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Will man’s wirklich wissen?
Liebe andere Verkehrsteilnehmer,
bitte werft bei Gelegenheit mal einen Blick auf §17 Absatz 3 der Straßenverkehrsordnung, denn dort steht
Nebelschlussleuchten dürfen nur dann benutzt werden, wenn durch Nebel die Sichtweite weniger als 50 m beträgt.
Kombiniert man diesen Satz mit §3 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung, in dem steht
Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Regen weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist.
sollte euch eigentlich klar sein, daß man bei 130 km/h und Sichtweiten von 300m und mehr nicht nur keine Nelbelschlussleuchte anschalten sollte, sondern dass dies ganz klar nicht erlaubt ist. Die von euch geblendeten können dann auch die Sonnenbrillen wieder abziehen.
Warum moderne Fahrzeuge mit ihren zahlreichen Assistenzsystemen nicht einfach mit Einschalten der Nebelschlussleuchte die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzen, erschließt sich mir allerdings nicht …
Meine Album-Highlights des Jahres 2019 in alphabetischer Reihenfolge:
Andre Matos - Time To Be Free
Den Meisten ist der leider viel zu früh verstorbene Andre Matos nur als der Ex-Sänger von Angra ein Begriff, aber seine Solowerke sind mindestens genauso hörenswert.
Dream Theater - Distance Over Time
Nach dem extrem enttäuschenden “The Astonishing” melden sich Dream Theater mit dem besten Album seit “Black Clouds & Silver Linings” zurück.
First Night - First Night
Die perfekte Zeitreise … unglaublich, daß dieses Album tatsächlich 2019 erschienen ist.
Lazuli - 4603 Battements
Lazuli sind erfrischend anders als andere Bands … passende Schubladen sind mindestens so schwer zu finden wie die Erstlingswerke der Band.
Heather Nova - Pearl
Auch Heather Nova meldet sich mit einem Album zurück, das die direkten Vorgänger ziemlich blaß aussehen lässt.
Kluge Menschen stehen im Supermarkt am Presseregal und lesen dort ausführlich, was sie dann doch nicht kaufen. Nicht ganz so kluge Menschen wundern sich erst zu Hause …
Nachdem das Cover der Ausgabe 1/2020 der mir bisher unbekannten Zeitschrift LinuxWelt eine Übersicht über “Die besten Linux-Tools” anpries und zudem auch noch den kompletten Jahrgang 2019 auf beiliegender DVD versprach, durfte die Zeitschrift als Spontankauf mit - vielleicht gibt’s ja tatsächlich noch das ein oder andere sinnvolle Programm, das bisher übersehen wurde.
Das erste Ärgernis fiel zu Hause bereits vor dem Aufblättern auf, denn in der rechten oberen Ecke des Covers wurde ein
18 SEITEN SPEZIAL
Anti-Hacker-Paket
So kommt niemand an Ihre Daten
angepriesen.
Sorry Leute, aber das ist Bauernfängerei der unnötigen Art. Ein einfaches “So kommt man schwerer an Ihre Daten” wäre ehrlicher gewesen, denn die gezeigten Tips reichen mit großer Wahrscheinlichkeit zwar aus, um neugierige Kumpels, Geschwister, Eltern oder das Scriptkiddie von Nebenan auszusperren, aber ein “Anti-Hacker-Paket” zu suggerieren, mit dem “niemand” an die eigenen Daten kommt, ist schlicht unredlich. Würdet ihr das auf 18 Seiten schaffen, müsstet ihr nicht für die IT Media Publishing GmbH & Co. KG arbeiten.
Ein wahrer Traum sind auch die Überschriften, bei denen man nur hoffen kann, daß sie in einer feuchtfröhlichen Redaktionssitzung ausgeknobelt werden (examplarisch meine Lieblinge aus Ausgabe 3/2019 “Linux geheim”):
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Unbekannte Linux-Funktionen
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Unbekannte Linux-Tools
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Verborgene Grub-Funktionen
Der Inhalt passt zum Stil und ist teilweise mehr als fragwürdig. Über den Systemtipp Nr. 6 aus “Die 30 besten Systemtipps” (Ausgabe 6/2019) sollte man z.B. maximal so lange nachdenken, wie der Weg zum nächsten Papiercontainer dauert:
- Einfacheres Systempasswort
Wer über sudo das System verwaltet, muss sein Systempasswort sehr häufig eingeben. Komplexe und lange Kennwörter sind eher lästig – und auf einem Desktopsystem auch nicht notwendig.
Wie war das nochmal mit den Anti-Hacker-Tipps …? Achso, die kommen ja erst eine Ausgabe später …
Nach Aktivieren des automatischen Logins legte Debian während des Startvorgangs eine Pause ein, in der zumindest für den Benutzer nichts Sichtbares passierte.
Ein Blick in die Meldungen des Kernels brachte die Erkenntnis, das die Pause in Wahrheit für das Initialisieren des Zufallszahlen-Generators verwendet wurde:
[ 6.278178] IPv6: ADDRCONF(NETDEV_CHANGE): eno1: link becomes ready
[ 83.784868] random: crng init done
Das Problem wird durch die Art und Weise verursacht, wie der Kernel die Initialisierung durchführt:
The random number generator gathers environmental noise from device drivers and other sources into an entropy pool.
Sofern für den Login-Schirm der Graphikartentreiber initialisiert wird und der Benutzer Maus und Tastatur zur Anmeldung verwendet, wird offensichtlich genügend “environmental noise” für die Initalisierung generiert, ansonsten dauert’s eben länger.
Eine Lösungsmöglichkeit bietet die Installation eines Pseudo-Zufallszahlen-Generators wie haveged, welcher zwar lediglich Algorithmus-basierte Pseudozufallszahlen generiert, den Bootprozess aber merklich beschleunigt.
Nach einem
$ sudo apt install haveged
sieht der Systemstart dann wieder wie erwartet aus:
[ 2.917662] intel_rapl: Found RAPL domain uncore
[ 3.115268] random: crng init done