Kategorien
Betriebssysteme

Windows 10 is coming … oder auch nicht?

Für alle Windows 7-Benutzer war der 14. Juli 2019 der Tag, an dem sie spätestens anfangen sollten, sich Gedanken über die Zukunft ihres Betriebssystems zu machen – denn das letzte halbe Jahr des Microsoft-Supports für Windows 7 hat an diesem Tag begonnen:

Der Support für Windows 7 endet am 14. Januar 2020. Anschließend sind weder technische Unterstützung noch Softwareupdates über Windows Update zum Schutz des PCs verfügbar.

Natürlich hat Microsoft auch gleich die – für die meisten Anwender vermutlich auch passendste – Lösung parat:

Microsoft empfiehlt dringend, vor Januar 2020 zu Windows 10 zu wechseln

Die Zahlen der Betriebssystemverteilungen der letzten Wochen und Monate zeigen allerdings, daß offensichtlich nicht jeder von der Idee des zeitweise sogar kostenlosen Updates beglückt ist und viele Anwender bleiben noch bei Windows 7, wohl wissend, daß es sich hierbei um keine Dauerlösung handeln kann.

Windows 10

Die Frage nach den Ursachen liegt bei jedem etwas anders, hier sind es im Wesentlichen zwei Gründe:

Mit Windows 10 legt Microsoft, ganz den Beispielen anderer Konzerne folgend, eine Datensammelwut an den Tag, die nicht nur auf den ersten Blick beängstigend ist. Wer eine aktuelle Windows 10 1903 installiert, fragt sich spätestens nach dem fünften „Wir würden gerne …?“ ob er hier nicht nur die Spitze des Eisbergs sieht und das System im Hintergrund noch deutlich mehr Daten sammelt und Richtung Redmond weiterleitet.

Das zweite Problem ist die mit Windows 10 gewechselte Releasepolitik: statt wie mit Windows 7 eine Basis zu schaffen, die dann für mehr als 10 Jahre als stabile Arbeitsplattform dient, halten mit Windows 10 halbjährliche Updates Einzug, die – wenn auch verzögert installierbar – letztendlich immer im erheblichen Maße das bestehende System umgraben und somit genau das Prinzip einer stabilen Arbeitsplattform verletzen.

Somit war die grundlegende Entscheidung klar: kein Wechsel auf Windows 10, sondern stattdessen nach Alternativen zu suchen.

MacOS

Die Option, MacOS einer genaueren Evaluierung zu unterziehen, wurde nach kurzer Überlegung wieder verworfen: statt Microsoft diktiert dann Apple die Regeln und liest fröhlich alles mit – und das zu einem auch in Euro recht happigen Preis, denn die bereits vorhandene Hardware hätte nicht weiterverwendet werden können.

Linux

Als deutlich sinnvollere Alternaive erscheint Linux, das in schier unzähligen Varianten (Distributionen) erhältlich ist und wohl eher die passende Distribution zu finden das eigentliche Problem darstellt.

Im ersten Schritt ist zwischen den sogenannten Rolling Releases und den versionsbasierte Distributionen zu unterscheiden: bei Rolling Releases werden die zu einer Distribution gehörenden Pakete kontinuierlich aktualisiert und Teile des Systems somit fortwährend geändert. Dies hat den Vorteil, immer die aktuellste Version eines Software-Pakets zu verwenden, aber gleichzeitig den Nachteil, daß eine gewünschte stabile Arbeitsplattform nicht gewährleistet ist.

Die Erfahrungen mit Arch Linux hatten gezeigt, daß auf Dauer – vor allem, wenn Aktualisierungen nicht zeitnah und am besten täglich installiert werden – die Wartung des Systems mehr als schwierig sein kann und Dinge die heute noch funktioniert haben nach dem nächsten Update erst einmal zeitraubend wieder repariert werden müssen.

Sattdessen hat sich Debian Linux, sowohl als virutelle Entwicklungsumgebung als auch auf dem Laptop in den letzten Jahren als stabile und extrem zuverlässige Plattform erwiesen. Nur selten mit den aktuellsten Programmversionen ausgestattet, legen die Entwickler offensichtlich mehr Augenmerk auf Stabilität und liefern so eine Plattform, auf – und mit – der es sich arbeiten lässt, ohne daß das Hauptaugenmerk auf den Befindlichkeiten des Betriebssystem liegt.

