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Hellsongs – Hymns In The Key Of 666

Stilfremde Coverversionen sind immer noch en vogue, auch wenn seit Tori Amos‘ „Smells Like Teen Spirit“ (1992 auf der „Crucified“-EP veröffentlicht) nicht mehr unbedingt etwas richtig Neues. Mit den „Hymns In The Key Of 666“ wagt sich nun das schwedische Poptrio HELLSONGS (passender Name, gelle?) an ein Album ausschließlich gespickt mit schwermetallischen Fremdkompositionen.

Schon das Cover der ökologisch verwertbaren („Packaginng is made of bio-degradable material“) CD-Verpackung zeigt mit Regenbogen, Blümchen, VW Bully und Pommesgabel deutlich in Richtung Lagerfeueratmosphäre mit Hippi-Romantik. Die enthaltenen Songs wurden für die „Hymns In The Key Of 666“ komplett in Ihre Einzelteile zerlegt und im Metal(l)-freien Outfit wieder zusammengebastelt.

Trotz der musikalischen Totaltransplantation wurde bei den meisten Stücken der originale Spirit in die neuen Arrangements hinübergerettet – so groovt MEGADETHs „Symphony Of Destruction“ mindestens genauso gut wie das Original, nur eben anders und beim Piano & Cello-Intro von SLAYERs „Seasons In The Abyss“ braucht es einige Augeblicke, bis der kundige Metal-Fan die Ursprünge erkennt. Während die mit gefühlvollen „Aaaaahs“ angereicherte Version von AC/DCs „Thunderstruck“ einen der absoluten Höhepunkte des Albums darstellt, swingt die Transplantation bei „We’re Not Gonna Take It“ von TWISTED SISTER eher unauffällig vor sich hin und zündet im Gegensatz zum Original nur bedingt.

Der ideale Soundtrack für hochromantische, schwermetallische Lagerfeuer.