Bye-bye Ubisoft

08. Februar 2026 · Spiele · andreas · 2 Kommentare

Manchmal bin ich tatsächlich froh, Mails wie

Von: news@updates.ubisoft.com
Betreff: Aktualisierung unserer Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung

Hallo,

Wir aktualisieren die Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung von Ubisoft.

Wenn du diesen Änderungen nicht zustimmen willst, kannst du die Schließung deines Ubisoft-Kontos auf der Website zur Kontoverwaltung beantragen.

zu erhalten, die an einen schon lange nicht mehr genutzten Account erinnern, den man entsorgen kann.

Schön auch, daß direkt in der Mail der Link enthalten ist, mit dessen Hilfe man eine Account-Schließung beantragen kann, ohne sich erst durch einen Irrgarten hindurchfinden zu müssen.

Bestäigung des Antrags zur Schließung

Leider funktioniert die Schließung auch bei Ubisoft nicht direkt, sondern nur mit der inzwischen meist üblichen Verzögerungstaktik, so daß ich mir’s zumindest in diesem Zeitraum nochmal anders überlegen könnte.


Listenwahn #68

04. Februar 2026 · Verschiedenes · andreas · Kein Kommentar
Deaf Forever #68
  • Dieses Album besteht ausschließlich aus Killern:
    Uriah Heep - Sea Of Light

  • Diese Band hat sich durch einen Sängerwechsel verbessert:
    Nightwish (Tarja Turunen / Anette Olzon zu Floor Jansen)

  • Diese Band ist durch einen Sängerwechsel schwächer geworden:
    Rainbow (Ronnie James Dio zu Graham Bonnet)


Hörenswert #129: Bruce Springsteen - Streets Of Minneapolis

29. Januar 2026 · Hörenswert · andreas · Kein Kommentar

Link zu Youtube

Aus aktuellem Anlass …


ASRock DeskMini X300: Secure Boot Violation nach BIOS-Update

24. Januar 2026 · Hardware · andreas · 2 Kommentare

Nach der BIOS-Aktualisierung eines ASRock DeskMini X300 auf die seit 16. Januar 2026 angebotene Version 2.20 erschien beim folgenden Systemstart eine Warnmeldung:

Secure Boot Violation (Screenshot)

Laut Changelog sollte das Update im Wesentlichen zwei Punkte verändern:

  1. Update AMD AM4 AGESA Combov2 PI 1.2.0.10
  2. Update Secure Boot Key (2023 KEK/DB/PK)

Somit lag der Gedanke nahe, daß ASRock mit Hinzufügen des ab 2023 gültigen Keysgleichzeitig den seit 2011 gültigen Secure Boot Key entfernt hatte, so daß es - je nach Kombination aus Betriebssystem und fehlender Signatur - zu der “Secure Boot Violation” kommt.

Erste Anlaufstelle war der “Secure Boot"-Beitrag des Debian Wikis, der im Abschnitt “I have shim and the Debian bootloader installed, and with secure boot enabled the machine fails to boot!” auf auf das mögliche Fehlen genau dieses Schlüssels und die damit verbundenen Probleme hinweist.

Mit Hilfe von “mokutil” lassen sich die in der Datenbank vorhandenen Schlüssel überprüfen und der “UEFI CA 2011”-Schlüssel war weiterhin auf dem System vorhanden:

$ mokutil --db | grep UEFI Subject: C=US, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft UEFI CA 2023 Subject: C=US, O=Microsoft Corporation, CN=Windows UEFI CA 2023 Subject: C=US, ST=Washington, L=Redmond, O=Microsoft Corporation, CN=Microsoft Corporation UEFI CA 2011

Somit konnte ein fehlender Schlüssel nicht der Grund des veränderten Bootverhaltens sein und weitere Recherche war angesagt.

Den entscheidenden Hinweis lieferte die Ausgabe von “efibootmgr” - zum ursprünglichen Boot-Eintrag hatte sich noch ein zweiter Eintrag gesellt und dieser wurde auch zum Starten verwendet:

$ efibootmgr BootCurrent: 0001 Timeout: 1 seconds BootOrder: 0001,0000 Boot0000* debian HD(...)/File(\EFI\DEBIAN\SHIMX64.EFI) ... Boot0001* debian HD(...)/File(\EFI\DEBIAN\GRUBX64.EFI)0000424f ...

Wie in der Ausgabe zu sehen, verwendet der Eintrag “Boot0001” den Pfad “\EFI\DEBIAN\GRUBX64.EFI” und da “GRUBX64.EFI” nicht mit dem “UEFI CA 2011”-Schlüssel signiert ist, kommt es zu der “Secure Boot Violation”. Der ursprüngliche (korrekte) Eintrag ist “Boot0000” mit dem Pfad “\EFI\DEBIAN\SHIMX64.EFI”, der mit “SHIMX64.EFI” auch den von Microsoft signierten Bootloader verwendet.

Nach Änderung der Bootreihenfolge startete das System wieder ohne zu Meckern mit Secure Boot:

$ mokutil --sb-state SecureBoot enabled

Hintergrundinformationen zur grundlegenden Thematik liefert der Mircosoft Support-Beitrag “Ablauf des Windows Secure Boot-Zertifikats und Updates der Zertifizierungsstelle”.


