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Preisgestaltung bei Amazon

Sofern ich ein Buch eines englischsprachigen Autors lese, kaufe ich lieber das Original statt der deutschen Übersetzung. Nicht nur, daß man damit eben die Originalversion in Händen hält (und nicht die Interpretation eines Übersetzers), i.d.R. lässt sich Dank fehlender Buchpreisbindung im englischsprachigen Markt auch einiges an Geld sparen.

Auf der Suche nach „Daemon“ von Daniel Suarez bin ich über die Preisgestaltung bei Amazon gestolpert:

Die Suche nach „Daniel Suarez Daemon“ in den „fremdsprachigen eBooks“ liefert als erstes Ergebnis den erwarteten Treffer:

„Daemon (English Edition)“ als Kindle Ausgabe zum Preis von 6,49€, wie auch die Detailansicht bestätigt:

Wechselt man als nächstes zum gebundenen Buch (der manchmal  geringe Aufpreis ist ab und an dann doch ein Kaufargument für Papier), so erscheint eine Kindle Ausgabe zum Preis von 5,59€

Anderer Verlag (Herausgeber von Variante 1 ist Quercus, Herausgeber von Variante 2 ist Dutton), anderer Preis – so weit so gut … leider zeigt Amazon in der Ergebnisliste offensichtlich nicht die günstigste Variante als erstes an.

Zufall oder Absicht? Keine Ahnung. Amazon ist ein Wirtschaftsunternehmen und somit ist Gewinnerzielung logischerweise auch die Antriebsfeder des betrieblichen Handelns. Trotzdem schaden solche „Entdeckungen“ einem positiven Einkaufserlebnis.

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Lesenswert XXVII

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Funstuff

GLS und die blaue Tonne IV

Auch in 2020 bleibt sich GLS treu und legt die Pakete dort ab, wo sie auch 2019 schon abgelegt wurden:

Wobei es diesmal die „Papiertonne“ ist und nicht die „blaue Tonne“.

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Portokosten

Gerne hätte ich das im September erscheinende Album „Weltschmerz“ sowie eine weitere CD direkt bei FISH im Online-Store bestellt, aber beim Blick auf die zu erwartenden Portokosten habe ich den Kauf dann doch lieber abgebrochen:

£23.54 (also umgerechnet 26,04€) für den Versand von zwei Alben auf Compact Disc ist mir auf jeden Fall zu viel … Schade!

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Star Trek: Picard

Star Trek: The Next Generation“ konnte mich nie richtig beigeistern: Zu viele Charaktere auf der Brücke, die in die Handlung gequetscht wurden und dazu ein ganzer Stapel an Drehbüchern wie „Hotel Royale„, die schlicht und einfach underirdisch waren. Darüber hinaus nahm sich die komplette Serie deutlich zu ernst, ein Umstand, der erst mit dem Kinofilm „Star Trek: First Contact“ korrigiert wurde.

Patrick Stewart hingegen konnte mich spätestens durch seine Rolle als Erzähler in Rick Wakemans „Return to the Centre of the Earth“ vollends von sich überzeugen. Seine Performance lässt auch heute noch jedes Hörbuch vor Neid verstummen.

Als die ersten Gerüchte aufkamen, ein gealterter Jean-Luc Picard würde sich noch einmal abseits der Sternenflotte in ein neues Abenteuer stürzen, klang dies nach einem spannenden Projekt – spätestens seit dem Oscar-prämierten „Erbarmungslos“ ist klar, was man aus einer solchen Grundidee machen kann.

Leider entwickelte sich „Star Trek: Picard“ zur Serienenttäuschung 2020. Der Start in die ersten Folgen war gar nicht mal so schlecht, aber leider dümpelt die Serie über weite Strecken dahin, um nach gefühlt viel zu langer Zeit in einem enttäuschenden und ärgerlichen Finale zu gipfeln.

An der Grundidee gibt es dabei wenig zu meckern, diese ist durchaus stimmig und Star Trek-kompatibel, was aber an Storyline und Plot-Holes darum gebastelt wurde, ist schlicht unterirdisch.

