Der Mann: 61
Die Lederjacke: passt
Das Bike: stilecht eine Triumph
Brian Setzer ist ein Phänomen, er bewegt sich in einem doch eher schmalen Musikbereich und schafft es trotzdem, nicht von Album zu Album wie die Kopie der Kopie zu klingen.
Natürlich muss oder sollte man zumindest diese Rock’n’Roll – Rockabilly – Mixtur mögen, ansonsten kann man das Album wohl gleich vergessen. Wer jedoch ein gewisses Faible für relativ rotzigen “Roggnroll” hat, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Ob -wie in den Anfangsjahren- mit den Stray Cats oder zusammen mit seinem “The Brian Setzer Orchestra”, seine Musik wirkt trotz ausgesprochenem Vintage-Feeling immer wie “a breath of fresh air”.
Hört man “Gotta Have The Rumble” im Auto, könnte man sogar zu einer Gefahr im Straßenverkehr werden, wenn der rechte Fuß ziemlich unkontrolliert aufs Gaspedal trommelt. Das Album ist durchgehend ein Abräumer und feiert alle Spielarten des Rock’n’Roll der 1950er Jahre fast schon frenetisch ab. Setzer singt, spielt und swingt dabei so abgebrüht cool, dass im wohl derzeit in seinem Metier kaum einer das Wasser reichen kann.
Cooler Typ, cooles Album und Roggnroll-Power satt. Was will man mehr? Es sei denn, man bekommt bei Schmalztolle, Lederkluft und Rockabilly den großen Fluchtreflex.
Steve Hackett ist so ziemlich der einzige aus der alten
In unseren Breiten kennt man Brandi Carlile kaum, am ehesten dürfte sie Fans der Serie “Grey´s Anatomy” bekannt sein, in den ersten Staffeln steuerte sie etliche Songs bei. Dazu ist sie mehrfache Grammy-Preisträgerin, was auch nicht unbedingt gegen sie spricht. Country-Fans wissen, dass sie Mitglied einer 2019 gegründeten sog. “Country-Supergroup” namens
Suzi Quatro - die Frau, die meist in schwarzes Leder gekleidet und mit einer Bassgitarre bewaffnet ist, die (gefühlt) größer ist als sie selbst. Wie hat sie meine Generation in den 1970er Jahren an den Eiern gepackt (sorry), sie gehörte (neben diversen Glam-Rock-Bands) eindeutig zur sog. musikalischen Sozialisation der “Generation 1960”. Sie war eindeutig eine Künstlerin, die man mit Fug und Recht als Single-Musikerin / Künstlerin bezeichnen kann. Ihre Longplayer waren meist keine wirklichen Blockbuster, ihre Singles jedoch sind Glam-Rock-Songs für die Ewigkeit.
Obwohl selbst niemals in Afrika gewesen, bin ich seit vielen Jahren ein Fan afrikanischer Musik, insbesondere der Musik aus Regionen rund um Mali. Diese Musik wirkt auf viele Europäer erst einmal sehr fremd, gleichzeitig jedoch auch wieder in gewissem Sinne magisch. Man kann sich dem Sog dieser Klänge oft nicht entziehen und obwohl man in aller Regel kein einziges Wort versteht, zieht die Musik in ihren Bann.