Foxy Lady – Foxy Lady

fl-flWaaahnsinn! Da hat es doch tatsächlich irgendjemand geschafft, seine Band FOXY LADY zu nennen. Alle Theresa Orlowski Fans (gibt’s sowas überhaupt???) unter Euch muß ich aber leider enttäuschen, denn es handelt sich hierbei (leider?) NICHT um den Soundtrack zum neusten Streifen aus Theresa’s verkehrsreicher Filmküche, sondern ’nur‘ um ein ganz normales Metaldemo, bei dem’s mir leider so gut wie überhaupt nicht kam.

Der Opener ‚Waitin‘ For You‘ hält, was der Titel verspricht: Man wartet und wartet auf irgednwelche neuen Ideen, doch leider fast umsonst. Irgendwie hat man das Gefühl, alles schonmal gehört zu haben. Dieser Zustand bessert sich dann beim zweiten und zugleich letzen Song „Give It All To You“ bei dem die Jungs scheinbar wirklich alles geben und der zumindest zeigt, daß aus FOXY LADY vielleicht irgendwann in ferner Zukuft doch noch ‚was werden könnte.

Das FOXY LADY Demo ist mit seinen zwei nicht gerade originellen Songs, die es zusammen auf rund elf Minuten bringen und seinem recht mäßigen Sound (rausch, rausch) garantiert kein Tape, das man unbedingt haben muß. All diejenigen, die es sich trotzdem antun wollen, sei es weil sie hoffen, doch noch auf irgendwelches geiles Gestöhne (vielleicht auf Seite 2?) zu stoßen oder aber zumindest andere interessante Sachen auf dem Tape zu finden, wenden sich bitte an: Adresse.

 

Force – Force

Eine weitere Demo einer Berliner Band, die für die Besprechung in dieser Ausgabe in meinem Tapedeck landete, stammt von der Gruppe FORCE.
Wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, daß ich mich vor der Besprechung dieses Tapes ziemlich lange gedrückt habe, was wohl hauptsächlich an der Tatsache liegt, daß selbst nach dem x-ten Anhören immer noch recht wenig bei
mir hängen blieb. Die Metal-Punk-Mischung ist zwar nicht schlecht, doch irgendwie klingt alles recht eintönig und man vermißt auch originelle Ideen, so daß die meisten Lieder im Bezug zum Gesamtwerk doch recht untergehen. So ziemlich einziger „Lichtblick“ ist die Ballade „That One Night“, die sich zwar ziemlich von den anderen Songs abhebt, aber leider auch nichts Neues bietet.

Da die meisten von euch eh alle eine recht kleine Auswahl von Tapes treffen müssen, die sie sich zulegen wollen, würde ich sagen, daß sich bei FORCE der Kauf wohl hauptsächlich nur für absolute Anhänger obengenannter Richtung auszahlt. Wer sich dafür interessiert, wende sich an Adresse.

 

Dipsomania – Face To Face

dipsomania-ftf‚Echt toll‘ denke ich mir, als ich DIPSOMANIAs ‚Face To Face‘ in die Hand nehme und mir das Cover betrachte. ‚Warum muß es immer noch Cover geben, die schlicht und ergreifend nichts anderes als oberübel sind?‘. DIPSOMANIA haben ihr Cover mit zwei halbzerfetzten, halbverwesten Gesichtern bestückt, die sich ‚fröhlich‘ in die nicht mehr vorhandenen Augen starren. Nun ja, das Ding heißt ja auch ‚Face To Face‘ und nicht ‚Eye To Eye‘ und außerdem sollte es trotz alledem hauptsächlich auf die Musik ankommen.

Doch so leid es mir tut, das zugeben zu müssen, irgendwie paßt das Cover zur Musik, was sich nun aber um Himmels Willen NICHT auf das ‚oberübel‘ bezieht. Die Musik von DIPSOMANIA , from somewhere of the Blut-Gruft-Knüppel-Ecke kommt nämlich recht cool. Highlight: das etwas gebremste ‚Inner Destruction‘ mit seinem leicht orientalischen Einschlag am Anfang.

 

Bigtop – …And The Show Goes On…

bigtop-atsgoEs ist Dienstag Mittag, 13 Uhr. In einer Stunde soll ich meine ganzen Texte bei Stefan abliefern. So sitze ich hier vor meinem PC und versuche, mir die letzte Kritik aus dem Hirn zu pressen. Im Hintergrund dudelt die neue SHANICE, und mit jedem Song wird mir klarer, daß BIGTOP doch nicht soo schlecht sind …

Doch nun ‚mal im Ernst. Bei BIGTOPs „…And The Show Goes On…“ sind zwar durchaus gute Ansätze vorhanden, jedoch hört sich das ganze für meinen Geschmack etwas zu sehr nach Großmutters Geheimrezept an: man nehme NIRVANA und RAMONES, drehe beides durch den Fleischwolf, würze das ganze mit etwas TANKARD, gebe noch ein paar Prisen S.0.D. dazu, beschalle den so erhaltenen Teig ca. drei Stunden mit dem Rest der Plattensammlung und erhalte BIGTOP.

„…And The Show Must Go On…“ aber wenn BIGTOPs Musik weiterhin so bleibt, von mir aus gerne ohne sie. Wer trotzdem an dem Tape interessiert ist, sende 12.- DM an Andy Siry (Adresse findet Ihr beim ATTIKA Interview).

 

Flying Skull – Darkness

Schlicht und ergreifend „Darkness“ nennt sich das Erstlingswerk der Kölner FLYING SKULL, die mit dieser selbstfinanzierten und produzierten CD den endgültigen Einstieg in das Musik Business wagen.

Zwar ist „Darkness“ noch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss in Sachen Metal, läßt aber auf jeden Fall recht starke ‚Out Of The Darkness … Into The Light‘ (woher kennt man das nur?) Tendenzen erkennen, in diesem Fall wohl hoffentlich ins Blickfeld der Metalfans. Wer gerne Musik aus der straighten Metalecke hört und vor einer Investition von 25.- DM für die CD und 15.- DM für die MC nicht scheut, der wende sich an: Adresse.

Dafür gibt’s dann ein Teil, das sich durch geile Musik, guten Sound und nicht zuletzt auch durch eine gute Aufmachung (im Gegensatz zu Werken manch ‚größerer‘ Acts muß man hier z.B. die Suche nach den Texten nicht ergebnislos abrrechen) auszeichnet.