Oceans of Slumber - Starlight And Ash

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Was ist los im Ocean des Schlummer(n)s? Es dauert doch wirklich bis zum 4. Track “Red Forest Roads”, bis die Wellen beginnen, sich zumindest im Ansatz zu türmen. Wo sind die Tempiwechsel, der Bombast der letzten Alben? Und vor allem: wo sind all die Anleihen aus mindestens einem halben Dutzend diverser Metal-Subgenres, des Blues, des Soul und des wasweißichnichtnochalles?

Dieses Album bietet eine echte Überraschung, denn die Band kann wohl nicht nur anders, sondern auch richtig gut anders. Bei manch einem Track kommt es mir vor, als wäre das Album sowas wie ein “chilliges” Projekt mit dem Anspruch: wir können auch lockeres und nicht ganz so dolles Drama und lassen die hohe Kunst des gepflegt-gehobenen Songwritings hochleben.

Insgesamt gefällt mir dieses “wir lassen es mal ruhiger angehen” sehr sehr gut. Alle Songs sind im Fluß, man kann -gegenüber den vorigen Alben- auch beim Hören mal einen Gang runterschalten und die Ohrmuscheln ein wenig baumeln lassen.

Und was noch hinzu kommt: die (tolle) Stimme von Cammie Gilbert kommt sehr prägnant zur Geltung. Ich mag diese Stimme, sie könnte (wenn sie denn wollte) auch auf den Äckern von Blues und Soul eine gute Figur machen. Ob es jedoch unbedingt diese Version von “House Of The Rising Sun” auch noch gebraucht hätte, mag jeder für sich entscheiden.