Fundstücke

Borland (attr)aktiviert Windows

26. Februar 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Folgende Anzeige von Borland für den “Resource Workshop” habe ich beim Aufräumen gefunden:

Borland Anzeige

Mich würden Zahlen interessieren, wie viele Leute das Design von Borland tatsächlich als attraktiver als das originale Windows-Design empfunden haben. Der Grundgedanke, etwas mehr Farbe in die Dialoge zu bringen, war sicherlich nicht falsch. Mir persönlich waren aber die Icons immer einen Tick zu groß und das Design insgesamt deutlich zu bunt.


Die Stimme zum Rauch auf dem Wasser

12. Februar 2026 · Verschiedenes · andreas · Kein Kommentar

Anlässlich des 60. Geburtstags von Ian Gillan erschien am 12. August 2005 in der Zeitung “Die Rheinpfalz” folgender Artikel, dessen Originallayout ich für die Darstellung hier im Blog von vertikal auf horizontal geändert habe. Auch habe ich aus urheberrechtlichen Gründen alle Passagen, die nicht zum Verständnis des Eintrags hier notwendig sind, unkenntlich gemacht.

Scan Rheinpfalz 12.08.2005

So schön ich die Tatsache als solche auch fand - schon beim ersten Überfliegen sprangen mir direkt einige Fehler ins Auge, zu denen sich bei einem zweiten Durchgang noch ein paar weitere hinzugesellten.

Also schrieb ich der Redaktion am 16. August 2005 folgenden besserwisserischen Leserbrief:

Liebe Rheinpfalz,

zuerst Mal vielen Dank für den Artikel über Ian Gillans Geburtstag, in den sich aber leider ein paar falsche Angaben eingeschlichen haben:

Das Casino in Montreux fing bereits während des Auftritts von Frank Zappa an zu brennen, als ein Zuschauer eine Leuchtpistole abfeuerte.

Tony Edwards war nie Bandmitglied bei DEEP PURPLE, er war der erste Manager der Band. Das zusammen mit Nick Simper ausgestiegene Bandmitglied heißt Rod Evans.

Ian Gillan hatte mit der Verfilmung von “Jesus Christ Superstar” nichts zu tun. Er war der Jesus der Original(ton)aufnahme 1970, hat die Teilnahme am Film, erschienen 1973, aber abgelehnt um mit DEEP PURPLE zu touren.

In Sachen Jazzplatten ist die Zählung sicherlich schwieriger, prinzipiell war es aber nur eine, die u.a. eine Neuaufnahme von “Child in Time” enthielt. Die späteren Alben sind eindeutig in die Kategorie “Rock” einzuordnen.

Bei BLACK SABBATH war Ian Gillan der Ersatz für Ronnie James Dio, der bereits 1979 den Sängerposten von Ozzy Osbourne übernommen hatte.

Ian Gillan trennte sich zwar 1989 von DEEP PURPLE, kehrte aber nicht ein Jahr später sondern erst im Sommer 1992 zur Band zurück.

Auf “Bananas” gibt es kein Duett, es gibt nur erstmals bei DEEP PURPLE deutlich hörbaren weiblichen Backgroundgesang. Seine ersten Duette fanden bei EPISODE SIX zwischen 1965 und 1968 zusammen mit Sheila Carter-Dimmock statt, also noch bevor er Mitglied bei DEEP PURPLE wurde.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas Thul

Nachdem ich die Hoffnung auf eine Reaktion (geschweige denn einen Abdruck) schon fast aufgegeben hatte, kam am 9. September doch tatsächlich eine Reaktion:

Ihr Leserbrief vom 16.8.2005

Sehr geehrter Herr Thul,

wir danken Ihnen für Ihr Schreiben vom 16.8.2005. Ihre Ausführungen haben wir mit Interesse zur Kenntnis genommen. Da uns jede Woche im Schnitt mehrere hundert Leserbriefe erreichen, uns aber nur ein begrenzter Platz für Leserbriefe zur Verfügung steht, können wir immer nur eine Auswahl veröffentlichen. Wir bemühen uns dabei, Zuschriften zu möglichst vielen Themen unterzubringen und zugleich einen repräsentativen Querschnitt der Themen abzubilden, die unsere Leser besonders stark bewegen. Vor diesem Hintergrund kann eine Veröffentlichung grundsätzlich nicht garantiert werden.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir Ihren Brief diesmal leider nicht veröffentlichen konnten. Sie dürfen aber versichert sein, dass Ihre Gedanken und Anregungen für uns wichtig und informativ sind. Jeder Brief geht in Kopie der Redaktion zu, die das darin angesprochene Thema bearbeitet. Lesermeinungen gehen somit also nicht verloren . Deshalb möchten wir uns für Ihren Beitrag bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

P____ K_____________

Ist ja schön, daß meine “Gedanken und Anregungen” für die Redaktion “wichtig und informativ” sind - ich persönlich hätte allerdings etwas mehr erwartert. Wobei es mir weder um Ian Gillan noch um meinen Brief als solchen geht.

