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Various Artists – Pre-Purple People

Mit »Pre-Purple People« erscheint eine weitere CD, die sich mit dem Vorleben der diversen (Ex-)Mitglieder der Band DEEP PURPLE beschäftigt. Doch statt den gleichen Kaffee zum zwanzigsten Mal aufzuwärmen enthält der mit „Rarities From The Late Beat Age“ untertitelte Rundling weitestgehend Songs, die noch nicht jeder Fan in seiner Sammlung stehen hat.

Los geht’s mit den Frühwerken von Ritchie Blackmore (RITCHIE BLACKMORE ORCHESTRA) sowie der Herren Gillan und Glover (EPISODE SIX), bevor mit SANTA BARBARA MACHINE HEAD drei Songs mit Jon Lord folgen, die bisher nur auf einem raren LP-Sampler enthalten waren. Auch dem seit Jahren untergetauchten Rod Evans wird zusammen mit seinem damaligen Bandkollegen Ian Paice mit zwei Songs von THE MAZE gehuldigt. Auf den Songs von BOZ, ANAN und SUNDRAGON sind dann verschiedene DEEP PURPLE-Musiker der ersten Stunde zu hören, eingesetzt als Backingband für diverse obskure Gesangeskünstler (Anspieltip: SUNDRAGON ›Five White Horses‹) bevor mit den vier bisher weitestgehend unbekannten (da extrem schwer zu findenden) Songs von THE GOVERNMENT eine EP zum ersten Mal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, die eigentlich nur für Familie und Freunde von Coverdale & Gesellen gedacht war.

Alles in allem sicherlich eine lohnende Investition für Komplettisten, auch wenn man die musikalische Klasse späterer Jahre oftmals mit der Lupe suchen muß!

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Various Artists – Smoke On The Water

Im Gegensatz zu ähnlichen Widmungen an noch immer  quietschlebendige Heroen fühlten sich hier keine kompletten Bands dazu berufen, ihren Tribut zu zollen, die Songs wurden von einer festen Background-Band mit verschiedenen Gitarristen und Vocalisten eingespielt. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie „Malmsteen plays Blackmore“ nun wirklich klingt, oder warum Jossele Turner überhaupt nicht zur Band gepaßt hat, bekommt hier endlich Gelegenheit, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Überhaupt fand ich es recht interessant, daß bei diesem Tribute-Album neben J.L.Turner mit Glenn Hughes gleich zwei Ex-Bandmitglieder vertreten sind, zumal sich Glenn Hughes mit „Stormbringer“ auch noch selbst Tribut zollt – ein Song, den er selbst 1974 gegen David Coverdale in der Originalversion eingesungen hat.

Aber trotz einiger Schwächen ist das Album recht interessant geworden. Klare Highlights sind Ritchie Kotzen mit „Rat Bat Blue“ und auch Jeff Scot Soto mit „seiner“ Version von „Hush“. Warum aber Mr.Turner unbedingt „Lazy“ vergewaltigen mußte und warum man auch unbedingt die 1001. Coverversion von „Smoke On The Water“ – zumal noch mit stellenweise falschem Text – aufnahm, wird wohl für immer das Geheimnis der Erzeugerväter bleiben. Glücklicherweise blieben uns allerdings Tiefgriffe wie Axel Rudi Pells „When A Blind Man Cries“ erspart.

Alles in allem bleibt ein für den Fan sicherlich recht interessantes Album, auf dem neben den bisher genannten auch Don Dokken, Russ Parish, Kip Winger, John Norum und andere mitgewirkt haben.