Rat Pack – Rat Pack

rp-rpHinter dem Namen RAT PACK verstecken sich vier Kalifornier, die selbst mit kaum weniger genialen Namen glänzen: matt Ratt (v,g), M.J.P. (b), Thirsty All The III (g), Sean E. Vader (d). Die Musik der Band würde ich mit irgendwas wie „Die großen Brüder der TOTEN HOSEN treffen die kleinen Schwestern von SKID ROW und nehmen zusammen ein Tape auf“ bezeichnen. Nicht schlecht, aber noch verbesserungswürdig.

P.S.: Ebenfalls erwähnenswert auch die beiden Coverversionen „Pretty Vacant“ und „Ace Of Spades“, von denen mir zumindest letztere im Original doch besser gefällt (Ein Lernmy ist halt nicht ersetzbar!).

 

Jonas Jinx – Jonas Jinx

Punkig wird’s auf JONAS JINXs 91 er Demo. Recht originell legt der Opener los, der leider, wie auch seine restlichen Titelkollegen, nicht näher namentlich bezeichnet wurde. Das einzige Wort, das mir zum Stile dieses Songs einfiel war so ‚was wie Richtung Western Punk! In eine komplett andere Richtung zielt dann der zweite Song, der eher etwas zur Funk Punk-Ecke tendiert. Auf Seite 2 finden sich dann noch zwei weitere Songs, die ebenfalls namentlich unerwähnt bleiben wollen. Never mind. Bei diesen beiden handelt es sich um recht normale Feld-, Wald- und Wiesen-‚ Punksongs ohne irgendwelche nennenswerte Einfälle. Leider fehlen auch die Namen der Macher dieses Tapes, so daß ich euch auch diese nicht nennen kann.

So ziemlich das einzige, das auf dem Cover nicht vergessen wurde, ist die Konfaktadresse, die da lautet: Adresse.

 

Foxy Lady – Foxy Lady

fl-flWaaahnsinn! Da hat es doch tatsächlich irgendjemand geschafft, seine Band FOXY LADY zu nennen. Alle Theresa Orlowski Fans (gibt’s sowas überhaupt???) unter Euch muß ich aber leider enttäuschen, denn es handelt sich hierbei (leider?) NICHT um den Soundtrack zum neusten Streifen aus Theresa’s verkehrsreicher Filmküche, sondern ’nur‘ um ein ganz normales Metaldemo, bei dem’s mir leider so gut wie überhaupt nicht kam.

Der Opener ‚Waitin‘ For You‘ hält, was der Titel verspricht: Man wartet und wartet auf irgednwelche neuen Ideen, doch leider fast umsonst. Irgendwie hat man das Gefühl, alles schonmal gehört zu haben. Dieser Zustand bessert sich dann beim zweiten und zugleich letzen Song „Give It All To You“ bei dem die Jungs scheinbar wirklich alles geben und der zumindest zeigt, daß aus FOXY LADY vielleicht irgendwann in ferner Zukuft doch noch ‚was werden könnte.

Das FOXY LADY Demo ist mit seinen zwei nicht gerade originellen Songs, die es zusammen auf rund elf Minuten bringen und seinem recht mäßigen Sound (rausch, rausch) garantiert kein Tape, das man unbedingt haben muß. All diejenigen, die es sich trotzdem antun wollen, sei es weil sie hoffen, doch noch auf irgendwelches geiles Gestöhne (vielleicht auf Seite 2?) zu stoßen oder aber zumindest andere interessante Sachen auf dem Tape zu finden, wenden sich bitte an: Adresse.

 

Force – Force

Eine weitere Demo einer Berliner Band, die für die Besprechung in dieser Ausgabe in meinem Tapedeck landete, stammt von der Gruppe FORCE.
Wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, daß ich mich vor der Besprechung dieses Tapes ziemlich lange gedrückt habe, was wohl hauptsächlich an der Tatsache liegt, daß selbst nach dem x-ten Anhören immer noch recht wenig bei
mir hängen blieb. Die Metal-Punk-Mischung ist zwar nicht schlecht, doch irgendwie klingt alles recht eintönig und man vermißt auch originelle Ideen, so daß die meisten Lieder im Bezug zum Gesamtwerk doch recht untergehen. So ziemlich einziger „Lichtblick“ ist die Ballade „That One Night“, die sich zwar ziemlich von den anderen Songs abhebt, aber leider auch nichts Neues bietet.

Da die meisten von euch eh alle eine recht kleine Auswahl von Tapes treffen müssen, die sie sich zulegen wollen, würde ich sagen, daß sich bei FORCE der Kauf wohl hauptsächlich nur für absolute Anhänger obengenannter Richtung auszahlt. Wer sich dafür interessiert, wende sich an Adresse.

 

Dipsomania – Face To Face

dipsomania-ftf‚Echt toll‘ denke ich mir, als ich DIPSOMANIAs ‚Face To Face‘ in die Hand nehme und mir das Cover betrachte. ‚Warum muß es immer noch Cover geben, die schlicht und ergreifend nichts anderes als oberübel sind?‘. DIPSOMANIA haben ihr Cover mit zwei halbzerfetzten, halbverwesten Gesichtern bestückt, die sich ‚fröhlich‘ in die nicht mehr vorhandenen Augen starren. Nun ja, das Ding heißt ja auch ‚Face To Face‘ und nicht ‚Eye To Eye‘ und außerdem sollte es trotz alledem hauptsächlich auf die Musik ankommen.

Doch so leid es mir tut, das zugeben zu müssen, irgendwie paßt das Cover zur Musik, was sich nun aber um Himmels Willen NICHT auf das ‚oberübel‘ bezieht. Die Musik von DIPSOMANIA , from somewhere of the Blut-Gruft-Knüppel-Ecke kommt nämlich recht cool. Highlight: das etwas gebremste ‚Inner Destruction‘ mit seinem leicht orientalischen Einschlag am Anfang.