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Konzerte

Alice Cooper / Dogs D’Amour 2002-11-30

Daß im Schwabenländle gerne gespart wird, ist kein großes Geheimnis. Trotzdem hatte man  keine Kosten und Mühen gescheut, um Altrocker Alice Cooper zusammen mit seiner kompletten Show in den Glaspalast nach Sindelfingen zu holen.

Gespart wurde woanders – nämlich an dem bei allen Personalchefs immer wieder beliebten Kostenfaktor „Personal“. Die beiden Mädels an der Abendkasse glänzten durch Unfreundlichkeit und „Hier werden Sie garantiert nicht geholfen“-Einstellung und daß die Rechnung, 5.000 Leute in weniger als einer Stunden durch zwei schmale Eingangstüren zu schieben nicht aufgehen kann, sollte auch einem schwäbischen Hallenchef klar sein. Dazu wurde an beiden Türen so intensiv durch- und untersucht, als würde man gleich auf der Bühne den amerikanischen Präsidenten persönlich bejubeln dürfen.

So gingen die DOGS D’AMOUR (die für die verhinderten L.A.GUNS eingesprungen waren) denn auch planmäßig auf die Bühne, als noch ein nicht unbeträchtlicher Teil des Publikums die Hallenansicht von Außen genießen durfte. Nicht, daß sie viel versäumt hätten – aber freundlicherweise wurden die Kontrollen offensichtlich gelockert und die Leute strömten in die Halle. Die DOGS lagen mit ihrem Ami-Rock genau im Mittelpunkt zwischen interessant und uninteressant, soll heißen sie taten keinem weh, begeisterten aber auch nur wenige so richtig.

Dann war die Stunde des Meisters gekommen und Alice Cooper entführte das Publikum nach Dragontown, der gefährlichsten Stadt auf dem Brutal Planet. Weder das Setup noch die Setlist unterschieden sich wesentlich von dem auf „Brutally Live“ veröffentlichten Material, nur hier und da wurde ein Song durch einen brandneuen oder steinalten ausgetauscht – auf Material aus der Zeit Anfang der 80’er mußte man (mal wieder) verzichten.

In der Begleitband gab es ebenfalls einige Änderungen, die sich aber mehr optisch denn musikalisch bemerkbar machten, wobei die teilweise recht skurrile Optik natürlich auch ein Teil der Show ist. Vor allem der Bassist könnte mit seinem blau blinkenden Brust-Panel Darth Vader Konkurrenz machen!

Sämtliche Frauenrollen während der Show wurden von Alice’s Tochter Calico Cooper übernommen, die sowohl im Lederoutfit, als Krankenschwester und als Britney Spears (im passenden Pepsi-Look) im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Figur machte und von Papi mehrere Male um die Ecke gebracht wurde.

Gelungen auch der Rauswerfer – nach der Bandansage „Die Show ist beendet, ihr habt überlebt. Und nun geht.“ war wohl jedem klar, daß es keine Zugaben mehr gibt.

Quelle: Ursprünglich für das Underground Empire geschrieben und dort in überarbeiteter Version veröffentlicht. Originalversion vom 11.01.2003

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Betriebssysteme

Eigene Dateien umziehen

Ablageort

Um Dateien abzulegen, hat sich das freedesktop.org-Projekt ein System von Ordnern ausgedacht, welche direkt bei der Anmeldung im „home“-Verzeichnis jedes Benutzers erzeugt werden: „Bilder“, „Dokumente“, „Downloads“, „Musik“, „Öffentlich“, „Schreibtisch“, „Videos“ sowie „Vorlagen“.

Einen (oder mehrere) davon loszuwerden ist gar nicht so einfach. Löscht man einen der Ordner, meldet sich ab und wieder an, ist der Ordner wieder da. Um dieses Verhalten zu ändern, ist ein Eingriff auf Systemebene notwendig, dieser wirkt sich allerdings auf alle Benutzer und nicht nur auf den aktuell angemeldeten Benutzer aus:

Sysadmins can configure things by editing /etc/xdg/user-dirs.conf. At the moment there are only two settings, you can disable the whole thing, and you can specify the charset encoding used for filenames.

Kopieren oder verschieben?

Beide Methoden haben ihre Vor- bzw. Nachteile: Wer die Dateien kopiert, kann jederzeit nochmal zurück zum Start und im Falle eines Falles von vorne beginnen bzw. hat immer noch ein voll funktionsfähiges Altsystem, auf dem alle Dateien vorhanden sind. Dafür fällt es schwerer, den Überblick zu behalten, ob tatsächlich alles kopiert wurde und nicht noch irgendwo in einem Ordner ein paar eigentlich benötigte Dateien vergessen wurden.

