Ich bin noch alt genug, um mich erinnern zu können, daß früher(TM) die Beleuchtung bei Konzerten tatsächlich die Musiker auf der Bühne aus Sicht der Zuschauer beleuchtet hat.
Leider hat in den letzten Jahren immer mehr die Leuchtrichtung gewechselt und während Musiker teilweise nur noch vertikal beleuchtet werden, gibt es seit einiger Zeit eine neue Spielart: Beleuchtung von hinten.
Führt dies in der Regel dazu, daß der Zuschauer mehr Schattenspiel als Lightshow sieht, beweisen Apocalyptica auf der aktuellen Tour, daß man jeden Unsinn noch steigern kann:
Während bei den eher ruhigen Parts das Licht neumodisch-erträglich war, wurden mit steigendem Tempo der Musik hauptsächlich Blend-Scheinwerfer in Richtung des Publikums eingesetzt und dies natürlich im Blitzlichtgewitter-Modus. Leider waren meine Augen damit genauso überfordert wie meine Kamera, so daß obiges Standbild dem Live-“Erlebnis” nur ansatzweise gerecht wird.
Schade, ich hätte mir das Konzert auch gerne angesehen statt gefühlt die halbe Zeit mit geschlossenen Augen oder Hand vorm Gesicht vor der Bühne zu stehen.

Shemekia Copeland, in unseren Breiten so gut wie unbekannt, in den USA ist sie auf bestem Wege, eine der ganz großen Hausnummern im Blues zu werden. Sie steht mittlerweile nach meiner Ansicht z.B. einer Koko Taylor in Nichts nach und hat bereits mit Genre-Größen wie B.B. King oder Dr. John gearbeitet, dazu kommen einige renommierte Awards im Blues-Bereich. Und ist übrigens die Tochter des großen Johnny Copeland.