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Hörenswert #10: Fish - Garden of Remembrance

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Leider viel zu oft auf seine Tätigkeit als Ex-Sänger von MARILLION reduziert, veröffentlicht FISH seit mehr als drei Jahrzehnten Soloalben, die bis auf wenige Ausnahmen problemlos mit den MARILLION-Frühwerken mithalten können.

"Garden of Remembrance" ist der nachdenklichste und emotionalste Song des 2020 veröffentlichten Albums "Weltschmerz", das weiterhin leider nur mit saftigem Portoaufschlag im offiziellen Webshop erworben werden kann.


Portokosten

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Gerne hätte ich das im September erscheinende Album "Weltschmerz" sowie eine weitere CD direkt bei FISH im Online-Store bestellt, aber beim Blick auf die zu erwartenden Portokosten habe ich den Kauf dann doch lieber abgebrochen:

£23.54 (also umgerechnet 26,04€) für den Versand von zwei Alben auf Compact Disc ist mir auf jeden Fall zu viel ... Schade!


Ayreon - Electric Castle and other Tales

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Igor Strawinsky wird mit dem Satz "Too many pieces of music finish too long after the end" zitiert, der mein Verhältnis zu den meisten AYREON-Werken recht treffend beschreibt. Egal, wie gut ich eine einzelne AYREON-Scheibe quer durch die ersten Takte und Tracks  finde, irgendwo im Mittelpart stellt sich bei mir ein Gefühl der Orientierungslosigkeit ein: zu sehr verschwimmen Track- und Themengrenzen und mich beschleicht das Gefühl, daß eine Reduktion auf das Wesentliche meinem persönlichen Hörerlebnis gut getan hätte.

Eine Ausnahme bleibt für mich bis heute "Into The Electric Castle", das meine Einstiegsdroge ins AYREON-Universum war. Nicht nur, daß mich die musikalische Umsetzung der Geschichte vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen hatte, auch der grandiose Cast mit - allen voran - Fish als Highlander weiss bis heute zu begeistern. Umso bedauerlicher fand ich, daß bis die Kunde über eine Live-Aufführung es bis zu mir geschafft hatte, bereits alle Konzerte ausverkauft waren. Also blieb nur das Warten auf die Konserve, welche sich in verschiedenen Verpackungen und audio-visuellen Formaten den Weg in die heimischen Wohnzimmer bahnt.

Zur Aufführung, die an vier Abenden im 013 in Tilburg stattfand, konnte fast der komplette origiale Cast des Studioalbums organisiert werden und da, wo Lücken entstanden, wurden diese mehr als würdig nachbesetzt: als besonders herausragend ist hier John Lancie (bekannt als "Q" aus "STAR TREK: The Next Generation") zu nennen, der die Rolle des Erzählers mit einer grandiosen Präsenz ausfüllt und dem in jeder Sekunde anzumerken ist, wie sehr ihn die Rolle in seiner ersten Rockoper mit Spaß erfüllt. Die Rolle von "The Indian" (im Original von WITHIN TEMPTATION-Sängerin Sharon den Adel verkörpert) wird von EPICA-Sängerin Simone Simons übernommen, während ihr Bandkollege Mark Jansen die Rolle eines der beiden Tode verkörpert. Den meisten Applaus erhält wie erwartet Maestro Arjen Lucassen selbst, der sich in der Rolle des Hippie sichtlich wohl zu fühlen scheint. Sein "Partner in Crime" Jost von de Beek erfüllt hinter den Tasteninstrumenten seine Rolle als musikalischer Dreh- und Angelpunkt wie schon bei "Ayreon Universe" souverän.

Nicht nur die musikalische Umsetzung ist gelungen, auch für's Auge wird einiges geboten und die auf der Bühne errichtete Burg mit integrierten Leinwänden ist mehr als Background-Deko, sondern wurde gut ins Geschehen integriert.

Als Bonus gibt es noch eine ganze Reihe ausgewählter Songs aus verschiedenen Projekten, von denen besonders "Twisted Coil" (ursprünglich aus dem Projekt THE GUILT MACHINE stammend) hervorgehoben werden muss. Wer schon immer den Gedanken hatte, daß der Song eigentlich Damian Wilson wie auf den Leib geschneidert wirkt, kann sich hier davon überzeugen, daß dem tatsächlich so ist.

Bedauernswert bei der Auswahl ist lediglich, daß man (wie den Specials zu entnehmen) Fish überredet hat, statt der von ihm vorgeschlagenen "Incommunicado" oder "The Company" doch "Kayleigh" zu intonieren. Wer einmal Fishs Soloalbum "Sushi" (aufgenommen 1994 in Utrecht) gehört hat, weiß, daß man den Mann nicht auf "den einen Hit" reduzieren muss, damit die Halle tobt.


Fish 2005-06-18 Bildergalerie

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Fish am 18. Juni 2005 beim Fête de la Musique in Dudelange


Album-Highlights 2013

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album_highlights_2013

Meine Album-Highlights des Jahres 2013 in alphabetischer Reihenfolge:

Deep Purple: Now What?!

Mit dem richtigen Produzenten klingt Ian Gillan endlich wieder nach Ian Gillan und auch der Rest der Band versprüht auf "Now What?!" wieder die Spielfreude aus "Purpendicular"-Zeiten.

Fish: A Feast Of Consequences

Waren "Field Of Crows" und "13th Star" bereits hervorragende Alben, so übertrifft Fish mit "A Feast Of Consequences" diese mühelos und beeindruckt besonders mit der "The Highwood Suite".

Iron Maiden: Maiden England '88

Damals leider die Tour verpasst und IRON MAIDEN erst auf der alles andere als berauschenden "No Prayer For The Dying"-Tour zum ersten Mal gesehen. Einziger Minuspunkt aus heutiger Sicht ist das fehlende "Fear Of The Dark", das 1988 aber noch nicht geschrieben war.

Alan Parsons: LiveSpan

Los geht's mit "I Robot", mittendrin das komplette "Turn of a friendly Card" und am Ende gibt's "Games People Play" - eigentlich nur schade, daß Alan Parsons seine Solo-Alben so gar nicht würdigt.

Steve Wilson: The Raven That Refused To Sing

Begeisterndes Solo-Album des Porcupine Tree-Frontmanns, das an mancher Stelle in King Chrimson-Erinnerungen schwelgen lässt.

Maßgebend war das Anschaffungs-, nicht das Erscheinungsdatum.