Kategorien
CDs

Phantom Blue – Built To Perform

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie scheint mir der Begriff „All-Girl-Band“ doch recht vorbelastet zu sein, bekommt man doch meist unter diesem Namen ein paar höchstgradig gestylte Blondies vorgesetzt, vorne mit viel Plastik im tiefen Ausschnitt und auf der Rückfront mit einer möglichst knappen „Bespannung“ aus Lack oder Leder  ausgestattet. Soweit gäbe es ja eigentlich noch nichts zu meckern, wenn diese Mädels dann nur nicht versuchen  würden, irgendwelche Instrumente zu spielen oder gar in den höchsten Tönen in irgendein Mikro zu piepsen.

Glücklicherweise gibt es aber auch zu jeder Regel mindestens eine Ausnahme, die in unserem Falle auf den Namen PHANTOM BLUE hört. Das soll nun allerdings nicht heißen, daß es sich bei den Mädels von PHANTOM BLUE um Wesen handelt, deren  bloßer Anblick reicht, jeden in die Fluch zu schlagen. Ganz im Gegenteil.

Aber PHANTOM BLUE haben noch einen wahnsinnigen Vorteil gegenüber großen Teilen ihrer „weiblichen“ Konkurrenz: Sie können Musik machen. Lange genug haben sie sich ja auch für ihr neues Album Zeit gelassen. Ihr Debut, das für meinen Geschmack doch einen Tick zu sehr in die Richtung Pop-Rock driftete, ist immerhin schon vier Jahre alt. Doch wie heißt’s so schön: „Das Warten hat sich gelohnt!“. PHANTOM BLUE liefern mit „Built To Perform“ eine Scheibe ab, die zumindest ich in dieser Härte nicht erwartet hätte. Guter Gesang, dominierende Gitarren, kurzum eine gelungene Rock-Metal-Mischung.

Kategorien
Tapes

Branded – Eternal Soul

Ziemlich leichtverdauliche Kost liefern BRANDED auf ihrem „Eternal Soul“-Demo. Die erste Seite glänzt durch „Ballad Of The Sad Dreamer“ und „When The Wind Will Be Whispering“ – zwei Balladen – und fiel mir vor allem deshalb besonders auf, weil ich nach extrem kurzer Zeit das Tape schon wenden mußte. Seite 2 bietet dann mit „Break The Ice“ und dem Titeltrack „Eternal Soul“ auch nichts weltbewegend Neues. „Don’t ask no questions, Don’t tell me no lies, Don’t fall in depressions – Let’s break the ice“ – Leider warte ich immer noch darauf, daß das Eis bei mir bricht. Ein Tape, daß man nicht unbedingt haben muß.

Kategorien
Tapes

Reignterror – Reignterror

Vor recht weit her, nämlich aus dem Land des nimmer endenden Lächelns kommt die REIGNTERROR Demo zu uns. Ob sich der doch recht weite Weg zu mir für das Teil gelohnt hat, ist allerdings recht fraglich. Denn das Tape, das es gerademal auf zwei Songs mit einer Gesamtspielzeit von 15 1/2 Minuten bringt, gehört garantiert nicht zu den originellsten, die ich mir für diese Ausgabe angehört habe. Zwar glänzt die Band an mancher Stelle mit recht gelungenen Breaks und Akkustikparts, jedoch machen einige weniger einfallsreiche Passagen vieles wieder kaputt. Was ich auch nicht unerwähnt lassen möchte, ist der Gesang Mahiro Yamadas, der auch noch einiges an seinen Fähigkeiten zu verbessern hätte.

Alles in allem bleibt also ein Tape, das zwar nicht unbedingt schlecht ist, das ich aber auch nicht unbedingt weiterempfehlen möchte, woran auch der extrem niedrige Preis von nur $3 (U.S) nichts ändern kann. Wer das ansonsten sauber aufgemachte Tape haben möchte, schreibe an: Adresse.

Kategorien
CDs

Robert Plant – Fate Of Nations

Wenn ich ehrlich bin, muß ich zugeben, daß mich das werkeln von ROBERT PLANT bis vor ungefähr zwei Wochen noch nicht einmal die Bohne interessiert hat. Dann sah ich aber zufälligerweise auf MTV (jaja, auch ich bin  kommerzverseucht) das neue Plant-Video „29 Psalms“ und war fasziniert. Am darauffolgenden Tag stürzte ich dann gleich in den nächsten Plattenladen, um mir „Fate Of Nations“ zuzulegen – eine Investition, die sich auf jeden Fall gelohnt hat.

ROBERT PLANT veröffentlicht mit „Fate Of Nations“ eine Scheibe, die Jens ziemlich treffend als eine Art „Öko-CD“ betitelt hat. So vernimmt man neben Plants faszinierender Stimme u.a. Country-Elemente und sowohl orientalisch angehauchtes als auch irische Klänge. Alles in allem ein Album, das mich von seiner Vielseitigkeit und seinem Abwechslungsreichtum eher an PETER GABRIEL erinnert, als an das zeitweise doch recht einfallslose Gedudel mancher seiner Rock-Kollegen.

Kategorien
Tapes

Children Of Riot – Children Of Riot

Ob es den CHILDREN OF RIOT gelingen wird, solche Tumulte zu verursachen, wie ihre Eltern mit ihrer Musik, wage ich zu bezweifeln. Die Musik der Tumultkinder ist alles andere als kindisch, ganz im Gegenteil: CHILDREN OF RIOT bieten Metal, der wohl etwas in die Power-Richtung driftet und der im großen und ganzen ziemlich abwechslungsreich und interessant gehalten wurde. Als wirklichen Schwachpunkt empfinde ich eigentlich nur den Sänger, der für meinen Geschmack streckenweise zu langweilig und einfallslos wirkt. Für ?? DM bei: Adresse.