Dies kombiniert mit der Tatsache, daß die aktuelle Debian Version „Buster“ am 7. Juli 2019 veröffentlicht wurde und mit Long Term Support bis voraussichtlich 2024 gepflegt wird, gab den Ausschlag, die Umstellung anzupacken und den Umstieg auf Debian zu wagen.

Kategorien
IMHO

Hier noch eine wichtige Information

Zwar hat Microsoft inzwischen im laufenden Betrieb die Werbung für Windows 10 weitesgehend eingestellt, dafür aber an anderer Stelle plaziert:

„Hier noch eine wichtige Information“ prangt nach erfolgter Windows 7-Installation auf dem Bildschirm und der Text lässt vermuten, daß der Weg zur ewigen Glückseeligkeit ausschließlich im Upgrade auf Windows 10 liegt, während „Update auf Windows 7 (SP1)“ (für das sehr wohl noch Windows Update-Sicherheitsfixes erhältlich sind) im gleichen Stil wie „Diese Meldung nicht mehr anzeigen“ dargestellt wird. Daß auch nicht explizit darauf hingewiesen wird, wie man Windows 7 sicher betreiben kann, versteht sich fast von selbst …

Kategorien
Betriebssysteme

Windows 7 Patches, auf die man verzichten sollte

Sofern von der Umstieg von Windows 7 nach Windows 10 nicht stattfinden soll, gibt es eine Reihe von Patches, die man am besten erst gar nicht installieren sollte, statt sich hinterher mit den Nebenwirkungen herumzuärgern.

windows7_patches

Diese sind nach aktuellem Kenntnisstand:

KB2952664

This update performs diagnostics on the Windows systems that participate in the Windows Customer Experience Improvement Program. These diagnostics help determine whether compatibility issues may be encountered when the latest Windows operating system is installed. This update will help Microsoft and its partners ensure compatibility for customers who want to install the latest Windows operating system.

KB3035583

This update installs the Get Windows 10 app that helps users understand their Windows 10 upgrade options and device readiness. For more information about Windows 10, see Windows 10.

KB3123862

This update adds capabilities to some computers that lets users easily learn about Windows 10 or start an upgrade to Windows 10. Before you install this update, see the Prerequisites section. For more information about Windows 10, see Windows 10.

Dazu kommen noch drei Updates, die im Wesentlichen Daten sammeln und an Microsoft übermitteln

The Diagnostic and Telemetry service collects diagnostics information about functional issues on Windows systems that participate in the Windows Customer Experience Improvement Program (CEIP).

auf deren Installation man IMHO ebenfalls verzichten kann und sollte:

KB3068708

This package updates the Diagnostic and Telemetry service on existing devices. This package also supports applications that are subscribed to Visual Studio Application Insights. The content in this article was revised to more accurately reflect the functionality of the package and related Windows Service.

KB3080149

This package updates the Diagnostics and Telemetry tracking service to existing devices. This service provides benefits from the latest version of Windows to systems that have not yet upgraded. The update also supports applications that are subscribed to Visual Studio Application Insights.

KB3173040

This notification is a reminder that the Window 10 free upgrade offer ends on July 29, 2016. Microsoft recommends that you upgrade to Windows 10 before the offer expires. You can choose to upgrade directly from the notification, dismiss the notification permanently, or choose to be reminded later.

Update 01.07.2016: KB3173040 hinzugefügt.

Kategorien
Betriebssysteme

KB2952664, dritter Versuch und KB3123862

Gerade erscheint KB2952664 mal wieder in der Liste der neuen Updates, im Gegensatz zum Januar nun aber als optionales und nicht als empfohlenes Update.

The same procedure as last year, Miss Sophie?
The same procedure as every year, James.

Rechtsklick auf „Update ausblenden“ und gespannt auf’s nächste Mal warten.

Bei der Gelegenheit kann man dann auch gleich KB3123862 ausblenden, das ebenfalls der Vorbereitung auf Windows 10 dient:

The update adds capabilities to some computers that lets users easily learn about Windows 10 or start an upgrade to Windows 10.

Kategorien
Betriebssysteme

Mal wieder KB2952664

Bei den heute als „Wichtig“ / „Empfohlene Updates“ angebotenen Aktualisierungen war mal wieder KB2952664 mit dabei:

This update helps Microsoft make improvements to the current operating system in order to ease the upgrade experience to the latest version of Windows.

Also denn … Rechtsklick auf „Update ausblenden“ und gespannt auf’s nächste Mal warten.