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Vanderhoof – A Blur In Time

Kurdt Vanderhoof hat zumindest laut eigener Aussage das gleiche Problem wie ich – er würde gerne mehr klassischen 70er Jahre-Rock hören. Da es aber leider nur sehr wenige neue Bands gibt, die heutzutage noch solche Musik veröffentlichen und die Heroen vergangener Tage sich lieber zu Tode touren als noch einmal das Wagnis eines neuen Studioalbums auf sich zu nehmen, hat der METAL CHURCH-Mastermind kurzerhand nach dem Motto „selbst ist der Mann“ seine eigene Truppe wieder zusammengetrommelt, um genau diese Lücke zu schließen.

So hat denn auch der VANDERHOOF-Sound mehr mit DEEP PURPLE und den alten URIAH HEEP gemeinsam als mit irgendwelchen topaktuellen Releases, glücklicherweise kann der Staubwedel aber trotzdem beim Putzzeug bleiben. Songs wie „3 AM“, das geniale „If There’s A Song“ oder „Sleeping Giant“ gehören mit zum Besten, was mein CD-Player im laufenden Kalenderjahr bisher abspielen durfte: griffige Riffs, eine deutlich erkennbare Hammond und ein knackiger Baß – was will man mehr?!? Oder um’s mit dem Booklet zu sagen „Again and always … This album was recorded and performed by human beings. No computers were used in the recording of this record. All synthesizers are analog. No SAMPLERS!!“.