Wer verschiebt, weiss ganz sicher: was im Altsystem weg ist, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im neuen System gelandet. Dafür ist ab dem ersten Schritt kein einfaches „Zurück“ mehr möglich, auch weil bei einem Verschiebevorgang zurück u.U. die Zugriffsberechtigungen des Windows-Systems nicht mehr rekonstruiert werden können.

Wenn genügend Platz vorhanden ist, kann natürlich auch eine Kombination der beiden Methoden eingesetzt werden: Zuerst eine Kopie der gesamten Widows-Ordnerstruktur in einem Arbeitsverzeichnis erstellen und von dort dann verschieben.

Berechtigungen

Eine  Klippe bezüglich der Dateiberechtigungen ist beim Kopieren bzw. Verschieben allerdings zu umschiffen: da Windows seine Dateien innerhalb des NTFS-Dateisystems speichert und dies keinerlei brauchbaren Informationen bezüglich der unter Linux zu verwendenden Dateiberechtigungen beinhaltet, müssen diese neu erzeugt werden.

Wer die Dateien gerne grafisch kopieren möchte, öffnet hierzu Gnome-Dateien (interner Name: Nautilus) und wechselt in der linken Leiste auf „Andere Orte“. Dort findet er die Laufwerke seines Windows-Systems, welche sich mit einem Klick einbinden lassen.

Beim Kopieren haben sich die Entwickler entschieden, den neu angelegten Dateien die maximal möglichen Berechtigungen zu erteilen.

 4 drwxrwxrwx 2 andreas andreas 4096 Aug 11 15:02 'a directory'
52 -rwxrwxrwx 1 andreas andreas 1234 Aug 11 14:52 file.txt

Dies ist auf einem Einbenutzer-System kein Problem, auf einem System mit mehreren Benutzern allerdings ein potentielles Sicherheitsrisiko.

Umgehen lässt sich dies durch das manuelle Kopieren der Dateien auf der Kommandozeile:

Zuerst wird das benötigte Windows-Laufwerk manuell eingebunden und anschließend die Dateien mittels „cp“-Befehl (oder „mv“) an den neuen Ort kopiert (oder verschoben). Der „cp“-Befehl berücksichtigt hierbei die sogegannte UMask, die Berechtigungen, unter denen neue Dateien eines Benutzers standardmäßig angelegt werden sollen. Mit ein paar zusätzlichen Parametern werden die zu übertragenen Dateien dann im neuen System angelegt:

$ cp -r --no-preserve=owner,mode --preserve=timestamp /media/VonWoAuchImmer ~/ZielOrdner/

 

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Lesenswert XXVI

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§17 & §3 StVO

Liebe andere Verkehrsteilnehmer,

bitte werft bei Gelegenheit mal einen Blick auf §17 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung, denn dort steht

Nebelschlussleuchten dürfen nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 m beträgt.

Kombiniert man diesen Satz mit §3 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung, in dem steht

Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist.

sollte euch eigentlich klar sein, daß man bei 130 km/h und Sichtweiten von 300m und mehr nicht nur keine Nelbelschlussleuchte anschalten sollte, sondern dass dies ganz klar nicht erlaubt ist. Die von euch geblendeten können dann auch die Sonnenbrillen wieder abziehen.

Warum moderne Fahrzeuge mit ihren zahlreichen Assistenzsystemen  nicht einfach mit Einschalten der Nebelschlussleuchte die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzen, erschließt sich mir allerdings nicht …

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CDs

Album-Highlights 2019

Meine Album-Highlights des Jahres 2019 in alphabetischer Reihenfolge:

Andre Matos – Time To Be Free

Den Meisten ist der leider viel zu früh verstorbene Andre Matos nur als der Ex-Sänger von ANGRA ein Begriff, aber seine Solowerke sind mindestens genauso hörenswert.

Dream Theater – Distance Over Time

Nach dem extrem enttäuschenden „The Astonishing“ melden sich DREAM THEATER mit dem besten Album seit „Black Clouds & Silver Linings“ zurück.

First Night – First Night

Die perfekte Zeitreise … unglaublich, daß dieses Album tatsächlich 2019 erschienen ist.

Lazuli – 4603 Battements

Lazuli sind erfrischend anders als andere Bands … passende Schubladen sind mindestens so schwer zu finden wie die Erstlingswerke der Band.

Heather – Nova Pearl

Auch Heather Nova meldet sich mit einem Album zurück, das die direkten Vorgänger ziemlich blaß aussehen lässt.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.