Klaus Seilers Album-Highlights 2025 - Teil 2

20. Januar 2026 · Audio · Klaus Seiler · Kein Kommentar

Meine Album-Highlights des Jahres 2025 Teil 2 ohne Platzwertung:

Cœur De Pirate - Cavale

Cœur De Pirate - CavaleIm Bandcamp treiben sich auch Piraten herum, wie ich feststellen konnte. Béatrice Mireille Martin, wie sie tatsächlich heißt, ist die französischste Kanadierin ever. Wer sich einmal gerne die volle Packung an charmanter Musik in französischer Sprache gönnen möchte, liegt hier goldrichtig. Heiter, lebens- und farbenfroh ist die Frau selbst ein Charmebolzen erster Güte.

Die Songs liegen irgendwo im weiten Feld des beschwingten Chansons, hin zum French-Pop. Dieses Album würde ich sogar als rezeptfreie Medizin gegen jede Art des Depressionismus bezeichnen wollen. Selbstredend musste da gleich ein weiteres Album aus dem Camp her. Doppelt genäht hält eben besser.

Ina Forsman - After Dark Hour

Ina Forsman - After Dark HourIch bediene jetzt mal ein Klischee und frage frech: schaut diese Frau aus, als könnte man sie im weiten Feld zwischen Jazz, Blues und Soul verorten? Antwort: man kann. Denn sie bringt mit einer lässigen Selbstverständlichkeit hier einen guten Schuss von dem hinein, was man gemeinhin als Pop-Music bezeichnen mag. Quasi “a breath of fresh air”.

Es liegt an ihrer Stimme, die nur in Ansätzen (und das ist hier sehr gut so) “bluesig”, “soulig” oder nach (Vorsicht Klischee) etwas älterem Semester klingt. Mit kraftvoll-klarer Stimme taucht sie regelrecht in die Vintage-Sounds der Songs ein. Mit einem solchen Album könnte sie problemlos die junge Generation der Popmusik-Hörer für eben Jazz, Blues und Soul begeistern. Sie ist übrigens in Finnland geboren, lebt in Berlin und mischt alljährlich die Clubszene ordentlich auf.

Wer ein oder zwei Ohren riskieren mag, dem empfehle ich “After Dark Hour” oder “That Is All

Youssou N’Dour - Eclairer le monde - Light the World

Youssou N'Dour - Eclairer le monde - Light the WorldJetzt kommt ein recht defitiges Break, hin zu meinem immer noch vorhandenen Faible für Musik vom schwarzen Kontinent.

Der Mann (übrigens einer der ganz großen Künstler der westafrikanischen Musik) darf in zartem Alber von 66 Jahren nochmal zeigen, wie man traditionelle senegalesische Musik mit der modernen Popmusik-Sounds verwebt und verbindet. Wer ihn nicht kennt, dürfte aber problemlos den den Song “7 Seconds” im Duett mit Neneh Cherry im Ohr haben. Oder auch “Shaking The Tree”, den er zusammen mit Peter Gabriel schrieb. Auch wieder ein Album, welches das Prädikat “Ohrenschmeichler” sehr verdient. Toll und wahrscheinlich mit analogem Equipment produziert, sind all die etwas fremdländischen Instrumente wie Balafons, die Sokou oder Ngoni (bitte mal googlen) klar und deutlich vernehm- und ortbar.

Schlicht und ergreifend: Afro-Pop, wie er besser kaum klingen kann.

Phaeleh - Dark Sky

Phaeleh - Dark SkyUnd wieder ein heftiges Break. Phalae? Wer oder was ist Phalae? Nun, wenn man im Bandcamp herumstolpert, bleibt man an so mancher seltsamen Baumwurzel hängen. Hinter diesem Projekt steckt ein gewisser Matthew “Matt” Preston, Multi-Instrumentalist und DJ aus Bristol / UK. Aufs erste Hören könnte man meinen: leicht esoterische KlingKlong-Electronic für den Wellness-Tempel. Wenn man aber genauer hinhört, kann man phantasievoll ausgefeilte Songstrukturen erkennen, die tatsächlich (zumindest bei mir) sowas wie eine meditative Wirkung entfalten. Eben nichts für den Hintergrund im Spa, sondern ein Eintauchen in sphärische Klangwelten, mit denen man sich herrlich “wegbeamen” kann. Aber natürlich muss man hier auch einen gewissen Nerv dazu haben und ich verstehe auch alle, die hier dankend abwinken. ;-))

Deacon Blue – The Great Wester Road

Deacon Blue – The Great Wester RoadSurprise, surprise. Der New Wave-Sound im Breitwandformat der 1980er Jahre feiert fröhlich eine Wiederauferstehung. Deacon Blue sind sowas wie Dinosaurier der späten 1980er bis frühen 1990er. Unermüdlich brachten sie bis heute Album für Album raus, ab Mitte der 1990er blieben allerdings hierzulande Chartplatzierungen weitestgehend aus und man verlegte sich aufs Fremdproduzieren, schrieb viele Songs für andere Künstler und Künstlerinnen. Aber jetzt und mit diesem hochmelodischen Album zeigen sie wieder ein sehr feines Lebenszeichen und da ich einfach immer noch eine Ader für diese Sorte Pop habe und es nur noch sehr wenig an für meine Begriffe gutem Stoff davon gibt, darf das Album in meine Top 10.