Schlagwort: Wahlplakate

kleingedrucktes bei der FDP

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Einen Aufmerksamkeitstest der besonderen Art liefert die FDP auf Ihren Wahlplakaten:

Hier in der Region vorzugsweise in Tempo 50- und 70-Zonen aufgestellt, fällt der Textblock neben dem Bild meist erst beim wiederholten Vorbeifahren auf. Wie man aber den Text inklusive URL ohne Zwischenstopp erfassen soll, bleibt mir ein Rätsel ... Oder ist das ein geschickter Schachzug, damit die Leute zu Hause anfangen, nach "FDP Wahlplakat" zu suchen und sich so mit der Partei beschäftigen?


Machen, was Arbeit schafft.

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Es bleibt zu hoffen, daß zumindest der verantwortliche Werbestratege der CDU wusste, was er (oder sie) mit dem Satz "Machen, was Arbeit schafft." aussagen wollte - von "Arbeitsplätze schaffen" bis zu deutlich weniger wohlwollenden Interpretationen sind viele Varianten möglich.

Als wäre das nicht genug, wurde der Spruch noch auf ein Plakat gedruckt, das wahrscheinlich den Arbeitstitel "Die Blonde mit dem irren Blick" trägt: ein Azubi, der ohne nochmal den Meister zu konsultieren in wenigen Sekunden die Stromzufuhr zum Kühlkreislauf eines Atomkraftwerks unterbrechen wird.

"Machen, was Arbeit schafft."


Wir Mit Ihr

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War es in den letzten Jahren meist die CDU, so ist es im aktuellen Wahlkampf die SPD, die mit sinnbefreiten Wahlplakaten zum Kopfschütteln animiert.

Daß es schon länger nicht mehr darum geht, Wähler mit Hilfe von Inhalten oder Konzepten zu überzeugen ist klar - aber muß man deshalb gleich Personenkult plakatieren? Gefühlt 99,9% der Plakate der SPD transportieren die Hauptbotschaft, daß Frau Dreyer gerne ihren Job behalten würde - für einen Landtags-Wahlkampf recht dürftig.

Nicht wirklich punkten kann auch Daniel Schäffner. Was sagt ein Slogan wie "ECHT. ENGAGIERT. EINER FÜR UNS." aus? Ist der Kandidat keine Fälschung? Oder ist er echt engagiert? Setzt er sich für seine Wähler ein? Sorry, aber das sind Selbstverständlichkeiten, mit denen da geworben wird.

Und last but not least: wer hat eigentlich der SPD Rheinland-Pfalz geraten auf den Plakaten HERUMZUSCHREIEN?


Der Müller macht's ... oder ... Leß do it?

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Wahlkampfzeit ist auch immer wieder die Zeit, in der man kopfschüttelnd vor irgendwelchen Plakaten steht und nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll ...

Ob "Zukunft schaffen" oder "Ralf wählen" - es bleibt zu hoffen, daß für diese beiden Plakate nicht auch noch eine Werbeagentur bezahlt wurde.


Flüchtlingszahl reduzieren - aber bitte nicht so!

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Ich habe mich nicht auf CDU-Bashing eingeschossen, aber es scheint so zu sein, daß zumindest auf meinem täglichen Arbeitsweg die meisten "normalen" Parteien eher harmlose Kopfschüttler aufhängen: die FDP will die Straßen sanieren? Würde ich nicht seit Jahren jeden Morgen in einer Baustelle auf der A6 stehen, wäre das aus meiner Sicht bestimmt eine gute Idee und ob Ministerpräsidentin Dreyer tatsächlich genau richtig für unsere Zeit ist, lässt sich mangels alternativer Zeitlinie nur schwer herausfinden.

Die CDU hat es aber geschafft, auf nur einem Plakat vieles zusammenzufassen, was mich an der aktuellen Politik in den Wahnsinn treibt - und nein, ich rede nicht davon, dass man das Plakat auch so verstehen könnte, daß Frau Klöckner nach Gutsherrenart (kann man das eigentlich gendern?) höchstpersönlich den Daumen heben oder senken möchte.

Flüchtlingszahl reduizeren
Wissen, wer zu uns kommt.

Klingt ja erstmal nach einen guten Konzept, denn nur die wenigsten Flüchtlinge werden sich einfach mal aus Langeweile auf den Weg nach Europa machen, Familie, Freunde, Hab und Gut hinter sich lassen und dabei unter Umständen auch noch ihr Leben riskieren.

Eine genaue Analyse der Flüchtlingsströme, deren Herkunft und der Beweggründe ist essentiell, um zu verstehen, warum und woher die Menschen zu uns kommen.

Entscheiden, wer bleiben darf.
Zurückschicken, wer gehen muss.

Moment mal?

Nicht "Lebensbedingungen vor Ort verbessern", "Ursachen für Flucht bekämpfen", "Hilfsprojekte initiieren" oder ähnliches? Nein, stattdessen "Entscheiden, wer bleiben darf." und "Zurückschicken, wer gehen muss." - also lieber publikumswirksam oberflächlich an den Symptomen herumbasteln statt sich um die Ursachen zu bemühen.

Sicherlich, wir reden von einer Landtagswahl und nicht von der Wahl zur Bundeskanzlerin (wobei Frau Merkel selbst genug mit dem Eindruck der Macht- und Planlosigkeit zu kämpfen hat), aber Projekte wie das Baden Württembergische "Gemeinsam für Dohuk" zeigen, daß man auch als Bundesland versuchen kann, vor Ort etwas zu bewegen. Ob die Initiative tatsächlich etwas bewirkt, kann erst die Zukunft zeigen, ein Ansatz wie

Das Ziel der Kooperation mit der Provinz Dohuk ist es, vor Ort die Situation der Flüchtlinge und auch der einheimischen Bevölkerung zu verbessern. „Wir wollen den Menschen helfen, die Flucht aufgrund von Perspektivlosigkeit nicht als einzige Lösung zu sehen“, sagte Minister Friedrich.

klingt zumindest in meinen Ohren nach einem deutlich sinnvolleren Ansatz als das, wofür die CDU in Rheinland-Pfalz gerne unsere Stimmen hätte.