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CDs

Embargo – Panem Et Circenses

Im ersten Moment wußte ich mit dem Namen EMBARGO nicht allzuviel anzufangen und auch Stefans Tip, daß die Jungs frnher unter dem Namen BOURBON tätig waren, half mir irgendwie  nicht so recht auf die Sprünge. Erst ein Blick auf das Cover und ein anschließender Blick auf die  Songtitel brachten mir dann die ersehnte Erleuchtung: für’s UNDERGROUND EMPIRE Nr.5 hatte ich die zweite Demo der Band, „Calamitas“, besprochen.

Nun ja, an der Musik von EMBARGO hat sich seit dieser Zeit nicht allzu wesentliches geändert, die Jungs spielen immer noch Melodic-Speed-Metal, bei dem mich mal wieder der Gedanke „German-Metal“ heimsuchte. Auch einige der Demosongs haben es auf die CD geschafft, diese leiden aber leider etwas unter ihren Texten, die damals zwar ziemlich aktuell waren (Challenger- Katastrophe ’86 und Flugtag Ramstein ’88), heute aber irgenwie „ein paar Jahre zu spät kommen“. Dementsprechend wirkt auch das Cover, auf dem der Zusammenstoß der Frecce Tricolori zu sehen ist mehr wie ein billiger Aufhänger als ein ernstgemeinter Denkanstoß, zumal es das gleiche Photo schon einmal als Democover in schwarz-weiß zu sehen gab. Schade eigentlich, denn musikalisch sind EMBARGO alles andere als schlecht. Bleibt abzuwarten, welches Bild die nächste CD ziert.

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CDs

Suckspeed – Unknown Gender

Seit der in der letzten Ausgabe von mir besprochenen SUCKSPEED-CD „End Of Depression“ hat sich bei der Band wieder einiges getan. So hat man nach dem Gewinn des Sony-Talent-Awards 1992 beschlossen, sich nicht auf seinen Lorbeeren auszuruhen, sondern stattdessen die nun vorliegende Mini-CD „Unknown Gender“ einzuspielen.

Der Titel paßt wirklich prima zur CD, denn dieses Werk in irgendeine Ecke der Metal-Welt stopfen zu wollen, wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt.

SUCKSPEED haben noch weiter an ihrem Stil gefeilt und den schon auf dem Vorgänger auffallenden Abwechslungsreichtum noch weiter ausgebaut. Kein Song gleicht dem anderen, jeder Song driftet in eine andere Richtung, „Back To Me“ (mit Sängerin) geht sogar in die Richtung der 4-Non-Blondes (wer kennt nicht „Whar’s Up?“).

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Tapes

Elm Street – Elm Street

Recht rockig kommt ELM STREETS selbstbetitelte Demo daher. Die Musik, von ihnen selbst als NWOGHM (New Way Of German Heavy Metal – Riesig Originell, gell ?!) bezeichnet, hält dann auch nach näherem hinhören (gibt’s so was eigentlich ?) das, was die Info verspricht: schnörkelloser Rock ohne irgendwelche Fremdeinflüsse gepaart mit einem Schuß Energie. Unterm Strich bleibt also ein recht empfehlenswertes Tape für alle die den guten alten Rock – Seufz – noch nicht zu Grabe getragen haben, zumal man mit 5 Songs auch einen reelen Gegenwert für die wohl hart verdienten ?? Kohlestückchen erhält.

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CDs

Flipper – Flipper

„Unser Freund Flipper, gleich wird er kommen, jeder liebt ihn, den klugen Delphin“ – wer erinnert sich nicht mehr daran. Diese Melodie summend legte ich die CD ein und harrte der Töne, die da auf  mich zukamen. Tja, um’s kurz und schmerzlos zu machen, statt Altbekanntem vernahm ich eine recht eigenartige Story in der Art von „Nirvana wechseln den Sänger aus, brechen in den Proberaum  von M.O.D. ein ,schauen sich ein Video gemeinsam mit den Jungs von Suckspeed an, gehen anschließend zu einem Sodom-Konzert und trinken dort ein paar Bier mit Lemmy.“ – So seltsam  wie diese Kritik.

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CDs

The Cassandra Complex – Sex & Death

Das THE CASSANDRA COMPLEX wirklich steigerungsfähig sind, beweisen sie auf SEX & DEATH ziemlich eindrucksvoll. Während mich ein Kumpel beim Anhören der ersten Songs noch fragte, was das denn für eine müde „SISTERS OF MERCY meets REVOLTING COCKS“-Kopie sei, mußte auch er am Ende zugeben, daß die CD von Song zu Song immer besser wird.

Dies gipfelt dann (fast) am Ende in den zehnminütigen Livesong „“, der atmosphärisch wirklich prima ‚rüberkommt.

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Auf dieser CD findet man auch eine neue und wohl ziemlich dreiste Variation des inzwischen leider sehr beliebten Wie-verlängere-ich-die-Spielzeit-meiner-CD-Spiels „letzter Song zu Ende – lange Pause – huch, da kommt ja noch ‚ was!“. THE CASSANDRA COMPLEX haben als zwölften Song einfach nur über vier Minuten Stille auf die CD gepackt, bevor man mit dem dreiminütigen dreizehnten und letzten Song das Werk beendet. Echt Klasse !?!