werden und da, wo Lücken entstanden, wurden diese mehr als würdig nachbesetzt: als besonders herausragend ist hier John Lancie (bekannt als „Q“ aus „STAR TREK: The Next Generation“) zu nennen, der die Rolle des Erzählers mit einer grandiosen Präsenz ausfüllt und dem in jeder Sekunde anzumerken ist, wie sehr ihn die Rolle in seiner ersten Rockoper mit Spaß erfüllt. Die Rolle von „The Indian“ (im Original von WITHIN TEMPTATION-Sängerin Sharon den Adel verkörpert) wird von EPICA-Sängerin Simone Simons übernommen, während ihr Bandkollege Mark Jansen die Rolle eines der beiden Tode verkörpert. Den meisten Applaus erhält wie erwartet Maestro Arjen Lucassen selbst, der sich in der Rolle des Hippie sichtlich wohl zu fühlen scheint. Sein „Partner in Crime“ Jost von de Beek erfüllt hinter den Tasteninstrumenten seine Rolle als musikalischer Dreh- und Angelpunkt wie schon bei „Ayreon Universe“ souverän.

Nicht nur die musikalische Umsetzung ist gelungen, auch für’s Auge wird einiges geboten und die auf der Bühne errichtete Burg mit integrierten Leinwänden ist mehr als Background-Deko, sondern wurde gut ins Geschehen integriert.

Als Bonus gibt es noch eine ganze Reihe ausgewählter Songs aus verschiedenen Projekten, von denen besonders „Twisted Coil“ (ursprünglich aus dem Projekt THE GUILT MACHINE stammend) hervorgehoben werden muss. Wer schon immer den Gedanken hatte, daß der Song eigentlich Damian Wilson wie auf den Leib geschneidert wirkt, kann sich hier davon überzeugen, daß dem tatsächlich so ist.

Bedauernswert bei der Auswahl ist lediglich, daß man (wie den Specials zu entnehmen) Fish überredet hat, statt der von ihm vorgeschlagenen „Incommunicado“ oder „The Company“ doch „Kayleigh“ zu intonieren. Wer einmal Fishs Soloalbum „Sushi“ (aufgenommen 1994 in Utrecht) gehört hat, weiß, daß man den Mann nicht auf „den einen Hit“ reduzieren muss, damit die Halle tobt.

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CDs

Serenity – The Last Knight

SERENITY veröffentlichen mit „The Last Knight“ ein weiteres Studioalbum – und damit ist leider auch fast schon alles gesagt.

Ähnlich wie der Vorgänger „Lionheart“ stagniert „The Last Knight“ auf hohem Niveau und wirkt im Gegensatz zu früheren Werken wie „Death & Legacy“ oder „Codex Atlanticus“ bereits beim ersten Hören seltsam vertraut. Gefüht bleibt nicht nur textlich ein „nächstes Thema“, „nächste Platte“ und die nächsten Mannen ziehen in die Schlacht – diesmal eben nicht für Richard Löwenherz sondern zum Ruhme und zur Ehre von Kaiser Maximilian I.

Um einen (zugegebenermaßen hinkenden) Vergleich zu bemühen fühlt sich „The Last Knight“ wie eine Episode aus STAR TREK: THE NEXT GENERATION an – handwerklich gut gemacht, mit guten Akteueren besetzt, aber immer an die „Prime Directive“ denkend und ohne Überraschungen. Etwas mehr Wagemut und Abwechslung hätten sowohl der Band als auch dem Album gut getan.

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Anwendungen

.desktop-Datei mit Wine-Prefix

Sofern ein Windowsprogramm mit Wine installiert wird, legt der Installer i.d.R. auch eine Verknüpfung im Startmenü an. Ohne Installationsprozess muß die Datei von Hand erzeugt werden. Sofern noch ein WINEPREFIX verwendet werden soll, muß auch dieser im Starter angegeben werden.

Der dafür zuständige Ordner ist „.local/share/applications/wine/Programs/“, in diesem wird eine Textdatei mit der Endung „.desktop“ angelegt. Das Beispiel richtet die Verknüpfung für die Windows-Variante von „Lemmings“ ein, welche normalerweise direkt von CD startet, aber auch in jeden beliebigen Ordner kopiert werden kann.

[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Name=Lemmings
Comment=Lemmings for Windows
Type=Application
StartupNotify=true
Exec=env WINEPREFIX=/home/Benutzername/.winlemm wine "/home/Benutzername/.winlemm/drive_c/WINLEMM/LEMMINGS.EXE"
Icon=/home/Benutzername/.winlemm/drive_c/WINLEMM/LEMMING.ICO
Path=/home/Benutzername/.winlemm/drive_c/WINLEMM/
StartupWMClass=LEMMINGS.EXE

Während in der Exec-Zeile die Groß- bzw. Kleinschreibung nach „wine“ egal ist (Windows trifft hier keine Unterscheidung), ist in den Angaben für „Icon“ und „Path“ auf eine korrekte Groß- bzw. Kleinschreibung zu achten.

Weiterführende Informationen finden sich im Artikel „.desktop-Dateien“ des Ubuntuusers-Wikis.