Schlagwort: Angra

Andre Matos R.I.P.

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Auch wenn Andre "nur" bis 2001 Frontman der Band ANGRA war und "nur" die ersten 3 von inzwischen 10 ANGRA-Alben eingesungen hat, war und ist er für viele immer noch DER ANGRA-Sänger. Bereits mit dem Debutalbum "Angels Cry" legten ANGRA die Messlatte so hoch, daß die späteren Alben - obwohl durchweg gut bis exzellent - den Erstling nicht erreichen konnten.

Ich habe ANGRA zum ersten Mal am 26. Mai 1995 zusammen mit PSYCHOTIC WALTZ im Schwimmbadclub in Heidelberg gesehen. Ein unvergessliches Konzert, in dessen Verlauf Andre auch bewies, daß die Kate Bush-Coverversion "Wuthering Heights" nicht mit Hilfe von Studio-Tricks den Weg auf's Album fand, sondern auch live von ihm gemeistert werden konnte.

Andre Matos ist am 08. Juni 2019 im Alter von 47 Jahren verstorben.

R.I.P.

Das in diesem Beitrag gezeigte Photo von Andre Matos wurde von Stefan Glas zur Verfügung gestellt.


Angra - Temple Of Shadows

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Mit "Temple Of Shadows" veröffentlichen ANGRA ihr zweites Album der Nach-Matos-Ära und bleiben auch weiterhin der mit "Rebirth" eingeschlagenen Back-To-Angels-Cry-Richtung treu. Während ich einen der Gaststars ("Entweder ist das eine schweinegute Immitation oder das Original!") Kai Hansen schon beim ersten Durchhören erkannt und identifiziert habe, gelang mir das bei Sabine Edelsbacher und Hansi Kürsch nur mit Hilfe der Credits.

Appropos Hansi Kürsch: leider haben ANGRA genau die Schritte wiederholt, die ich schon bei BLIND GUARDIAN mit der "Imaginations From The Other Side" nicht mehr so recht nachvollziehen konnte: das Album klingt für meine Ohren an vielen Stellen deutlich zu überladen und überproduziert und ich habe mir mehr als einmal während des Hörens gedacht "weniger wäre deutlich mehr gewesen". So ist es leider oft ein "touch too much", der die Songs eher an meinem Ohr vorbeiplätschern läßt statt sie darin festzugraben. Schade.

Gut (11/20)

P.S.: Die CD gibt es in der Erstauflage als "limited Edition" zusammen mit der bisher nur als Import erhältlichen Bonus-DVD "Live in Sao Paulo", die neben dem kompletten Konzert vom Dezember 2001 auch noch ein paar nette, wenn auch nicht umwerfende Specials beinhaltet.