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Last Temptation – Chapter One

lt-coLAST TEMPATION sind das neue Projekt des RAINSTORM PROJECT-Kopfes Thomas Pihale, der sich mit fester Band ohne Projektcharakter zurückmeldet. Während die instumentalen Teile allesamt stimmig und abwechslungsreich daherkommen und sowohl die meist zurückhaltend agierende Gitarre sowie Bass und Schlagzeug gekonnt agieren, kann der Gesang nur wenig begeistern. Wahrscheilich auf hypnotische Wirkung abgezielt, wirkt die Stimme von Sängerin Isa uninspiriert und variationsarm und zieht bei einem Vergleich mit historischen „Vorbildern“ wie z.B. Linda Hoyle von AFFINITY deutlich den Kürzeren.

Leider fehlt es auch der Gesamtproduktion etwas an Feinschliff – dort, wo das RAINSTORM PROJECT mit „Purple Eyes“ vielleicht auch Dank der Mitwirkung durch den erfahrenen Bob Curiano punkten konnte, versprüht der vorliegende Silberling deutlich mehr Demo-Charme.

Alles in allem ist „Chapter One“ trotz vorhandener Schwächen ein hörenswerter Einstieg, lässt aber für die weitern Kapitel noch einiges an Verbesserungspotential.

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Rainstorm Project – Purple Eyes

So richtig sicher bin ich mir auch nach dem n. Durchhören noch nicht, was ich von „Purple Eyes“ halten soll. Sicherlich, große Schwächen erlaubt sich das RAINSTORM PROJECT nicht, aber das hatte ich auf Grund der Mitwirkung von Bob Curiano (Ex-BLACKMORE’S NIGHT Sir Robert Of Normandy) auch nicht erwartet.

Herz, Kopf und Hauptsonschreiber des Projekts ist Thomas Pihale, der aus seiner Verehrung für Vorbild Ritchie Blackmore keinen Hehl macht, was der Platte gut zu Gesicht steht. Die Songs sind knackig komponiert, abwechslungsreich und auch die Soli machen Spaß und dienen mehr als nur der Demonstration technischen Könnens.

Schwer tue ich mir mit dem Gesang Henning Schwarzhoffs, der mir vor allem bei anspruchsvollen und / oder schnellen Passagen zu variationslos klingt. Ganz im Gegenteil hierzu stehen die Songs mit Sabrina Pihale am Mikro, deren Stimme deutlich besser zu den Kompositionen passt. Sollte sie tatsächlich bisher (wie im Info behauptet) nur unter der Dusche gesungen haben, schlummert hier wohl eindeutig ein Talent, daß an eine Candice Night mit nicht ganz so elfenhafter Stimme erinnert.

So macht mir denn auch das Album ab dem Titelstück „Purple Eyes“ richtig Spaß, während ich mich mit den Openern „Pat The Cop“ und „Standing Here“ vor allem wegen des Gesangs nicht anfreunden kann. Als absolut unnötiger Tiefpunkt entpuppt sich das a-ha Cover „Scoundrel Days“, das vor allem an der gesanglichen Vorgabe des Originals scheitert.

Insgesamt gesehen hat das RAINSTORM PROJECT mit „Purple Eyes“ ein gelungenes Debütalbum veröffentlicht, das mich über weite Strecken zu überzeugen weiß und dessen Produktion sich vor den Veröffentlichungen „gestandener Bands“ nicht zu verstecken braucht, auch wenn ich nicht mit jedem Song Freundschaft schließen mag.