Bleibt nur zu hoffen, daß bei anderen Artikeln die hoffentlich irgendwie vorhandene Qualitätskontrolle besser funktioniert …

Ursprünglich am 21.11.2007 veröffentlicht, fehlte dieser Beitrag bisher im Blog.

AOL-CDs

21. Dezember 2025 · Funstuff · andreas · Kein Kommentar

Auch wenn ich persönlich nur wenige Menschen kenne, die tatsächlich AOL-Kunde waren, kam man Anfang der 2000’er kaum an “America Online” vorbei.

x-mas Special Vorderseite

Nicht nur Boris Becker fragte ungläubig “Bin ich schon drin?”, auch bei Filmen wie z.B. “e-m@il für Dich” war die prominente Produktplazierung nicht zu übersehen.

Vollständigen Beitrag lesen


Warning: Possible Voiding Of Warranty

25. November 2025 · Funstuff · andreas · Kein Kommentar

Gefunden auf einem alten Laufwerk auf dem Weg in Richtung Elektroschrott:

Laufwerk mit Warnaufkleber

Die Belehrung ist - da wichtig - komplett in GROßSCHRIFT:

WARNING: POSSIBLE VOIDING OF WARRANTY.
PLEASE BE AWARE THAT CRACKED, DEEPLY SCRATCHED OR OTHER POOR QUALITY DISCS USED IN THIS DRIVE MAY CAUSE DAMAGE TO THE DRIVE AND DATA IN THE DISC.
SUCH DISCS MAY BREAK AT HIGH SPEED ROTATION. IF FULL CARE IS NOT EXERCISED IN RELATION TO THIS MATTER, YOU MAY VOID THE WARRANTY TO THIS PRODUCT.

Dagegen wirkt der obendrüber verbaute CD-Brenner (ja, auch sowas gab’s mal) richtig langweilig und unspektakulär.


Far Cry: Draußen ist's schöner als drinnen!

29. August 2025 · Spiele · andreas · Kein Kommentar

Far CryNachdem der lokale Blöd-Markt in einer seiner Sonderaktionen den Shooter “Far Cry” für moderate 9.99 Euro im Angebot hatte, hab’ ich mir das Teil zugelegt und bin beeindruckt:

Vor allem die Graphik in den Außenlevels kann man wohl nur mit “wow” bescheiben und ist schlicht und einfach atemberaubend: Südseestrände, an die man sich am liebsten sofort legen würde, Wasser, daß zum Baden und Schnorcheln einlädt und Vegetation, die nicht nur als Deko dient sondern auch tatsächlich zur Tarnung benutzt werden kann - das ist zwar alles nicht unbedingt neu, gab’s aber in dieser Perfektion bisher noch nie auf einmal. Demgegenüber sind die Innenlevels eine deulich tristere Angelegenheit, verfehlen aber die Doom-Meßlatte auch nur ganz knapp. Ich jedenfalls habe die Innenlevel hauptsächlich gespielt, um schnell wieder ins nächste virtuelle Draußen zu kommen.

Auch die Gegner verhalten sich habwegs intelligent, suchen Deckung und versuchen auch mal eine andere Taktik als einen Frontalangriff - ein Umstand, der das komplette Geschehen bei weitem nicht so geskriptet aussehen lässt wie bei der Konkurrenz. Die fahrbaren Untersätze machen ebenfalls jede Menge Spaß, ebenso die Tatsache, daß es oft mehr als nur einen Weg zum Ziel gibt.

Minuspunkte gibt’s nicht allzu viele - mich hat vor allem die Sprachausgabe der gegnerischen Söldner gestört, die irgendwie falsch und unpassend klang und sich viel zu oft wiederholte. Ansonsten hätte man gerne auf das Speicherpunkte-System verzichten können und gleich eine manuelle Speichermöglichkeit einbauen - die lässt sich aber glücklicherweise über ein paar einfache Konsole-Kommandos nachrüsten.

Am 12.11.2005 für shadowfire.de verfasst, fehlte der Beitrag bisher hier im Blog. Die Bezeichnung “Blöd-Markt” spielt auf den damals häufig verwendeten Werbespruch “Ich bin doch nicht blöd!” der Media-Saturn-Holding an.