Wastegate – Wastegate

wastegate-wastegateWenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, daß mir WASTEGATEs ’92er Demo anfangs überhaupt nicht gefallen hat. Aber wie heißt’s so schön: kommt Zeit, kommt Gefallen (?!?). Und so schafften es WASTEGATE dann auch nach einiger Zeit, sich in mein Gehör zu spielen.

Daraus jetzt aber zu schließen, daß WASTEGATE zur Progressiv- oder Prügel-Ecke gehören (auf die ich beide nun mal nicht so arg kann), führt auf den falschen Weg. WASTEGATE spielen recht ’normalen‘ Power Metal, was aber keinesfalls abwertend gemeint ist. Gewöhnungsbedürftig ist hauptsächlich der Gesang von Maikl, dem’King of Meat‘, wie er im Info bezeichnet wird, und der noch ein bißchen an sich arbeiten müsste.

 

Warpath – Warpath

warpath-warpathLet’s move, boys and girts. Sattelt Opas Trabbi, schnappt euch Omas Hackebeil und folgt mir auf den WARPATH…

Recht düster sieht die Sache ja aus: auf dem Cover ein strahlendweißer Totenkopf, und die Beschriftung der Kassette wie auch des Inlets sind fast komplett in freundlichem Rot gehalten, was wohl sichere Indizien dafür sein dürften, daß die Musik von WARPATH recht wenig mit radio-orientiertem Pop-Rock zu tun hat.

Die Jungens (fünf an der Zahl) spielen ziemlich brudolen und oggressiwen Power Metal, der an manchen Stellen durch ein paar Prisen Gruft bereichert wurde. Die Songs selbst sind (zumindest aus meiner Sicht) glücklicherweise meilenweit von hirnlosem Herumgebolze und -geschrubbe entfernt. Besonders erwähnenswert finde ich das etwas langsamere „Wardance“, das stimmungsmäßig absolut erste Sahne ist.

Wem nun das Wasser im Munde zusammengelaufen ist, und wer zumal noch denkt, daß ca. 40 Minuten Musik, dazu noch mit einem Supersound behaftet, genau das Richtige für ihn sind, der spurte schnell zum nächsten Postamt um einen Brief loszuschicken an: Adresse.

 

Voyage – The Hard N’heavy Adventure

Zu VOYAGEs „The Hard n’Heavy Adventure“ gibt es eigentlich nicht allzuviel zu sagen, da auch hier mal wieder im Cover und im höchst mageren Info auf den Abdruck all dessen, was einem vielleicht interessiert hätte, verzichtet wurde. So finden sich z.B. keinerlei Songtexte auf dem ‚Booklet‘ wieder. Schade eigentlich, denn bei so einem recht anspruchsvoll klingenden Titel hätte ich gerne einmal einen Blick auf die Texte geworfen.

Die Musik der Band kommt in etwa aus der OZZY OSBOURNE-Richtung und wurde spieltechnisch, wie auch gesanglich gut umgesetzt. Die Kontaktadresse, bei der ihr das Tape erhalten könnt (leider hat man auch vergessen, seine Preisvorstellungen zu formulieren), lautet: Adresse.

 

The Immortal – Autumn Rain

ti-arIrgendwie ist ein Tape wie der Herbstregen des Unsterblichen immer wieder ein Grund zur Freude für mich, und das gleich aus zwei Gründen:
Erstens einmal macht es ganz einfach Spaß, Musik wie diese zu hören, was einem auch das Schreiben der Kritik um einiges erleichtert.
Zweitens wird sie auch nach dem 198. Mal hören nicht langweilig, was eine gewisse Arbeitsersparnis bedeutet, da man die Kritik nicht noch mal komplett ändern muß.

Unterm Strich stellt THE IMMORTAL’s „Autumn Rain“ für mich persönlich das Highlight der mir vorliegenden Demotapes dar. Von den vier auf dem Tape enthaltenen Songs („Scatterbrained“, „Autumn Rain“, „The Enemy Within“ und „Fear Is The Key“) möchte ich eigentlich keinen hervorheben, da keines den anderen gegenüber besonders hervorsticht oder abfällt, THE IMMORTAL bieten Heavy Metal mit leichten Speed-Einflussen und falls es die Plattenfirmen jemals wieder damit aufhören, die tausendste DEATH-Kopie zu signen, könnte ich ihnen „Autumn Rairl“ nur wärmstens empfehlen. Wer sich von Euch das Tape zulegen möchte, schicke einfach 12.- DM (+ 1.80 DM Rückporto) an folgende Adresse: Adresse.

 

Surrender – Tears Of Sahara

surrender-tosIrgendwie ist SURRENDERs `Teers Of Sahara“ Demo mal wieder so’ne zwiespältige Sache, Auf der einen Seite ist das, was die Österreicher vom Stapel lassen gar nicht schlecht. stellenweise sogar recht genial. Auf der anderen Seite hört man an manchen Stellen jedoch etwas zu deutlich, welche Platten man bei der Band bevorzugt: so wären da z.B. HELLOWEEN oder auch STONEFIELD (wobei ich äußerst stark bezweifele, daß SURRENDER diese Band überhaupt kennen – Stefan Glas) zu nennen, an die man zeitweise (leider) unweigerlich erinnert wird. „Listen to this record loud and clear.
njoy it!“ – so steht es auf der Demo, und abgesehen von obengenanntem Punkt ist das auch kein Problem.

Ah, bevor ich’s vergesse: Falls sich jemand für die technischen Daten interessiert, here they are: 5 Songs, aufgeteilt auf 2 Seiten (mehr wären bei einer Kassette auch schlecht möglich), insgesamt ca. 25 Minuten, Colorcover und zu haben bei: Adresse.