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CDs

Mason – Big Illusion

Erinnert Ihr Euch auch noch an die Momente, als im Fernsehen die gute, alte Sissy-Trilogie zum
dreihundertfüfundvierzigsten Male wiederholt wurde? Wer hat sich nicht über Mami oder Omi lustig gemacht, die beim Betrachten dieser schönen Schmalztrief-Filme in Tränen der Rührung
ausbrachen? Ich schon, und das wurde mir kürzlich zum Verhängnis.

Als ich nämlich beim Hören von MASONs „Big Illusion“ die Tränen nicht mehr halten konnte, hatte Omi endlich die lang ersehnte Chance zur Rache. Es soll aber auch mal jemand versuchen, bei Texten wie „It’s a hard life to live without you girl, it’s a hard fight to leave you all alone, it’s a hard live to live without your love“ (Zitat aus „Hard Life“ – womit sich manche doch ihr Leben unnötig erschweren !?!) nicht wie ein Schloßhund zu heulen.

Für alle, deren sentimentale Zeiten noch nicht gänzlich vorbei sind.

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Tapes

Asgard – Asgard

Einen ziemlich lieblos gemachten Eindruck mach die „Demo“-Demo von Asgard auf mich. Unbetitelt, in einer normalen Tapehülle, ohne Cover, Texte oder Auflistung der „Mitwirkenden“ – da bleibt außer der Kassette an sich nicht mehr viel übrig. Nur die Namen der Songs wurden auf dem Tape verewigt. Also hilft nur noch ein Blick ins Info. Bei „Demo“ handelt es sich um die erste Demo von ASGARD, die im Juni 1992 aufgenommen wurde. Ich richtete mich nach der freundlichen Aufforderung „alles weitere entnehmen Sie bitte der Kassette“, schob diese in mein Tapedeck und drückte auf Play. Leider wurde auch hier mein erster Eindruck nicht revidiert. Die Musik, Metal (was sonst !?!), an sich nicht schlecht gemacht, verlor sich in einem Soundbrei, der mich unweigerlich an die uralten Motörhead-Alben erinnerte. Es erwartet ja niemand eine lupenreine CD-Produktion, aber die einzellnen Instrumente sollte man schon auseinanderhalten können. Da sich auch die Stimme des Sängers mehr im Brei verliert, als sie brilliert, möchte ich auf eine genauere Wertung der Musik an dieser Stelle verzichten. Für 10 DM bei: Adresse.

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Tapes

Mortal Terror – The Cognitive Triad

mt-tctDie Hann Mündener Band MORTAL TERROR geht mit „The Cognitive Triad“ nun auch schon in die vierte Runde ihres Demodaseins. Die Demo kommt, genau so wie schon die letzte mit Farbcover, Bandphoto und auch Texten daher (zwar alles nur Photokopien, aber immerhin), so das es eigentlich in dieser Hinsicht nichts zu meckern geben sollte. Desweiteren wurde noch ein Zeitungsartikel mitgeliefert, auf den ich gleich nochmal zu sprechen komme.

Doch zuerst mal zur Musik. MORTAL TERROR sind ihrem Stil treu geblieben und bieten weiterhin eine recht gute Mischung aus Metal, Speed und Death. Leider kann ich mich immer noch nicht so recht mt dem „Gesang“ anfreunden, aber die Tatsache, daß ich Grunz und Co nicht allzuviel abgewinnen kann, ist wohl eher ein Problem von mir. Das Tape gibt’s für 10DM oder wahlweise auch 6 US-$ bei Adresse.

