Technik

Doppelte Serverzertifikatsvorlage?

07. November 2019 · Anwendungen · andreas · Kein Kommentar

Immer wieder schön, wenn der Übersetzer den Kontext des zu übersetzenden Texts nicht kennt. Somit wundert man sich, was man beim Konfigurieren der Serverzertifikatvorlagen mit doppelten Vorlagen soll.

Das englische “Duplicate Template” klingt da irgendwie einleuchtender …


Laufwerke von der Kommandozeile ohne Kennwort einbinden

01. November 2019 · Betriebssysteme · andreas · Kein Kommentar

Normalerweise kann auf einem Linux-System nur root ein Laufwerk auf der Kommandozeile ein- oder aushängen, “normale” Benutzer verwenden hierfür die benötigten Befehle zusammen mit den sudo-Mechanismus.

Bei der automatisierten Einbindung eines Laufwerks ist es allerdings hinderlich, wenn das “sudo”-Kommando beim Einhängen jedesmal nach dem Kennwort des Benutzers fragt, weshalb mit einer Änderung in der Datei “/etc/sudoers” die Kennwortabfrage für bestimmte Befehle abgeschaltet werden kann.

Änderungen an der Datei “/etc/sudoers” können neben dem Erzeugen von Sicherheitslücken auch dazu führen, daß man sich selbst aussperrt.

Deshalb immer ein zweites Terminalfenster öffnen und mittels

$ sudo -i [sudo] Passwort für localuser: root@localhost:~#

parallel als root anmelden. So kann - falls die Datei durch eine Änderung beschädigt wird - jederzeit eingegriffen und die Änderung rückgängig gemacht werden. Auch sollten alle Änderungen ausschließlich mit dem Editor “visudo” durchgeführt werden, der beim Speichern eine Syntaxprüfung durchführt.

Die Änderung ist schnell gemacht und besteht aus dem Hinzufügen einer einzigen Zeile:

$ sudo visudo ... %sudo ALL=NOPASSWD: /usr/bin/mount, /usr/bin/umount ...

Hiermit wird für alle Benutzer der Gruppe “sudo” die sudo-Kennwortabfrage für die beiden Befehle “/usr/bin/mount” sowie “/usr/bin/umount” deaktiviert.


Wahl der Desktopumgebung

22. Oktober 2019 · Betriebssysteme · andreas · 1 Kommentar

Viele Distributionen setzen GNOME als Default-Desktopumgebung ein, unter Debian schlicht “Debian Desktop Environment” genannt. Neben GNOME gibt es mit KDE noch eine zweite “große” Desktopumgebung, welche versucht, für möglichst viele Anwendungsfälle ein eigenes Programm(paket) anzubieten, während mit LXDE, XFCE (und anderen) auch schlanke(re) Alternativen zur Verfügung stehen.

Jede der Umgebungen folgt ihrer eigenen Philosophie, aber während man sich bei der Distributionswahl vorerst für eine Distribution entscheiden muss, können problemlos mehrere Desktopumgebungen parallell installiert und getestet werden.

Schon GNOME und KDE unterscheiden sich in ihrer Grundausrichtung gewaltig: während GNOME dem Prinzip “weniger ist mehr” folgt und man sich zur stressfreien Nutzung auf die Philosophie einlassen sollte, statt GNOME zu verbiegen, ist KDE mehr an die von Microsoft Windows bekannte Oberfläche angelehnt und bietet Einstelloptionen für fast jeden Pixel auf dem Bildschirm.

Dazu gibt es bei beiden Umgebungen noch eine ganze Reihe von Standardprogrammen, mit ein Grund, weshalb während der Installation des Betriebssystems keine Desktopumgebung ausgewählt wurde.

Bei der nachträglichen Installation kommt der Mechanismus der Metapakete zum tragen, Pakete die dazu dienen, eine Untermenge an logisch zusammenhängenden Paketen zu mit einer einzigen Paketangabe zu installieren. Für viele der Anwendungsfälle gibt es neben dem eigentlichen Metapaket noch ein entsprechendes “…-core”-Paket, welches statt der vollständigen Funktionalität nur die Basisfunktionalität und minimal benötigten Komponenten installiert. Für die GNOME-Desktopumgebung sind dies die beiden Metapakete “gnome” (rund 1.100 Pakete mit 2.600 MB) und “gnome-core” (820 Pakete mit 1.500 MB).

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LDAP-Suche schlägt bei Namen mit Umlauten fehl

13. Oktober 2019 · Programmierung · andreas · Kein Kommentar

Solange ein Benuztername keinen Umlaut besitzt, kann man den Datensatz Daten mit dem Perl-Modul Net::LDAP recht einfach aus dem Active Directory auslesen:

test.pl
use Net::LDAP; $loginUser = Win32::LoginName(); $ldap = Net::LDAP->new($ldapServer) or die "$0"; $ldap->bind($ldapUser, $ldapPass}); $ldap_base = 'OU=Users'; $ldap_results = $ldap->search(base => $ldapBase, filter => "sAMAccountName=$loginUser"); if ($ldap_results->count) { # was ganz tolles mit dem Datensatz anstellen }

Sofern aber ein Umlaut in dem Login-Namen steckt, so schlägt die Suche nach “benjamin.tröt” fehl, obwohl ein entsprechender sAMAccountName im Active Directory vorhanden ist.

Eine einfache Lösung bietet der Beitrag “Windows logon behavior if your user name contains characters that have accents or other diacritical marks”, welcher - auf das Login bezogen - folgende Ausweichmöglichkeit skizziert:

If your user name in the Active Directory directory service contains one or more characters that have accents or other diacritical marks, you may find that you do not have to use the diacritical mark as you type your user name to log on to Windows. You can log on by using the simple form of the character or characters. For example, if your user name in Active Directory is jésush, you can type jesush in the User name box in the Log On to Windows dialog box to log on to Windows.

Interessanterweise funktioniert dies auch bei LDAP-Anfragen im Active Directory, so daß eine Suche nach dem sAMAccountName “benjamin.trot” zum gewünschten Datensatz führt.

Stellt sich die Frage, was passiert, wenn tatsächlich ein Benjamin Trot neben seinem Kollegen Tröt Platz nimmt …


Firefox ignoriert charset=UTF-8

22. September 2019 · Programmierung · andreas · Kein Kommentar

Ein Perl-Skript stellt sein UI als Website mit Hilfe des Moduls HTTP::Server::Simple zur Verfügung. Eigentlich sollte ein

<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=UTF-8" />

im Header-Bereich ausreichen, um anzuzeigen, daß die Daten in UTF-8 kodiert sind. Firefox weigerte sich hartnäckig und benutze immer den Default “windows-1252” zur Darstellung, was alle Umlaute bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte.

Erst durch Mitsenden der Zeichenkodierung im Header

print $cgi->header( -nph => 1, -status => '200 OK', -type => 'text/html', -charset => 'UTF-8' );

ließ sich Firefox überreden, die Seite auch tatsächlich als UTF-8 darzustellen.