Hyundai Multimedia-Anlage sortiert Songs alphabetisch

18. November 2019 · Anwendungen · andreas · Kein Kommentar

Auf den ersten Blick erscheint das, was die Hyundai Multimedia-Anlage mit USB-Sticks anstellt, ganz passabel: das Abspielen beginnt bereits, während der Inhalt des Sticks noch fertig ausgelesen wird, ID3V2-Tags werden erkannt und verarbeitet und mittels Coverflow lässt sich ansprechend und intuitiv zwischen den Alben navigieren.

Die erste Überraschung kommt nach dem Befüllen des Sticks, denn die Multimedia-Anlage ignoriert tapfer alle Varianten von “folder.jpg”, “cover.jpg” u.ä. und benötigt für die Darstellung des Album-Covers in die MP3s eingebettete Bilder.

Fällt dies noch unter “naja”, so ist die nächste Eigenheit deutlich nerviger: wenn ein Album nicht über den Dateibrowser, sondern über die (auf den ID3-Tags basierende) Interpreten- bzw. Albumliste gewählt wird, so werden die im “Track”-Tag definierten Nummern ignoriert und die Songs eines Albums anhand des Titels alphabetisch sortiert.

Dies führt spätestens bei einem Konzeptalbum wie PINK FLOYDs “The Wall” zu verstörenden Hörer(leb|geb)nissen:

Der Workaround ist simpel wenn auch nervig - sobald die Tracknummer innerhalb des Titel-Tags dem eigentlichen Titel vorangestellt wird, klappt es auch wieder mit der korrekten Reihenfolge. Hierbei ggf. an eine führende “0” denken!


Renovierung II

17. November 2019 · Intern · andreas · Kein Kommentar

In den letzten Tagen wurde hinter den Kulissen fleißig gebohrt, gehämmert und tapeziert, so daß sich das Blog nun in einem modernisierten Gewand präsentiert.

Das alte Design war nach sechs Jahren nicht nur optisch veraltet, auch die Darstellung auf verschiedenen Anzeigegeräten war nicht immer optimal.

Zum ersten Mal kommt mit einem modifizierten “Twenty Twenty” keine Eigenentwicklung als Theme zum Einsatz, sondern das zusammen mit WordPress 5.3 gelieferte Standardtheme.

Sollte es noch irgendwo klemmen, bitte die Kommentar-Funktion mit entsprechenden Hinweisen füttern.

Vielen Dank!


Doppelte Serverzertifikatsvorlage?

07. November 2019 · Anwendungen · andreas · Kein Kommentar

Immer wieder schön, wenn der Übersetzer den Kontext des zu übersetzenden Texts nicht kennt. Somit wundert man sich, was man beim Konfigurieren der Serverzertifikatvorlagen mit doppelten Vorlagen soll.

Das englische “Duplicate Template” klingt da irgendwie einleuchtender …


Laufwerke von der Kommandozeile ohne Kennwort einbinden

01. November 2019 · Betriebssysteme · andreas · Kein Kommentar

Normalerweise kann auf einem Linux-System nur root ein Laufwerk auf der Kommandozeile ein- oder aushängen, “normale” Benutzer verwenden hierfür die benötigten Befehle zusammen mit den sudo-Mechanismus.

Bei der automatisierten Einbindung eines Laufwerks ist es allerdings hinderlich, wenn das “sudo”-Kommando beim Einhängen jedesmal nach dem Kennwort des Benutzers fragt, weshalb mit einer Änderung in der Datei “/etc/sudoers” die Kennwortabfrage für bestimmte Befehle abgeschaltet werden kann.

Änderungen an der Datei “/etc/sudoers” können neben dem Erzeugen von Sicherheitslücken auch dazu führen, daß man sich selbst aussperrt.

Deshalb immer ein zweites Terminalfenster öffnen und mittels

$ sudo -i [sudo] Passwort für localuser: root@localhost:~#

parallel als root anmelden. So kann - falls die Datei durch eine Änderung beschädigt wird - jederzeit eingegriffen und die Änderung rückgängig gemacht werden. Auch sollten alle Änderungen ausschließlich mit dem Editor “visudo” durchgeführt werden, der beim Speichern eine Syntaxprüfung durchführt.

Die Änderung ist schnell gemacht und besteht aus dem Hinzufügen einer einzigen Zeile:

$ sudo visudo ... %sudo ALL=NOPASSWD: /usr/bin/mount, /usr/bin/umount ...

Hiermit wird für alle Benutzer der Gruppe “sudo” die sudo-Kennwortabfrage für die beiden Befehle “/usr/bin/mount” sowie “/usr/bin/umount” deaktiviert.


Wahl der Desktopumgebung

22. Oktober 2019 · Betriebssysteme · andreas · 1 Kommentar

Viele Distributionen setzen GNOME als Default-Desktopumgebung ein, unter Debian schlicht “Debian Desktop Environment” genannt. Neben GNOME gibt es mit KDE noch eine zweite “große” Desktopumgebung, welche versucht, für möglichst viele Anwendungsfälle ein eigenes Programm(paket) anzubieten, während mit LXDE, XFCE (und anderen) auch schlanke(re) Alternativen zur Verfügung stehen.

Jede der Umgebungen folgt ihrer eigenen Philosophie, aber während man sich bei der Distributionswahl vorerst für eine Distribution entscheiden muss, können problemlos mehrere Desktopumgebungen parallell installiert und getestet werden.

Schon GNOME und KDE unterscheiden sich in ihrer Grundausrichtung gewaltig: während GNOME dem Prinzip “weniger ist mehr” folgt und man sich zur stressfreien Nutzung auf die Philosophie einlassen sollte, statt GNOME zu verbiegen, ist KDE mehr an die von Microsoft Windows bekannte Oberfläche angelehnt und bietet Einstelloptionen für fast jeden Pixel auf dem Bildschirm.

Dazu gibt es bei beiden Umgebungen noch eine ganze Reihe von Standardprogrammen, mit ein Grund, weshalb während der Installation des Betriebssystems keine Desktopumgebung ausgewählt wurde.

Bei der nachträglichen Installation kommt der Mechanismus der Metapakete zum tragen, Pakete die dazu dienen, eine Untermenge an logisch zusammenhängenden Paketen zu mit einer einzigen Paketangabe zu installieren. Für viele der Anwendungsfälle gibt es neben dem eigentlichen Metapaket noch ein entsprechendes “…-core”-Paket, welches statt der vollständigen Funktionalität nur die Basisfunktionalität und minimal benötigten Komponenten installiert. Für die GNOME-Desktopumgebung sind dies die beiden Metapakete “gnome” (rund 1.100 Pakete mit 2.600 MB) und “gnome-core” (820 Pakete mit 1.500 MB).

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