Nun aber nochmals zu besagtem Artikel, der mich doch etwas schockiert hat. Er stammt von einer gewissen Lotte L. (Rest des Namens leider unkenntlich gemacht), die wie es scheint, sich auch zu der Gruppe hochmotivierter Frauen zählt, die sich als große Bewahrer von Sitte und Anstand sehen (Hallo, PMRC!). Nicht nur daß die Dame einen „furchtbaren Kontrast“ darin sieht, daß eine Band namens MORTAL TERROR im Geschwister-Scholl-Haus spielt, sie veröffentlicht auch unter anderem den folgenden Abschnitt, den ich Euch hier ungekürzt überliefern möchte. „Wir bekämpfen den Terrorismus mit allen Mitteln. Wir beklagen seine schrecklichen Opfer. Und dann kommt eine Band daher und propagiert genau diesen tödlichen Terror. Und das sollen wir uns gefallen lassen? Man wird einwenden, zwei kleine Wörter, das sein doch nicht so schlimm, das brauche man doch nicht ernst zu nehmen. Vor 60 Jahren gab es aber schon einmal zwei kleine Wörter, die auch nicht so ernst genommen wurden: „Jude verrecke!““. Was soll man dazu noch sagen? Mir jedenfalls hat es angesichts der Vernageltheit, die aus diesen Zeilen spricht, fast die Sprache verschlagen. Bleibt nur zu hoffen, daß Menschen wie Lotte L. für immer in der Minderheit bleiben, denn genau diese blinde Hetze, die sie verbreiten, hat schon einmal das verursacht, was sie uns (und wahrscheinlich auch sich) vorgaukeln, verhindern zu wollen.

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CDs

Ozzy Osbourne – Live & Loud

Ein ungewöhnliches Live-Album von wohl einem der herausragendsten „Sänger“, die die Metal-Welt je bevölkerten. Schon das Intro ist ziemlich geil gemacht (Originalzitat Stefan: „Ich hann gemännt, mei CD-Player weer kabutt…..“) – ein Zusammenschnitt der Höhepunkte und Refrains der auf dieser Platte enthaltenen Songs.

In den darauf folgenden ca. 2 Stunden bekommt man dann all das geboten, was man von OZZY erwartet: sowohl Songs aus seiner BLACK SABBATH-Ära („Paranoid“, …), Evergreens („Mr. Crowley“, …) als auch Songs von OZZYs letzen Alben („Miracle Man“, „No More Tears“, …). Für all diejenigen, die immer noch in Trauer darüber zerfließen, das man für OZZY und BLACK SABBATH zwei getrennte Eintrittskarten lösen muß, gibt’s dann am Ende von CD2 noch 2 besondere Schmankerl: „Black Sabbath“ und „Changes“, aufgenommen bei einem Live-Reunions-Jam in der BLACK SABBATH-Originalbesetzung featuring Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward. Was soll man ansonsten zu OZZY noch sagen? Entweder man liebt oder man haßt ihn – etwas dazwischen gibt’s nicht.

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Tapes

Birgil Kills Straight – Flight Of The Beagle

Der Phantasie mancher Menschen scheint einfach keine Grenze gesetzt zu sein, zumindest wenn es darum geht, sich einen besonders ausgefallen Bandnamen aus den Fingern zu saugen. Und so landete die Band dann wahrscheinlich beim achten oder neunten Finger bei obigem Namen und erhält (zumindest von meiner Seite) den Preis für den originellsten Bandnamen in dieser Ausgabe. Nachdem ich es dann endlich geschafft hatte, den Namen fehlerlos zu lesen und auch wieder zu tippen, wanderten meine Finger zur PLAY-Taste (ABSPIEL-Knopf – für die Deutschfanatiker unter euch).

Die Musik der BIRGILs (ich hoffe, man nimmt mir diese Abwandlung nicht krumm) kann leider mit der Originalität des Bandnamens nicht ganz mithalten. Zwar ist der in klaren Linien strukturierte Metal alles andere als schlecht, aber leider bietet er auch nichts weltbewegend neues. Desweiteren hat die Band – zumindest aus meiner Sicht – noch einen weiteren, viel schwerwiegenderen Schwachpunkt: der Gesang. Das Organ von Jason (weiterer Name nicht bekannt) klingt irgendwie ziemlich nach Ozzy (der mit „ZZY“ nicht „SSI“) im Stimmbruch und reicht leider nicht an das Niveau der anderen Musikkomponenten heran. Alles in allem bleibt also ein Tape recht soliden Metals, das allerdings an einigen Stellen durchaus noch verbesserungswürdig wäre.

Erhältlich ist das Teil für ?? DM bei: Adresse.