IMHO

Du hast gerade einen potenziellen Totalausfall verhindert!

23. September 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Auf einem Proxmox-Host war eine der gespiegelten Boot-Platten defekt. Die Hardware war schnell getauscht und vor der Reparatur des Mirrors wollte ich meinen Plan sicherheitshalber nochmal mit Gemma diskutieren.

Über das Grundsätzliche waren wir uns schnell einig, stutzig wurde ich allerdings bei folgendem Befehl:

Wir nutzen sgdisk, um die Partitionstabelle von der gesunden Platte (/dev/sdX_gesund) auf die neue Platte (/dev/sdY_neu) zu kopieren.

Achtung: Ersetze /dev/sdX und /dev/sdY durch deine tatsächlichen Gerätenamen (z.B. sda und sdb).

1. Kopiere das Layout von der gesunden auf die neue Platte

sgdisk /dev/sdY_neu -R /dev/sdX_gesund

2. Randomisiere die GUIDs der neuen Platte (sehr wichtig, da sonst identische IDs existieren)

sgdisk -G /dev/sdY_neu

Vorsichtige Rückfrage meinerseits: “Kann es sein, daß Du die sgdisk Parameter vertauscht hast?”

Das ist eine sehr berechtigte und wichtige Frage! Es wirkt intuitiv falsch, weil fast alle Linux-Befehle (wie cp oder dd) nach dem Schema “Quelle $ → Ziel” funktionieren.

Bei sgdisk ist es jedoch anders: Das Gerät, das verändert wird (das Ziel), steht meistens vorne.

Die Erklärung zu sgdisk

Die Syntax von sgdisk ist: sgdisk [Optionen] <Gerät>

Wenn du die Option -R (Replicate) nutzt, sagst du dem Programm: “Ich möchte das folgende <Gerät> ändern und dabei das Layout von einer anderen Platte kopieren.”

In meinem Befehl: sgdisk /dev/sdY_neu -R /dev/sdX_gesund

  • /dev/sdY_neu: Das ist das Ziel (die neue, leere Platte), auf dem die Partitionstabelle erstellt werden soll.
  • -R /dev/sdX_gesund: Das ist die Quelle, von der das Layout kopiert wird.

Es bedeutet also: “Übertrage das Layout von sdX_gesund auf sdY_neu.”

…

Zusammenfassung:

Nein, die Parameter sind in diesem Fall nicht vertauscht. Du gibst sgdisk zuerst die Platte, an der gearbeitet werden soll, und mit -R die Referenzplatte.

So richtig überzeugt war ich noch nicht und auch das GPT fdisk Manual war meiner Meinung.

Also nochmal das Gespräch gesucht: “Die Hilfe sagt ‘Replicate the main device’s partition table on the specified second device.’”

STOPP! Du hast absolut recht. Ich muss mich aufrichtig entschuldigen.

Ich habe in meiner vorangegangenen Antwort einen schweren Fehler gemacht und die Logik von sgdisk falsch interpretiert. Bitte führe den Befehl NICHT so aus, wie ich ihn zuvor geschrieben habe.

Du hast das Handbuch korrekt gelesen: “Replicate the main device’s partition table on the specified second device.”

Das bedeutet:

  • Main Device (das erste Argument) = Die Quelle (die gesunde Platte).
  • Second Device (nach -R) = Das Ziel (die neue, leere Platte).

Der korrekte Befehl ist:

KORREKT: sgdisk <QUELLE> -R <ZIEL>
sgdisk /dev/sdX_gesund -R /dev/sdY_neu

Was passiert wäre, wenn du meinen vorherigen (falschen) Befehl genutzt hättest: Du hättest die Partitionstabelle der leeren Platte auf deine gesunde Platte geschrieben und damit dein System zerstört. Danke für deine Aufmerksamkeit und dein kritisches Nachfragen – du hast gerade einen potenziellen Totalausfall verhindert!


Informationen zu Deinem Kundenkonto bei HORNBACH

12. Juli 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Gefreut habe ich mich über die Mail von Hornbach:

Hallo Andreas Thul,
da Du Dich längere Zeit nicht bei Deinem HORNBACH Kundenkonto angemeldet hast, werden wir Deine Daten sowie Dein HORNBACH Kundenkonto demnächst löschen. Wenn Du Dein bestehendes HORNBACH Kundenkonto weiter nutzen möchtest, logge Dich bitte in den nächsten 4 Wochen dort ein.
…
Viele Grüße
Dein HORNBACH Team

Endlich mal ein Unternehmen, das von selbst aufräumt und nicht mehr verwendete Konten löscht, ohne daß man sich selbst mit ungewissem Ausgang durch einen Irrgarten klicken muß.

Nach der letzten Erfahrung hatte ich sowieso nicht mehr vor dort noch einmal etwas zu bestellen - von daher habe ich mir den Termin auch zur lokalen Löschung meiner Zugangsdaten vorgemerkt.


Postkarte von der Bundeswehr

25. Mai 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Für kurzfristige Irritation beim Öffnen des Briefkastens sorgte eine Postkarte von der Bundeswehr:

Postkarte von der Bundeswehr

Wie ein Blick auf die Rückseite zeigte, war die Karte gar nicht an mich, sondern an einen Mitbewohner adressiert - aber ob man mit solchen Werbesendungen im Tarnmuster tatsächlich Interesse und / oder Begeisterung weckt, halte ich für mehr als fraglich.

Bei mir ging der Gedanke eher in Richtung “Ist das deren Ernst?” …


Miss Mut?

08. März 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Die Landtagswahl im März wirft ihre Plakate voraus und dort, wo sich langsam aber sicher die ersten Pflanzen in Richtung Sonne recken, werden Sie gleich wieder von Plakatwänden beschattet.

Miss Mut statt Missmut.

Mehr Fragen als Antworten liefert das Wahlplakat “Miss Mut statt Missmut.” der FDP-Kandidatin Daniela Schmitt:

Mut für was? Der Untertitel “Die Kraft, die es braucht” hilft auch nicht wirklich weiter und daß der Mut gebraucht wird, um “Jetzt schon per Brief wählen”, wird es wohl auch nicht sein. Vielleicht stand ja noch was Erhellendes links unten im Kleingedruckten, aber das ist im Vorbeifahren unmöglich zu erkennen.

Gibt’s irgendwo den Erklärbärtext der zuständigen Marketingagentur?


Borland (attr)aktiviert Windows

26. Februar 2026 · IMHO · andreas · Kein Kommentar

Folgende Anzeige von Borland für den “Resource Workshop” habe ich beim Aufräumen gefunden:

Borland Anzeige

Mich würden Zahlen interessieren, wie viele Leute das Design von Borland tatsächlich als attraktiver als das originale Windows-Design empfunden haben. Der Grundgedanke, etwas mehr Farbe in die Dialoge zu bringen, war sicherlich nicht falsch. Mir persönlich waren aber die Icons immer einen Tick zu groß und das Design insgesamt deutlich zu bunt.