Fortsetzungen sind zur Zeit groß in Mode. Hollywood produziert einen Nachfolger nach dem anderen - egal ob die Engel von Charlie, “Marix Reloaded” oder “Terminator - der dritte Akt”. Keine Ahnung, ob sich Eric Woolfson davon hat mitreißen lassen oder nicht - jedenfalls hat der langjährige zweite Kopf des Alan Parsons Project mit “Poe: More Tales Of Mystery And Imagination” einen Nachfolger zum besten Project-Album aller Zeiten geschaffen.
Fortsetzungen sind meist schlechter als das Original. Eigentlich hätte man alle Chancen der Welt, verliert sich aber meist nur in Wiederholungen bereits Bekanntem. Und wenn mal was Neues versucht wird, geht dieser Versuch in der Regel weit am ursprünglichen Geist vorbei. So ist es auch bei dem neuen Woolfson’schen Output, der klingt, als hätte sein Erschaffer “Tales Of Mystery And Imagination” nie gehört, geschweige denn mitkomponiert. Nur das Intro “Angel Of The Odd” und ein einziges kurzes Orson Wells Zitat des 1987’er CD-Re-Releases erinnern überhaupt an das, was das Album eigentlich fortsetzen soll.
Woran’s liegt, offenbart sich erst nach mehreren Durchläufen: “Poe: More Tales Of Mystery And Imagination” klingt nicht, als wäre das Ziel der Aufnahmen ein Standalone-Album gewesen, sondern wie die Musik zu einem Bühnenstück. Eingänige, zu oft wiederholte Refrains und Chöre kombiniert mit relativ einfach strukturierter Musik – Beilage eben aber kein Hauptgericht. Diese Vermutung bestätigt ein Blick ins Booklet – bei den Songs handelt es sich tatsächlich um eine Art Resteverwertung eines von Eric Woolfson vor einigen Jahren konzipierten Musicals über das Leben von Edgar Allan Poe.
Daß es auch besser geht, haben andere bewiesen. Rick Wakeman zum Beispiel mit “Return To The Center Of The Earth”, das zwar anders als das Original ist, aber immer noch eine erkennbare Verbindung aufweist. “Poe: More Tales Of Mystery And Imagination” dagegen kann weder als eigenständiges Album noch als Nachfolger des übermächtigen “Tales Of Mystery And Imagination” bestehen.
Annehmbar (06/20 Punkte)
Es gibt heute nicht viele Bands, welche die Flagge das klassischen Hard Rock hochhalten. Eine dieser wenigen Bands sind
Bei Tapes wie “Looking For A Dream” von
"Wo man gern ist, weil man gut ißt, bei Mc" - äh, STOP - Zwar schon Mc, aber nicht Donalds sondern Animal. Bei diesem Titel, der Aufmachung des Tapes und nicht zuletzt auch dem recht locker geschriebenen Info erwartete ich ‘mal wieder ’ne 08/15-Pop-Rock-Für-Kleine-Kinder-Band. Weit gefehlt! Was mich erwartete, war Doom-Funk-Metal-Thrash-Sex-Murder-Art-Freak-Hard-Core. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Band für ihr Info, denn von alleine hätte ich diesen Stil sicherlich niemals identifizieren können).