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Circle II Circle – Delusions of Grandeur

Daß man auch zum SpecialPrice Fehlinvestitionen tätigen kann, beweisen Circle II Circle mit ihrem 2008’er Werk „Delusions of Grandeur“.

Schon das Cover sollte stutzig machen – was nach drittklassigem PC-Rollenspiel aussieht, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Spitzenalbum verzieren und so regiert analog zum Rollenspiel auch eher gepflegte Langeweile denn Spannung pur.

Das Hauptproblem von „Delusions of Grandeur“ sind die über weite Strecken uninspirierten Gesangslinien, die so weit nach vorne gemischt wurden, daß sich die Instrumentalfraktion – außer während  der Soloparts – beliebig abrackern kann ohne auch nur ansatzweise punkten zu können. Zak Stevens mag ein großartiger Sänger sein, trotzdem nervt der Gesang spätestens ab Mitte des Albums und die Orientierung welcher Song gerade läuft, kann nur noch mit Unterstützung der leuchtenden Ziffern am CD-Player zurückgewonnen werden.

Das abschließende „Every last thing“ versucht mit „Ich war mal Sänger bei Savatage“-Anleihen wenigstens einen guten letzten Eindruck zu hinterlassen, versinkt aber letzendlich genauso in der Beliebigkeit wie der Rest des Albums.

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Circle II Circle – Watching In Silence

Mit einem gewaltigen Paukenschlag meldet sich der ehemalige SAVATAGE-Sänger Zak Stevens zurück. Schon die vorab auf der Bandwebsite veröffentlichten Songs ließen erahnen, daß der Inhalt der Scheibe musikalisch nicht so weit vom ehemaligen Brötchengeber entfernt sein wird – zumal auch Jon Oliva und Chris Caffery bei einigen Songs als Co-Autoren auftauchen.

War mancher Song auf der letzten SAVATAGE-Scheibe „Poets & Madmen“ doch etwas gewöhnungsbedürftig und vor allem im Refrain extrem schwach geraten, knallt „Watching In Silence“ genau so, wie man es sich erhofft hatte. Vom Opener „Out Of Reach“ über den genialen Titelsong mit seiner ohrwurmartigen Melodie bis hin zum abschließenden „Fields Of Sorrow“ wird ein 10 gängiges Menü aus den Zutaten bereitet, die Alben wie „Edge Of Thorns“ oder „Dead Winter Dead“ zu unsterblichen Klassikern machten.

Mit dem Erscheinen von „Watching In Silence“ kann man den Spruch „denn nur wo SAVATAGE draufsteht ist auch Savatage drin“ jedenfalls vergessen. Dies ist die Scheibe, die ich mir als Nachfolgealbum zu „Wake Of Magellan“ erhofft hätte.