Bishop Steel – Killing Asylum

bs-kaRecht geilen Metal bieten uns BISHOP STEEL (intelligenter Name, echt!) auf ihrem „Killing Asylum“ Demo. Die Band scheint zumindest in ihrer Heimat Kansas im großen weiten Amiland schon recht bekannt zu sein. Das Tape, das sich über ca. 25 Minuten erstreckt und bezeichnenderweise in „This Side“ und „The Other Side“ aufgeteilt ist, enthält vier Songs, deren Länge zwischen 1:23 und 7:10 differiert. Hierbei handelt es sich um das etwas schnellere „On And On“, das recht langsame „Lonely Days“ (für mich persönlich der Höhepunkt des Tapes), den Titeltrack „Killing Asylum“ und last but not least das Akkustik-Outro „Sacred Starr“.

Alle, die jetzt noch die Nennung der zugehörigen Schublade erwarten, in der sie „Killing Asylum“ hineinverschwinden lassen können, muß ich leider enttäuschen: ich habe keine passende gefunden! But never mind, „Killing Asylum“ ist auf jeden Fall was für all diejenigen, die auf Heavy Metal steh’n und bei ein paar schnelleren Takten nicht gleich von der nächsten Brücke springen.

 

Rain’n Steel – Atomic Tango

Yeeaaahhh! Endlich ist sie da. Nachdem’s nun wirklich lange genug gedauert hat (diverse Ankündigungen konnte man schon im Mai lesen) halte ich das Debut-Album von RAIN’N STEEL in meinen Händen. Nunja- wie heißt’s so schön: das Warten hat sich gelohnt! Zwar findet man (für mich persönlich unverständlich) nur „Hell And Damnation“ von ihrem „Get Your Metal Shower“ Demo auf „Atomic Tango“, doch fällt das bei der Qualität der neuen Songs kaum ins Gewicht. Die Band ist einen weiteren Schritt in Richtung „eigener Stil“ gegangen und präsentiert auf „Atomic Tango“ dem (hoffentlich) geneigten Hörer zehn locker-rockige Songs, die eigentlich für jeden, außer starrsinnig-unverbesserlich-verbohrten Thrashern, etwas sein dürften.

 

Seven Crimes – Seven Crimes

sc-scHa, endlich mal wieder’ne Band, die sich dem Hard Rock verschrieben hat. An dieser im Prinzip sehr guten Idee ist eigentlich nur zu bemängeln, daß das Ganze mehr auf Pop Hard Rock der Marke DEEP PURPLE anno 1990 hinausläuft. Dies an sich sollte jedoch noch keinen Nachteil für die Band bedeuten, die mit ihrem selbstbetitelten Demo garantiert eine der besseren Neuerscheinungen der letzten Zeit geschaffen hat.

Daß die Freude über SEVEN CRIMES aber (leider) doch nicht ganz ungetrübt bleibt, ist wohl hauptsächlich der Stimme von Volker Pfisterer zu verdanken, die an manchen Stellen klingt, als hätte ihr Besitzer bei den Aufnahmen zu diesem Demo sein Gebiß zu Hause vergessen. Ein weiterer Punkt (wenn auch nicht unbedingt Minuspunkt) ist das Fehlen einer zweiten Gitarre (oder vielleicht auch eines Keyboards?), wodurch der Sound vor allem während der Gitarrensoli doch etwas dünn klingt. Trotz alledem erhält man mit SEVEN CRIMES ein Demotape, das man Freunden des etwas poppigeren Hard Rocks getrost weiterempfehlen kann. Da die Jungs genialerweise keine Kontaktadresse angegeben haben, können sie nur über folgende Rufnummer kontaktet werden: Telefonnummer.

 

Frantic – Welcome To Paradise

frantic-wtpDas wohl beste Tape, das mir für diese Ausgabe zur Besprechung vorlag, lieferten FRANTIC mit ihrem „Welcome To Paradise“ Demo ab. Das Tape beginnt herrlich MEKONG DELTA-mäßig (fiedel, streich – Red.) und bleibt auch irgendwo recht nahe an dieser Linie. FRANTIC jedoch als billige MEKONG DELTA Kopie abtun zu wollen, wäre der Band gegenüber sicherlich ungerecht, zumal sich die Ähnlichkeiten eh mehr auf die auf „The Music Of Erich Zann“ zelebrierten Titel beziehen.

Ach, bevor ich’s vergesse, hier noch die technischen Daten: Colorcover, Bandfoto, vier Songs, ca. 23 Minuten Spielzeit, guter Sound und das ganze für läppische 10.DM (+ 2.- DM in Briefmarken) – Herz, was willst Du mehr?

„Welcome To Paradise“ ist auf jeden Fall etwas für all diejenigen unter Euch, die mal wieder etwas richtig geiles für ihr Tapedeck suchen. Und jetzt noch das Wichtigste: zu beziehen ist das Tape bei: Adresse.

 

Death Power – The Bogeyman

Oh Gott, wieder eine dieser Möchtegern-Deathbands, die mit sinnlosem Gekloppe versuchen, in den Himmel der Götter vorzustoßen. Hoffentlich überleb‘ ich’s! so oder zumindest so ähnlich waren meine Gedanken, als ich die CD von DEATH POWER in den Händen hielt und den Bandnamen gelesen hatte.

Nun ja, gleich mal vorweg: ich hab’s überlebt (Logisch, sonst könntet ihr deses Review von mir nicht lesen) Daß es trotzdem zu einer gesundheitlichen Strapaze für mich wurde, liegt keinesfalls daran, daß ich mir die Seele aus dem Leib gek…. hättem sondern daran, daß diese CD meine Erwartungen in keinster Weise erfüllte und mich desöfteren zum Mitbangen animierte, was leider Genickschmerzen zur Folge hatte. Noch überraschter war ich, daß auf der Rückseite der CD irgendwo das Wort „France“ auftauchte, da ich unseren französichen Nachbarn so was ehrlich nicht zugetraut hätte (Excusez!).

Das, was sich nun auf dieser CD befindet, liegt wohl irgendwo zwischen „super“ und „gut“ und stellt eine Art Death-Speed-Mix dar. Die Jungs, die sich für diesen Mix verantwortlich zeigen, wissen wohl, was die wollen und es demnach auch tun, so daß man eigentlich nur raten kann: hört mal rein (BON JOVI Fans ausgeschlossen).