Hier ein paar nicht Spoiler-freie Beispiele, im Wesentlichen auf das Finale bezogen:

Wo ist Narek am Ende der Staffel abgeblieben? Sitzt er in einer Zelle? Wurde er getötet? Ist er geflohen? Haben ihn die Romulaner mitgenommen oder die Sternenflotte? Im Laufe der Serie zu einem Hauptcharakter aufgebaut, fehlt am Ende jede Spur. Fakt ist: er ist  nicht da, dieser Umstand wird nicht mal erwähnt und keinen interessiert’s.

Das Ende seiner Schwester Narissa Rizzo ist ebenfalls mehr als dürftig. Der Charakter hätte besseres verdient, als im Verlauf einer kurzen Rangelei von Seven of Nine in die Tiefe des Artefakts geschubst zu werden. Letztere ist zwar mit ihrer coolen Art mit Abstand der beste Sidekick der Serie, wäre aber vielleicht in „Firefly – Der Aufbruch der Serenity“ besser aufgehoben.

Warum gibt die Sternenflotte dem eigentlich dem Reservisten William Thomas Riker das Kommando über die komplette Schutzmission? Der Grund dahinter ist vermutlich Fan-Service, aber das sollte kein Handlungsmotiv für Charaktere in einer Geschichte sein. Man hätte zumindest einen Kniff wie „Picard und Riker lösen eine Situation durch eine Referenz auf irgendwas, das nur sie kennen“ einbauen können, um wenigstens etwas Plausibilität herzustellen.

Tiefpunkt in Sachen Plausibilität und Krönung in Sachen schlechtes Drehbuch ist das Dingsbums mit Griff, das einfach nach dem Motto „Use your imagination“ genau das macht, was sich der Halter gerade so wünscht. Muß man nicht erklären und kann man immer dann prima einbauen, wenn man keine plausible Lösung einer Situation erarbeiten möchte.

Daß nicht Narek sondern Sutra (die Synth im roten Kleid) Saga (die Synth im gelben Kleid) umgebracht hat, ist eigentlich jedem außer den Charakteren vor Ort klar. Sutra wird im ersten Teil des Finales als Gegenspieler aufgebaut, dann einfach abgeschaltet und keinen interessiert’s.

Daß Picard nicht wirklich stirbt, ist spätestens in dem Moment klar, als zum zweiten Mal über den noch unvollendeten Synth geschwenkt und irgendwas von „Transfer“ erzählt wird, abwechselnd mit Szenen, die auf Picards Krankheit referenzieren. Dieser ungefragt nach seinem Tod durchgeführte Transfer in eine identisch aussehende Hülle mit Alterungsprozess und ohne Superkräfte (aber auch ohne Krankheit) führt den kompletten Handlungszweig rund um Picards Erkrankung ad absurdum. Richtig dünn und unglaubwürdig ist aber, daß Picard, der noch immer mit seiner Vergangenheit als Locutus kämpft, sein unfreiwilliges Synth-Dasein mehr oder minder kommentarlos freudig akzeptiert.

Appropos Locutus: es ist schade, daß die Borg (bzw. was von ihnen übrig ist) mitsamt Kubus hauptsächlich als düstere Bühendeko mißbraucht werden, statt sie wirklich in die Handlung einzubeziehen.

Die komplette Data-Sequenz ist zwar ebenfalls gut gemeinter Fan-Service, aber gut gemeint bedeutet nicht zwangsweise auch gut gemacht. So zieht sich das Gespräch zwischen Picard und Data zu sehr in die Länge und man ist irgendwann einfach froh, daß Picard endlich durch die Tür geht. Gleiches gilt auch für Datas Sterbesequenz, die viel zu kitschig geraten ist.

Am Ende stehen alle wieder an Bord der La Sirena und alles ist gut. Alles?

Admiral Picard ist wieder zurück, Seven of Nine offensichtlich Crew-Mitglied, der Aufenthaltsort von Narek ist genauso irrelevant wie der Mord an Bruce Maddox. Wie konnte Oh eigentlich die Sternenflotte unterwandern? Was genau war eigentlich Soji Ashas Mission? Was ist mit Nariks und Narissas Eltern? Was ist mit Raffis Sohn? Was passiert mit Synthville, was mit dem Kubus und überhaupt …? Offensichtlich interessiert das außer den Zuschauern niemanden.

Jean-Luc Picard ist tot und was sein Synth-Ebenbild in Clone Trek: Picard noch erlebt, wird voraussichtlich die oben gestellten Fragen auch nicht mehr beantworten.