Meine Album-Highlights des Jahres 2025 Teil 1 ohne Platzwertung:
Epica - Aspiral
"Aspiral" von Epica war bereits nach den ersten Appetithappen im Net Pflicht. Ich mag immer noch Symphonic Metal sehr und derzeit sind Epica für mich sowas wie die Speerspitze in dieser Richtung. Und Simone Simmons ist bzw. singt in der gleichen Liga wie Floor Jansen. Nach vorne stürmendes Drumming, prägnante Gitarren, maßvolles Growling und natürlich die Symphonic-Parts zusammen mit Simmons, das ergibt eine Melange, die zu keiner Minute langweilig wird.
Von daher ein Muss für Fans dieser Sorte Musik. Im Gegensatz zum “Yesterwynde” von Nightwish aus dem letzten Jahr ist dieses hier ein Album der Sorte “voll auf die Zwölf”.
Kleine Randbemerkung: ich hatte “Yesterwynde” im vorigen Jahr erst einmal links liegen lassen. Das hat sich mittlerweile doch sehr geändert. ;-))
IQ - Dominion
Ich mag komplexte Songstrukturen, die spannend sind und die berühmten Windungen und Wendungen aufweisen. Wenn dann noch eine sehr melodische und schlicht angenehme Stimme zu hören ist, die Keyboards die Songs zusammenhalten ohne zu dominieren, die eine oder andere Basslinie wie aus dem Nichts auftaucht, dann darf ein Song wie der Opener auch gerne einmal sowas wie Überüberlänge haben. Über die gesamte Länge ein für mich hochspannendes Album, sehr emotional, oft auch ein wenig düster. Und ganz nebenbei: über einen sehr ordentlichen Sennheiser abgehört, macht das das Werk sogar noch ein wenig mehr Spass.
Jethro Tull - Curious Ruminant
Zählt man Jethro Tull und insbesondere dieses Album heute noch zum progressiven Rock? Oder haben sich hier die Grenzen hin zur schnöden “progressiven” Popmusik verschoben? Wie auch immer, nach dem für mich sehr durchwachsenen “RökFlöte” kommt hier ein Album, das durch sehr feines Songwriting und eine ruhig-nachdenkliche Grundstimmung überzeugen kann. Da wirkt nichts auch nur ansatzweise hektisch-nervös, alles ist im Fluss und man könnte fast sagen: in der Ruhe liegt die Kraft. Anderson ist hier übrigens richtig gut bei Stimme. Ein Album, wie geschaffen, um mal wieder für ein knappes Stündchen (tatsächlich!) zu chillen und die Gedanken ein wenig schweifen zu lassen.
Gina Sicilia - Bring It On Home A Tribute To Sam Cooke
Einer dieser berühmten Zufallsfunde im Bandcamp. Wer sich an Sam Cooke rantraut, gibt den Songs entweder eine eigene Note oder scheitert grandios. Miss Sicilia hat sich für die 1. Variante entschieden. Wie gut, daß sie im Soul & Blues sowieso zuhause ist, das hilft schon einmal sehr. Wer ein Faible für die Songs eines der Urväter des Soul aus den 1950er / 1960er Jahren hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Übrigens: “Blowin in the Wind” ist zwar von Dylan, aber 1964 kam eine Coverversion im Soulgewand von Cooke raus.
Tja, nach meinem ganz persönlichen Empfinden kann sich Dylan da schon ein wenig aus dem Staube machen. Und Gina Sicilia schiebt den Song ganz lässig in den heutigen Neo-Soul rüber. Chapeau!
Candi Staton – Back To My Roots
Bleiben wir noch ein wenig im Bereich Soul und Gospel. Sie war für mich in diesem Beritt die Überraschung des Jahres. Candi Staton ist schlicht the Queen of Soul Music. Mit mittlerweile 84 Jahren(!) legt sie hier ein Roots-Album vor, das seinesgleichen sucht und wahrscheinlich nicht wieder finden wird. Auf jedem einzelnen Song zelebriert sie (übrigens hervorragend bei Stimme) den Oldschool-Soul mit allem, was dazu gehört (Chorus, Örgelchen, Piano und sanfter E-Gitarre). Wenn ich mir das Album mit Kopfhörer zu Gemüte führe, bin ich der Ansicht: tolle, analoge Produktion in warmem Klangewand und breiter Stereo-Range. Sowas nennt man auch gerne einmal ein Ohrenschmeichler. Sehr beeindruckend, wenn man sie über 1963 “speaken” hört.
Vorsicht, dieses Album nicht leichtfertig als Country-Klischeeding abtun. Vor allem dann nicht, wenn man in grauer Vorzeit mal
Gleich vorweg: der Vorname wird “Kielin” ausgesprochen. Wie klingt ihre Musik? Genau so, wie die Frau
Vorab: kennt bei uns so gut wie niemand. Weshalb kam es in meine Top-Alben für 2024?
Immer diese Schubladen. Die Basis des Albums der drei Schwestern aus Mexico dürfte sowas wie Alternative-Rock mit reichlich Pop-Appeal sein. Das wäre jetzt für sich gesehen nicht unbedingt der große Wurf, aber die Schwestern legen eine Energie an den Tag, die aufhorchen lässt. Stimmlich voll auf der Höhe, Gitarrenriffs die mehr als überzeugen, ein oft vorwärts stürmendes Drumming und fertig ist der musikalische Energy-Drink.
Zum guten Schluss darf es dann noch eine mehr als ordentliche Portion Power-Metal / Power-Rock sein. Die Frau ist als ehemalige Stimme von
Sie muss hier einfach mit rein. Schon 2022 hatte ich das Vorgängeralbum gelistet.
Endlich was für Andreas … hoffentlich ;-))
Ist es nicht auch mal schön, wenn man den ganzen
Michael wer? Kiwanuka? Nie gehört, nie gesehen. Aber als Prime-Unlimited-Kunde stößt man halt auf sowas. Außergewöhnlich.
Jedes Mal, wenn ich sowas finde, bin ich vom Bandcamp wieder einmal begeistert. Die Frau stammt aus Australien und war schon einige Male u.a. bei einem als notorischen Faulenzer bekannten Blueser namens Joe Bonamassa als Background-Sängerin zu Gange. Beide Elternteile waren bzw. sind immer noch auf der anderen Seite des Globus als Profi-Musiker sehr bekannt, die guten Gene sind also vorhanden.
Manchmal stolpert man über Musik und Künstler, die einem wirklich (ungehört und ungelesen) absolut gar nix sagen. Nils Hoffmann, das klingt irgendwie so nach…..Versicherungsvertreter.
Auch wieder ein Album einer Band, welche die Vintage-Rock-Sounds der 1980er hochleben lässt.