Teramaze haben “Easy Lover”, im Original von Phil Collins & Phillip Bailey, neu eingespielt. Mit zurück in Bild und Ton ist auch Nathan Peachey, der zuletzt auf dem Album “Her Halo” zu hören gewesen war und ab sofort wieder Teil der Band ist.
Shemekia Copeland, in unseren Breiten so gut wie unbekannt, in den USA ist sie auf bestem Wege, eine der ganz großen Hausnummern im Blues zu werden. Sie steht mittlerweile nach meiner Ansicht z.B. einer Koko Taylor in Nichts nach und hat bereits mit Genre-Größen wie B.B. King oder Dr. John gearbeitet, dazu kommen einige renommierte Awards im Blues-Bereich. Und ist übrigens die Tochter des großen Johnny Copeland.
Aber zum Album: die Vocals sind energetisch, Shemekia Copeland hat Blues & Soul schlicht in den Genen, im Blut, in den Venen und überhaupt. Einer der Glanzpunkte des Albums ist der Gospel “Gullah Geechee”. Sie zeigt, daß sie -nur mit Banjo und kleinem Chorus begleitet- einen solchen Song ganz locker alleine tragen kann, besser geht es kaum.
Ein Gast namens Sonny Landreth darf natürlich auch nicht fehlen und veredelt den urigen Swamp-Blues “Done Come Too Far” bei mir zumindest in Richtung Gänsehaut. Ein ganz starker Song, ohne Zweifel. Wenn es dann noch ein astreines Stück Zydeco sein darf: “Fried Catfish And Bibles” tönt so, wie man sich die Musik etwas später am Abend in einem Club des French Quarter vorstellt…..und zwar auch noch abseits der dort üblichen Klischees.
Summa summarum: für Blues-Fans eine ganz dicke Empfehlung.
In einer Liste von Neuerscheinungen bin ich über die Bezeichnung des Vinyls gestolpert:
Nein, es ist nicht der erste April und die Neuauflage von Tori Amos “Little Earthquakes” wird bei JPC tatsächlich als
Limited Edition auf Coke Bottle Clear Vinyl
angepriesen.
In einer Zeit, in der man sogar Farben als Marke eintragen lassen kann: hätte man da vorher die Coca-Cola Company fragen müssen oder verdienen die bereits mit?
